Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Das Brautpaar und die Sonne strahlten um die Wette, als Pfarrer Boch sie am Samstag,
den 7. September 2002 am Eingang der Kirche begrüßte.
Pfarrer Boch begrüßt das Paar am Eingang

Die Bibel sagt uns: Gott ist die Liebe. Immer wo es um Liebe geht, ist auch Gott dabei.

Der Trauspruch den sich Melanie und Thomas Bugger für diesen Tag gewählt haben steht in 1. Korinther 13, Vers 13: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

Wenn wir das Leben mit einem Weg vergleichen den wir gehen, dann gibt es da kleinere oder größere Meilensteine. Stationen an denen wir kürzer oder länger verweilen. Auf unserem Weg begegnen uns Menschen, deren Lebensweg sich mit unserem kreuzt oder solche, die ein größeres oder kleineres Stück mit uns zusammengehen.

Der Weg des Hochzeitspaares hat sich schon vor längerer Zeit gekreuzt, doch sie haben sich wieder aus den Augen verloren. Als sie sich dann wieder getroffen haben, blieb es nicht bei einer kurzen Begegnung. Die Liebe hat die Entscheidung gelenkt zusammen zu bleiben und den Weg gemeinsam zu gehen. Es ist ein großes Glück, wenn man einen Menschen findet, der bereit ist den ganzen Weg mit zu gehen. Das heißt nicht, dass dann alles nur leicht ist.
Zwei Partner sind bei der Gestaltung der Lebensreise nicht immer einer Meinung, sondern stehen vor der Aufgabe beide Sichtweisen miteinander zu verknüpfen. Weggefährten die sich lieben haben es leichter, müssen sich aber auch immer bemühen und Kompromisse finden. Sie teilen ihre Zeit und Träume und sie teilen gute und dunkle Geheimnisse des Lebens. Um den Weg miteinander so zu gestalten braucht es grundlegender Dinge: Glaube , Hoffnung und Liebe.

Laura bringt die Ringe
Paulus meint mit seiner Aussage im Vers des Korintherbriefes nicht irgendeinen unverbindlichen Gottesglauben. Er meint damit das Vertrauen auf den lebendigen Gott. Gerade weil wir den Verlauf unseres Lebens letztendlich nicht in den Händen haben, lohnt es sich ihm zu vertrauen. Pfarrer Boch erinnerte das Brautpaar daran, dass sie darum bei der Trauung nicht einfach Ja zueinander sagen, sondern "Ja, mit Gottes Hilfe".
nach dem Festgottesdienst Mit diesem Glauben kommt als zweites die Hoffnung dazu. Die Hoffnung auf Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen hat durch seine Auferstehung. An so einem Festtag möchte niemand an den Tod denken, aber er taucht nicht nur am Ende unseres Lebens auf. Wo zwei, die zusammengehören, sich nicht mehr verzeihen, nicht mehr miteinander reden, da ist er ihr Begleiter geworden. Deshalb gehört die christliche Hoffnung auf die Auferstehung, auf einen Neuanfang und Vergebung zum Leben dazu.
Die Liebe ist das Größte und Wichtigste im Leben, denn wo sie fehlt werden alle guten Wünsche schlecht. Ohne Liebe werden wir verdrießlich, rücksichtslos und hart. Ein Leben ohne Liebe ist sinnlos. Deshalb ist die Liebe das oberste Gebot Gottes. Diese Liebe finden wir aber nicht im siebten Himmel. Gott selber ist die Liebe und die Quelle, aus der wir sie schöpfen können.
Pfarrer Boch wünschte dem Paar, dass sie Gottes Liebe trauen und aneinander festhalten, auch wenn Jahre ins Land gegangen sind uns sie ein altes Ehepaar wurden.
Dann werden auch die drei Dinge bei Ihnen sein, von denen der Trauspruch redet:
"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."
 
 
 
          Seitenanfang
   
  
Ev.Landeskirche