|
|
Am 23. Juni 1953 wurden Gertrud
und Gerhard Ratzel in Hochstetten von Pfarrer Feil getraut.
Pfarrer Boch fragte 50 Jahre später in die Runde
der Festgemeinde, wer sich an diesen Tag erinnert. Damals
hatte das junge Hochzeitspaar einen Bibelvers aus dem
2. Kapitel der Offenbarung zugesprochen bekommen:
"Sei getreu bis in den Tod, so
will ich dir die Krone des Lebens geben." |
 |
In der Zwischenzeit ist ein halbes Jahrhundert
vergangen und das Jubelpaar kann auf gute und schwere
Zeiten zurückblicken. Die gemachten Erfahrungen
haben die Ehepartner geprägt und den Persönlichkeiten
ihren Charakter gegeben. Damals konnten beide nicht
wissen wohin sie der Weg führen würde.
Der Trauspruch lud aber damals schon ein, dem lebendigen
Gott zu vertrauen. |
|
| Wer an ihm festhält, bis ans Ende seiner Tage hier
auf Erden, wird das Ziel des Lebens erreichen, das Leben,
das ewig bleibt. Gott steht zu seinen Verheißungen
und wo er uns auffordert treu zu sein, wird auch er die
Treue halten. |
Miteinander haben die Beiden ihr Leben gestaltet,
ein Geschäft aufgebaut, vier Kindern ein Zuhause
gegeben und sie auf dem Weg ins Erwachsenenleben
begleitet. Heute sind auch Enkelkinder dabei, die
den Großeltern eine große Freude sind.
Pfarrer Boch vermutete, dass das Jubelpaar am Besten
sagen kann, wie sie Gottes Begleitung in ihrem Leben
erfahren haben. |
 |
|
| Wer im Bewußtsein lebt, dass Gott uns täglich
mit seiner Güte umhüllt, wird dankbar. Das Leben
hier auf Erden bekommt im Horizont der Gegenwart Gottes
einen ganz anderen Glanz: Die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit
Gottes strahlt uns schon jetzt aus der Zukunft an und
gibt Mut zum weiter gehen auf unserem Weg. |
 |
Pfarrer Boch meinte, dass der Trauspruch
gut gewählt war, als Leitspruch für den
gemeinsamen Lebensweg. Der lebendige Gott war, ist
und will auch in Zukunft Wegbegleiter und Zuflucht
in guten und in schweren Zeiten sein.
Pfarrer Boch sprach die Hoffnung aus, dass Gott
dem Jubelpaar noch viele gemeinsame Jahre schenken
möge.
Zum Ende seiner Festpredigt wünschte sich Pfarrer
Boch, dass alle die in diesem Festgottesdienst versammelt
waren, dem lebendigen Gott vertrauen. |
|
| Eine Hochzeitskutsche hatte das Jubelpaar
an diesem Tag zur Kirche gebracht und holte es nach dem
Festgottesdienst auch wieder ab. |
|
|