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Nachdem das Wetter in diesen Tagen sehr wechselhaft
war, entschied sich der Himmel für strahlenden Sonnenschein,
als Tina und Martin Fürniß am 31. Mai 2003
sich in der Kirche das Jawort gaben.
"Dies ist der Tag, den der HERR macht; laßt
uns freuen und fröhlich an ihm sein."
Mit diesem Vers aus Psalm 118 begrüßte Pfarrer
Boch die Gemeinde an diesem Festgottesdienst. |
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In seiner Ansprache ging Pfarrer Boch darauf
ein, dass wir im Leben viele Wege gehen. Manche
gehen wir in Begleitung, andere allein. Manche
Menschen sind von Anfang an dabei, wie die Eltern
oder ältere Geschwister. Andere Menschen
kreuzen unsere Wege zu einer kurzen Begegnung
oder für eine längere Wegstrecke. Wo
an einer Kreuzung zweier Lebenswege die Liebe
zwischen zwei Menschen ins Spiel kommt, kann daraus
etwas ganz besonderes werden.
Die Lebenswege von Tina und Martin haben sich
schon vor längerer Zeit gekreuzt und mit
der Zeit ist aus dem Verliebt sein mehr geworden.
Nun haben sie sich entschlossen gemeinsam in die
Zukunft zu gehen und dies unter dem Segen Gottes
zu tun.
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Der Trauspruch, für den sie sich entschieden
haben, steht in Psalm 37 Vers 5. Er erzählt in
wenigen Worten etwas Zentrales über unsere Lebenswege
und gibt einem gemeinsamen Weg eine Perspektive:
"Befiehl
dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's
wohlmachen."
Das ist ein starker Spruch der viel von denen verlangt
die sich darauf verlassen, aber er verlangt auch viel
von Gott. Wo wir auch hingehen, von Gott wird erwartet,
dass er mitgeht.
Schon wer allein geht weiss, wie ungeheuer schwer
es ist, dem Lebensweg eine gute Richtung zu geben.
Wo nun zwei Wege, die aus unterschiedlichen Richtungen
kommen, gemeinsam weiterlaufen sollen, wird einiges
von den Partnern abverlangt. Ältere Ehepaare
wissen, dies ist eine Frage der Verständigung,
der Kommunikation, aufeinander zu hören und zu
sagen, wie dieser Weg aussehen soll, damit beide dabei
zufrieden sind. Pfarrer Boch meinte, dass bei Tina
und Martin die Voraussetzungen dafür günstig
sind.
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Für das Brautpaar hätte der Gang zum
Standesamt gereicht, wenn sie den vor ihnen liegenden
Weg allein in eigener Verantwortung gehen wollten.
Sie möchten aber auch um Gottes Segen für
den gemeinsamen Weg bitten.
Der Trauspruch bringt zum Ausdruck, dass die Eheleute
die Hoffnung haben, dass Gott selbst ihren Weg begleitet
und alles zu einem guten Ziel kommt.
Manchmal geschehen Dinge, die man nicht einschätzen
kann und erst am Ende eines Wegabschnittes erkennt
man ob es so, wie es gekommen ist, gut war. Der
lebendige Gott sieht weiter als wir. |
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In Jesaja heißt es: "Meine Gedanken sind
nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege."
Eine beliebte östliche Weisheit sagt: "Der
Weg ist das Ziel". Dies stimmt nur dann, wenn der
Weg ein Ziel hat. Für Christen heißt dieses
Ziel Jesus Christus. Er hat von sich gesagt: "Ich
bin der Weg die Wahrheit und das Leben, niemand kommt
zum Vater denn durch mich." Er ist also Weg und
Ziel zugleich.
Dieses mit dem Trauspruch zu verbinden macht etwas Ganzes.
Es wird nicht immer leicht sein den richtigen Weg zu
finden, Pfarrer Boch gab aber seiner Hoffnung Ausdruck
, dass das Brautpaar immer an der Liebe zueinander festhalten
und Gott auf ihrem Weg einbeziehen möge. Er sagte
ihnen zu, dass sie sich immer auf Gott und seine Zusagen
verlassen können.
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