Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Pfarrer Boch begrüßte alle, die von nah und fern gekommen waren, um am 19. Juli 2003 die kirchliche Trauung von Domenica und Michael Hauth mitzuerleben. Auf dem Standesamt in Rothenberg hatten sie zwei Tage zuvor die Ehe vor dem Gesetz geschlossen. An diesem sonnigen Tag kamen sie mit einer großen Festgemeinde in die Kirche um auch vor Gott "Ja" zueinander zu sagen, ihm zu danken und um seinen Segen für den gemeinsamen Lebensweg zu bitten.
auf dem Weg zur Kirche Es geschah im Jahr 2000 bei Jesus House in der Festhalle in Liedolsheim. Was wäre wenn beide damals nicht miteinander ins Gespräch gekommen wären, nur kurz brachte Pfarrer Boch diesen Gedanken ein. Gleich kam er zu der Einsicht, dass dies passierte war mehr als Zufall, mehr als Glück. Gott selber hat seine Fäden gespannt und das Hochzeitspaar hat sie ergriffen.
Im Festgottesdienst waren zahlreiche Verwandte und Freunde versammelt die, jeweils einen von beiden, recht gut kennen, teilweise schon viel länger als das Brautpaar einander kennt. Pfarrer Boch fragte was wohl für Antworten kämen, wenn er die Frage stellen würde: "Wie sind denn die Beiden so?" Dies ist schwer zu beantworten, so räumte er ein, denn Menschen lassen sich nicht so leicht einordnen. Doch Jeder und Jede hat Eigenschaften, die zumindest teilweise eine gute Beschreibung liefern.
Bei Micha wußte Pfarrer Boch von seiner Spontanität, seiner Sportlichkeit und seinem Humor zu berichten. Auch hat er die Fähigkeit seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Bei Domenica fällt die Art auf gründlich über etwas nachzudenken, Dinge auf den Punkt bringen zu können. Ihr Mann gestand ehrlich ein, dass sie eigentlich immer recht hat. So ergänzen sich Beide wunderbar und verstehen sich gut. Wenn sie einmal streiten, vergessen sie die Versöhnung nicht. Der Trauspruch, den die Brautleute über ihren gemeinsamen Lebensweg stellten, passt so gut dazu:
"Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen."
Das klingt fast banal, aber Paulus, der diese Worte sagte, war keiner der es sich einfach machte. Er weiss um die tiefen Täler des Lebens, wo es eng ums Herz wird. Das müssen nicht immer Prüfungs- oder Trennungszeiten sein, wie sie das Paar im letzten Jahr durchlebte. In jeder Ehe gibt es Zeiten, in denen es nicht reicht zu sagen:
Wir haben uns lieb, alles nicht so schlimm.
Es gibt Menschen die behaupten, in dunklen Zeiten kommt es nur auf die innere Einstellung an, auf das was ich draus mache.
Andere behaupten Leid sei ein Tor zu Höherem. Hier widerspricht der christliche Glaube ganz eindeutig. Das Leben das uns geschenkt ist, ist umfassender.
vor dem Altar
In keiner Erfahrung sind wir Gott-los. Nichts ist ihm fremd. Darum sollen wir das Glück und das Leid, das Gute und das Böse nicht einfach nur hinnehmen, sondern die Liebe einbeziehen. Gott hat uns zuerst geliebt und ist uns in Jesus aus Liebe ganz nahe gekommen. Diese Liebe Gottes gilt auch wenn wir zweifeln.
Freunde bereichern den Festgottesdienst Die Brautleute leben auf dem Fundament des Glaubens und möchten im gemeinsamen Leben auf Gottes Liebe mit ihrer Liebe antworten. So können sie zwei Dimensionen der Liebe leben: die Liebe zu Gott und zueinander.
Pfarrer Boch wies noch darauf hin, dass der Aspekt: "lasst es geschehen" im Trauspruch mehr als ein Hinnehmen von Dingen ist, die man sowieso nicht ändern kann. Dies bedeutetvielmehr ein bewußtes Vertrauen in den Lebensplan, den Gott mit uns hat. Dazu ist es aber nötig auf Gottes Wirken zu achten, ihn ernst zu nehmen. Dann kann man erkennen, da hat Gott mit uns geredet.
Pfarrer Boch wünschte Beiden Momente in denen sie Gottes Liebe spüren. Ein Bibelwort zur rechten Zeit, ein Lied das ausdrückt was man gerade empfindet, Freunde und Eltern die Worte der Hoffnung zusagen. Pfarrer Boch meinte, dass der Trauspruch dem Brautpaar und allen Christinnen und Christen Mut, in diesen Erlebnissen wieder Gottes Wirken zu erkennen und dankbar dafür zu sein. Er schenkt Ruhe und Gelassenheit gemeinsam in die Zukunft zu schauen und mit Gott zu rechnen.
Freundinnen und Freunde des Paares bereicherten den Festgottesdienst mit Liedbeiträgen und guten Wünschen.
 
 
 
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