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Am Freitag den 23. Mai 2003 kam das Ehepaar
Erwin und Sophie Bolz mit einer Festgemeinde in die Kirche,
um Gott für die zurückliegende Zeit zu danken.
Vor 50 Jahren wurden sie in der Christuskirche in Karlsruhe
von Pfarrer Ratzel getraut. |
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Pfarrer Boch meinte zu Beginn seiner Ansprache:
Immer wieder erfahren es zwei Menschen als Glück,
wenn sie wissen, wir gehören zusammen.
Dieses Goldhochzeitspaar hat erfahren, wie aus
Verliebtheit eine tiefe Zuneigung wuchs. So haben
sie sich entschlossen, JA zueinander zu sagen
und den Weg gemeinsam zu gehen, ganz gleich was
ihnen auch begegnen wird.
Der Trauspruch, den sie zum Beginn ihrer Ehe
zugesprochen bekamen steht im 2. Thessalonicher
3, Vers 3:
Der Herr ist treu; der
wird euch stärken und bewahren vor dem Argen
In den heutigen Übersetzungen finden wir
das Wort - Bösen.
Beide Worte bringen zum Ausdruck, dass es hier
um eine Macht geht, die gegen Gottes Liebesmacht
steht.
Im ersten Teil des Verses wird eine Grundlage
gelegt, die nicht nur einem Ehepaar eine gute
Basis gibt, eine Hoffnung die trägt und hält.
Hier wird deutlich, der Herr ist glaubwürdig.
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Pfarrer Boch vermutete, dass das Jubelpaar schon bei
anderen Gelegenheiten zurückblickte. Es gibt im Leben
manchen Einschnitt, zum Beispiel die Geburt und die Hochzeit
der Kinder oder der Abschied vom aktiven Berufsleben.
Dabei konnten sie erkennen, Gott war da als sie fröhlich
Plänen schmiedeten. Sie erkannten auch, unser Glück
liegt nicht allein in unserer Hand.
Es waren nicht nur sonnige und breite Wege, die das Paar
zusammen gehen konnte. Ihr Sohn Günther starb früh.
Aber auch in dieser Zeit war Gott da und hat getragen.
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An einem Tag wie diesem, kann man auch die
Frage stellen:
Wie wäre es gegangen wenn Gott nicht da gewesen
wäre?
Aber immer ist er da wenn wir Kraft brauchen und
er macht die Liebe zueinander immer wieder neu.
Manchmal können wir Gottes Liebe deutlich
erkennen, in Situationen die uns weiterbringen
oder durch Menschen die uns begleiten und das
Leben bereichern. |
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Gott ist da, auch wenn wir ihn nicht spüren. Dies
stellen wir oft erst im Nachhinein fest. Wer zu Jesus
gehört ist in seiner Hand, was auch geschieht. Dies
gilt jedem der auf Gottes Güte hofft, er ist seiner
Zeit weit voraus.
Die Eheleute konnte erfahren, dass Gott ihnen die Treue
gehalten hat. Pfarrer Boch wünschte dem Jubelpaar,
dass sie weiterhin ihre Hoffnung auf diesen Gott setzten.
Dann wird er ihnen auch in Zukunft einen festen Grund
unter die Füße geben. |
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Landesbischof Dr. Ulrich Fischer gratulierte dem Goldhochzeitspaar
mit einem Brief. Er brachte darin zum Ausdruck, dass es
schon etwas Besonderes ist, 50 Jahre miteinander den Weg
gehen zu dürfen.
Er ging in seinen Zeilen auf ein Lied ein, in dem es heißt:
"Ich will mehr als Alles." Die biblische Sprache
hat dafür einen Namen - Segen. Den Segen Gottes wünschte
er dem Ehepaar auch für die Zukunft. |
Beide Eheleute singen schon lange Jahre im
Kirchenchor mit. An diesem Festtag bereicherte
der Chor den Festgottesdienst mit mehreren Lobliedern.
Viele gute Wünsche konnte das Jubelpaar
nach der Feierstunde von jungen und älteren
Gratulanten in Empfang nehmen. |
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