|
|
| Am Samstag, den 26. April 2003, kam das
Ehepaar Kuch mit der Familie und Freunden in die Kirche,
um mit einem Festgottesdienst ihr 50jähriges Ehejubiläum
zu feiern. |
 |
Vor 50 Jahren, am 18. April 1953, hatte Pfarrer
Maurer das Paar in dieser Kirche getraut. Als
Trauspruch gab er ihnen Vers 8 aus dem 6.Kapitel
des Buchs Micha mit auf den gemeinsamen Lebensweg:
"Es ist dir gesagt
Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir
fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe
üben und demütig sein vor deinem Gott."
Dieser Vers sagt so viel wie: Du weißt
was zu tun ist, Du kennst die Regeln. Doch so
einfach ist das nicht, Gottes Wort halten, Liebe
üben und dann noch demütig sein vor
Gott.
In unserer Welt scheint heute nichts mehr zu gelten.
Werte, Gottes Gebote, Prinzipien werden nicht
mehr beachtet. Jeder hat eigene Vorstellungen
was wirklich wichtig ist im Leben.
In der Liebe scheint manches einfacher zu sein,
zumindest am Anfang. Die Liebe kommt mit wenigen
Worten aus. Doch auch in der Liebe kommen beide
Partner einmal an den Punkt, wo sie mehr brauchen
als Begehren und Leidenschaft.
Ehepartner, die länger miteinander unterwegs
sind merken, dass eine gelungene Partnerschaft
einem nicht in den Schoß fällt. Es
fällt nicht immer leicht, liebevoll miteinander
umzugehen. Frau und Mann sind schon verschieden
genug. Kinder und Verwandte können Konfliktstoff
bieten und manchmal entzündet sich ein Streit
an einer Kleinigkeit.
|
|
| 2600 Wochen das sind 5 Jahrzehnte, so lange gestaltet
das Jubelpaar sein Leben gemeinsam. In dieser Zeit sind
sie zueinander gestanden, haben viele Worte miteinander
gewechselt und miteinander die Lasten des Lebens getragen
und Freuden zusammen genossen. |
Du meine Seele singe, dieses Lied wurde vom Kirchenchor,
in dem auch Frau Kuch schon lange Jahre mitwirkt,
vorgetragen.
Im Verlauf des Festgottesdienstes erklangen noch
zwei weitere Lieder des Chores:. `Lobe den Herren´
und `Ja, ich will euch tragen bis zum Alter hin
und ihr sollt einst sagen, dass ich gnädig
bin´ |
 |
|
| Damit ein Leben und auch eine Ehe gelingen kann, braucht
es einer Basis. So fuhr Pfarrer Boch in seiner Ansprache
fort. Darum ist es gut wenn die beiden Partner nicht nur
miteinander reden, sondern wenn sie beide auf Gott hören,
der die Welt erschuf. |
 |
Gottes Worte wollen aber nicht nur den Verstand
ansprechen, sie wollen unser Herz verwandeln. Erst
so kann es gelingen, dass ein Ehepaar ein harmonisches
Miteinander erlebt.
Pfarrer Boch verglich dies mit dem Tanzen, das beiden
viel Freude macht. Dabei reicht es nicht aus, dass
die Partner die Schrittfolge beherrschen. Tanzpartner
brauchen das Gefühl füreinander und sie
brauchen Musik, die ihnen den Takt vorgibt.
Bei Menschen die meinen, in ihrem Leben ohne die
Worte des lebendigen Gottes auskommen zu können,
gleicht der Lebenstanz einer gymnastischen Trockenübung.
Es fehlt die Musik, die dem Tanz erst den richtigen
Rhythmus und Schwung verleiht. "... demütig
sein vor deinem Gott", das bedeutet, dem lebendigen
Gott zutrauen, dass er den richtigen Rhythmus des
Lebens vorgeben kann. |
|
| An diesem Tag kann das Jubelpaar sehen, wo Gott sie
getragen hat und seine Musik im Leben laut werden hat
lassen. Auch wenn manches Schwere zu überstehen war,
so hat Gott das Paar begleitet. Er hat sie gesegnet und
ihre Herzen mit seinem Frieden erfüllt. Auch nach
vielen Ehejahren den Partner immer noch aus Gottes Hand
anzunehmen, das zeichnet eine gute Ehe aus. |
 |
Gott ist der Meister des Lebens. Er spielt
auf zum Lebenstanz und lädt alle ein, sich
mit hineinnehmen zu lassen in diesen Tanz. Er
spielt seine Melodie durch Menschen in der Gemeinde,
durch die Worte der Bibel, die von seiner Liebe
erzählen und durch den heiligen Geist, der
in uns wohnt.
Wo wir uns von seiner Melodie mitreißen
lassen, erleben wir: Jesus Christus ist da, um
in unseren Herzen Freude und Zuversicht zu wecken,
uns zu helfen, zu trösten und neue Kraft
zu schenken.
So wünschte Pfarrer Boch dem Ehepaar weiterhin
Gottes Geleit.
|
|
|
|