Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Am Abend des letzten Tages im Jahr 2000 waren zahlreiche Menschen in die unsere Kirche gekommen um auf Gottes Wort zu hören, Gott für Zurückliegendes zu danken und in die Zukunft unter Gottes Segen zu gehen.
Der Festgottesdienst wurde vom Posaunenchor und Kirchenchor mitgestaltet.
Die Predigttext für diesen Abend stand in Johannes 8, die Verse 31-36:
Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: "Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen." Da antworteten sie ihm: "Wir sind Abrahams Kinder und sind niemals jemandes Knecht gewesen. Wie sprichst du dann: Ihr sollt frei werden?" Jesus antwortete ihnen und sprach: "Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig. Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei."

Pfarrer Boch meinte, dass dieser Predigttext dicke Brocken bietet. Wahrheit, Freiheit und Sünde sind Begriffe über die schon viel geschrieben und geredet wurde. Sie rufen bei Jedem unterschiedliche Reaktionen hervor und wurden auch schon häufig missbraucht.
Darum muss man an sie behutsam herangehen und keine falschen Untertöne oder giftigen Schlagzeilen suchen, so Pfarrer Boch. Zunächst sollte man den Hintergrund anschauen, vor dem die Verse des Predigttextes stehen. Jesus sagte, die Wahrheit wird euch frei machen, zu Menschen die ihm folgten, ihm vertrauten und glaubten.
Pfarrer Boch forderte nun die Zuhörer auf, sich die Szene einmal vorzustellen. Jesus sprach nicht zu Menschen die ihm andächtig lauschten, sie waren nicht auf den Mund gefallen und brachten ihre Einwände bei Jesus vor. Sie fragten warum er von Freiheit sprach und meinten, dass dies sie gar nicht betreffen würde. Jesus hatte aber eigentlich von Wahrheit geredet. Bei Reizworten neigen auch wir dazu, uns auf sie zu stürzen und im Nu ist die klare Sicht vernebelt. Wir sehen, die Unfähigkeit richtig zu- zuhören war auch zu Jesu Zeiten weit verbreitet. Wer von Wahrheit redet, redet von der himmlischen Welt. Ich erkenne an, dass Gott wirklich ist und dass er meinen Ursprung und mein Ziel kennt. Frei sein ist die Konsequenz des Glaubens.
Oft wird Freiheit mit Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit gleichgesetzt und dies wollen wir im Griff haben. In den Medien wird uns dies durch die Werbung auch reichlich eingeflüstert: Konsum macht frei, nichts ist unmöglich, wir machen den Weg frei! Aber den Weg wohin?
Glauben wir wirklich, dass Tätowierungen, Handys, Autos und spezielle Biersorten uns frei machen. Sie sind schillernde und glänzende Fälschungen dessen, was Menschsein in seiner Ursprünglichkeit bedeutet - Bild Gottes.
Gottesferne aber ist Sünde und wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. Jesus will diese Kluft zwischen Gott und den Menschen schließen, damals wie heute. Die Menschen früher haben sich auf Abraham berufen, was aber keine Garantie des Glaubens bedeudet hat, denn nur der Sohn kann immer beim Vater sein. Auch für uns heute heißt das, nicht wie einen Gesellen- oder Meisterbrief haben wir den Glauben bei der Taufe erhalten. Auch Luther sagte, dass es kein fromm sein sondern nur ein fromm werden gibt. Ich muss also nicht ein perfekter Mensch sein um zu Gott zu kommen und ich darf dankbar sein , dass die Beziehung zu Gott jeden Tag erneuert werden kann.
So dürfen wir getrost ins Jahr 2001 gehen. Dies wünschte Pfarrer Boch den Zuhörern


Am Ende des Gottesdienstes wurden auch einige Daten, die über die Lebensbewegungen unserer Kirchengemeinde Auskunft geben, vermeldet.

Im Jahr 2000 wurden:
22 Kinder getauft
23 Jugendliche konfirmiert
7 Paare getraut
19 Männer und Frauen beerdigt
11 Frauen und Männer sind ausgetreten
1 Mann ist eingetreten
über 1100 Menschen haben das Abendmahl erhalten
Diese Zahlen sagen aber nur einen Teil darüber aus, was in unserer Gemeinde geschieht. Manches kann auch auf den Seiten dieser Website nachvollzogen werden. Vieles geschieht aber auch im Stillen an Fürbittegebeten, Besuchsdiensten und Seelsorge. Pfarrer Boch dankte an dieser Stelle auch allen Helfern im Hintergrund. Dankend wurden auch die vielen Spenden erwähnt, die uns helfen, dass größere Einschnitte, durch den Wegfall mancher Gelder bedingt, vermieden werden können.
Wir haben in unserer Gemeinde vielfältigen Grund, Gott zu loben und ihm zu danken!
                   
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