Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

"Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand. Einmal werden keine Propheten mehr zu uns sprechen, das Beten in anderen Sprachen wird aufhören, die Erkenntnis der Absichten Gottes mit uns wird nicht mehr nötig sein. Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte."
Diese Worte aus 1. Korinther 13 hatte sich das Brautpaar als Leitspruch für die Ehe gewählt,
als es am 28. Juni 2003 in die katholische Kirche in Liedolsheim kam.

auf dem Weg zur Kirche

Vor acht Jahren hatten sich ihre Wege gekreuzt und schon bald hat die Liebe in ihnen Raum gewonnen. Miteinander Erlebtes und auch eine Zeit der Trennung, ließen den Wunsch in Beiden wachsen, für immer zusammen zu bleiben. So wußte Pfarrer Boch in seiner Trauansprache zu berichten. An dieser Liebe wollen sie nun festhalten und die Zukunft gemeinsam gestalten, darum der freiwillige Entschluß den Bund der Ehe zu schließen und dies in einem ökumenischen Traugottesdienst vor Gott und der Gemeinde zu bekunden.

Der Trautext berichtet von starken Worten, die Paulus weitergegeben hat. Sie sind gut geeignet, ein Hochzeitspaar auf dem Weg zu begleiten. Nicht immer spiegeln sie aber unsere Lebenserfahrung wieder.

Das Miteinander in einer engen Lebensgemeinschaft ist nicht immer leicht. Manchmal fällt es schwer , in Liebe mit der Partnerin oder dem Partner umzugehen. Wenn unterschiedliche Meinungen in wichtigen Fragen aufeinanderprallen oder Worte verletzen, fällt es schwer alles zu ertragen.
So ist es ein großes Glück einen Menschen zu finden, der bereit ist den ganzen Lebensweg mitzugehen.
In einer anderen Übersetzung des Trautextes heißt der Anfang: "Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig." Zueinander halten, gemeinsam Probleme lösen - das gehört für das Brautpaar zum Miteinander dazu und der Trauspruch bestätigt diese Haltung.
"Die Liebe glaubt alles, hofft alles, hält allem stand".
Paulus meint hier den Glauben an den lebendigen Gott, an den Gott, von dem die Bibel sagt, dass er die Liebe ist. Menschliche Liebe wäre ohne seine Liebe zu uns undenkbar, wir sind auf sie angewiesen. So sehr wir uns im Leben auch absichern, wir haben es nicht allein in der Hand wie es sich entwickelt und verläuft.
Ringwechsel
Darum gehört auch der Glaube an Gott den Herrn zu dem Versprechen an diesem Tag dazu:
JA, mit Gottes Hilfe!
In guten und in bösen Tagen - mit Gottes Hilfe.
Bis der Tod einmal scheidet - mit Gottes Hilfe.
das glückliche Brautpaar Das Gemeinsame Leben des Ehepaares entfaltet sich zwischen der Liebe zueinander, der Liebe zu anderen Menschen und der Liebe zu Gott. Wer mit ihm sein Leben teilt, kann selbst schwere Zeiten überstehen.
Ohne Liebe fällt es schwer verantwortlich und barmherzig miteinander umzugehen. Ohne Liebe werden Menschen hart und rücksichtslos. Darum darf die Liebe im täglichen Miteinander, in eurer Partnerschaft nicht fehlen, so apellierte Pfarrer Boch an das Hochzeitspaar. Er zitierte den Kirchenvater Augustinus, der sagte: "Liebe - und tu was du willst. Es wird dann immer das Richtige sein."
Wo das Brautpaar dies beherzigt und Gott immer wieder darum bittet, dass er ihre Liebe erneuert und stark macht, da werden sie merken, dass der Kirchenvater recht hat, so meinte Pfarrer Boch.
Gott teilt seine Liebe nicht einfach aus. Er ist Liebe und will auf dem gemeinsamen Weg der Weggefährte sein. Wer ihm vertraut erlebt, wie er das gemeinsame Leben und die Liebe bereichert.
"Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf."
Pfarrer Boch wünschte dem jungen Ehepaar, dass diese Worte auch in Zukunft ihre Liebe zueinander prägen werden und der lebendige Gott bei ihnen ist und sie an ihm festhalten.
Gesungene und gespielte Musikbeiträge von Freunden des Paares bereicherten den Festgottesdienst.
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