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Das
Zusammenleben zweier Menschen beginnt nicht mehr mit
der Eheschließung und gar Forderungen nach Gleichstellung
gleichgeschlechtlicher Berziehungen sind an der Tagesordnung.
Vor manchen Grenzfragen, z.B. in der Gentechnik, stehen
Menschen hilflos da. Das führt uns vor Augen, wie
notwendig Orientierung ist. Viele wollen das Gute. aber
was ist richtig? Herr Landes wies darauf hin, dass die
Maßstäbe der Bibel der Übersetzung bedürfen.
Es ist auch nötig, für eine Entscheidung,
die als richtig erkannt wurde, einzustehen, auch wenn
sie nicht dem Trend entspricht.
Paulus
erwähnt in seinen Briefen oft, dass es unbedingt
notwendig ist, zu prüfen was dem Herrn gefällt.
Phil 1,10
sagt: "So lernt ihr entscheiden, wie ihr leben
sollt, um am Gerichtstag Jesu Christi untadelig und
ohne Schuld vor euren Richter treten zu können."
In 1. Thes 5, Vers 21 lesen wir: "Prüft alles
sorgfältig und behaltet nur das Gute."
Paulus hat dazu grundlegende Anweisungen gegeben. Im
Predigttext weist Paulus im Vers 8 "...orientiert
euch an dem, was wahrhaftig, gut und gerecht, was anständig,
liebenswert und schön ist", besonders darauf
hin, an was es gut ist sich zu orientieren und zu prüfen.
Fragt
man in der Bevölkerung nach, welche Maßstäbe
für das menschliche Zusammenleben notwendig sind,
so fallen den meisten Menschen die 10 Gebote ein. Darin
werden wir zum friedlichen Miteinander und zur Disziplin
aufgefordert. Sie weisen auf unsere Verantwortung im
Umgang mit unseren Worten und unserem Geld hin. So sind
sie Orientierung und Hilfe damit das Leben gelingen
kann. Voraussetzung dafür ist aber, dass wir die
Autorität Gottes anerkennen.
Die Bibel sagt uns, wir sollen Gott mehr gehorchen als
den Menschen. Auch sind wir aufgefordert Gott über
alles zu lieben. Wenn uns nun die Worte einfallen, woran
du dein Herz hängst, das ist dein Gott, fordert
uns das heraus. Können wir alles, außer Gott,
loslassen?
Die
Spitze und zugleich die Zusammenfassung dessen was Gott
will, ist im Liebesgebot (Matt.22, 37-39) ausgedrückt.
Dies hat Gott allen Menschen aufgetragen, wir wissen
also woran wir sind. Die Ausrichtung danach fordert
von uns aber immer wieder innere Umkehr, Vergebung von
Gott und Erneuerung durch den Heiligen Geist.
Wie übersetzen wir das nun in unseren Lebensalltag?
Wir sollen die Gerechigkeit gegenüber allen Menschen
suchen. Das gilt im Beruf, im Verkehr, in der Nachbarschaft
usw. Immer wieder nachfragen, was ist recht, gerecht,
angemessen, fair und nicht den eigenen Vorteil suchen.
Dies erfordert immer wieder einer Prüfung. Liebe
nimmt Gestalt an, wenn wir in unserem Miteinander darauf
achten, was positiv, aufbauend und lebensfreundlich
ist. Albert Schweitzers Aussagen über die Ehrfurcht
vor dem Leben sind praktizierte Liebe im täglichen
Leben. Menschenwürde und Menschenrechte sind jedem
zuzubilligen. Gegen Fremdenhaß, Folter und Radikalismus
in jeder Form, sind wir aufgefordert einzutreten. Die
Achtung des Anderen berührt auch die Nahe Gemeinschaft
in Ehe und Familie. Auch hier soll sich nicht einer
mit Gewalt durchsetzten sondern Respekt vor dem Nächsten,
der Ehefrau, den Kindern, den Eltern, haben. Herr Landes
machte deutlich, dass sich die Umsetzung des Liebesgebots
durch alle Bereiche unseres Lebens zieht. Wo immer wir
Gutes entdecken sollen wir ihm nachstreben und es prüfen.
Dabei
sind Vorbilder hilfreich. Paulus hat sich als solches
der Gemeinde empfohlen. Auch wir können uns an
Lebensbildern orientieren. Das Vorbild, das uns in Jesus
Christus gegeben ist, steht aber über allem. Wie
er gelebt und geliebt hat, ist Inhalt und Maßstab
gelebten Christseins. Dazu bekommen wir Hilfe im Gebet.
Wir brauchen in unserem Leben auch Ruhe um in der Stille
zu hören und herauszufinden was Gott will. Dabei
werden wir auch an Grenzen stoßen, wo wir keine
Antwort finden. Wir dürfen aber auf Jesus Christus
vertrauen, der mit uns geht in unsere Zukunft. Das ist
der Sieg des Glaubens über Unsicherheiten, wenn
Wellen hochgehen dürfen wir darauf vertrauen: Sein
Reich kommt!
"Jesus
wir sehen auf dich", dieses Lied sang die Gemeinde
im Anschluß an diese hilfreiche Predigt.
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