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Am Freitag haben Sandra und Thorsten Zimmermann auf
dem Standesamt vor dem Gesetz die Ehe geschlossen. In
die Kirche kamen sie am Samstag, den 13. September 2003,
um auch vor Gott zueinander „Ja“ zu sagen
und um seinen Segen für sie selbst und ihr gemeinsames
Leben zu bitten.
Pfarrer Boch wünschte ihnen, dass der gütige
und barmherzige Gott sie auf ihrem gemeinsamen Weg begleite
wird. Alle erinnerte er an diesem Tag daran, dass Gott
uns Menschen liebt wie kein anderer. |
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Kurz nach der Urlaubszeit vermutete Pfarrer Boch,
dass Mancher der Festgemeinde vor kurzem vielleicht
unterwegs war. Dabei begegneten ihm Menschen und
er sah Dinge die einen Eindruck hinterlassen haben,
vielleicht eine kleine Kapelle, ein alter Baum oder
ein schönes Tal.
Auch auf unserem Weg begegnen uns Menschen, deren
Lebensweg sich mit unserem kreuzt oder solche, die
mit uns ein längeres oder kürzeres Stück
des Weges gehen.
Das Hochzeitspaar, ist sich vor wenigen Jahren begegnet,
so wußte Pfarrer Boch. Im März 1999 auf
der Meisterschule haben sie sich kennen gelernt.
Die Sympathie war sofort da, sie haben viel miteinander
gesprochen und die Liebe erfasste sie. Es ist ein
großes Glück, wenn man einen Menschen
findet, der bereit ist, nicht nur eine kurze Romanze
zu erleben, nicht nur in eine Freundschaft auf Zeit
zu investieren, sondern einen Menschen zu finden,
der bereit ist, den ganzen Weg mit zu gehen. |
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Wo so aus zwei getrennten Wegen ein gemeinsamer wird,
da wird es spannend für die beiden. Nun redet ein
anderer mit, bringt ein anderer seine Bedürfnisse
und Vorstellungen mit ein, wenn es um die Gestaltung des
Lebensweges geht.
Der erste Band des Romans der „Herr der Ringe“
heißt im Deutschen „Die Gefährten“
. Hier wird gezeigt, wie spannend es ist, wenn Gefährten
auf einem Weg gemeinsam beieinander sind. Es wird vom
Glück, das die Gefährten miteinander erleben
erzählt und von Krisen, wenn unterschiedliche Ansichten
sie auseinander bringen wollen, und wie sie dennoch aneinander
festhalten.
Wo Menschen miteinander unterwegs sind, geht es darum,
unterschiedliche Meinungen sinnvoll miteinander zu verknüpfen,
und das gemeinsame Ziel immer im Auge zu haben. Eine solche
Weggemeinschaft entsteht aber nicht von selbst, beide
müssen sich zeitlebens darum bemühen.
Pfarrer Boch meinte: Weggefährten, die sich lieben,
erzählen einander von ihren Träumen, von ihren
Sehnsüchten, von den Zielen des Lebens, sie wählen
sich Ziele, die sie gemeinsamen erreichen möchten
und gehen miteinander los. Dabei können sie beide
auch einmal etwas zurückstecken und sind fähig,
Kompromisse einzugehen.
Wo zwei Menschen so ihr Leben teilen, brauchen die beiden
ein paar grundlegende Dinge, die dringend erforderlich
sind, damit sie auch gemeinsam auf dem Weg bleiben können.
Der Trauspruch, den das Hochzeitspaar für ihre Ehe
wählte, sagt, was beiden wichtig ist. Im 1. Brief
des Apostels Paulus an die Korinther heißt es in
Kapitel 13, Vers 13:
"Nun aber bleiben Glaube,
Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte
unter ihnen." |
Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei Dinge
sind es, die Euch selbst und Eure Beziehung zueinander
lebendig halten, so meinte Pfarrer Boch.
Nehmen wir den Glauben. Paulus meint dabei nicht
etwa einen unverbindlichen Gottesglauben, so nach
dem Motto: „irgendein höheres Wesen muss
es wohl geben.“ So ein Glaube kann vielleicht
ein gutes Gefühl geben aber ein festes Fundament
kann nur der Glaube an den lebendigen Gott geben.
Und an Jesus Christus, der verheißen hat,
alle Tage bei uns zu sein, bis ans Ende der Welt.
Die Zukunft ist ein unbekanntes Land das vor uns
liegt, aber es ist einer da, der unser Leben in
der Hand hält, darum sagt das Brautpaar auch:
"Ja, mit Gottes Hilfe".
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| So kommt die Hoffnung dazu. Die Hoffnung auf Jesus Christus,
der dem Tod die Macht genommen hat durch seine Auferstehung.
Pfarrer Boch vermutete, dass einige jetzt denken: Merkwürdig,
an einem Tag wie diesem, vom Tod zu reden. Doch der Tod
steht nicht nur am Ende unseres Lebens, sondern tritt
immer auch dort in unser Bewusstsein, wo Ehepartner sich
nicht mehr verzeihen, wo sie nicht mehr miteinander reden,
wo sie nicht mehr aufeinander achten. Deshalb gehört
die Hoffnung auf die Auferstehung ins Leben hinein. Als
Hoffnung, dass sie wieder anfangen miteinander zu reden,
sich wieder verzeihen, sich mit ganz neuen Augen sehen
lernen und so immer wieder lernen, einander zu lieben. |
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Und damit sind wir beim dritten: der Liebe. Paulus
nennt sie das Größte. Denn wo die Liebe
fehlt, da wird das gemeinsame Leben fad und leer
werden. Ihr werdet Eure Pflichten erfüllen,
und bleibt doch ohne Erfüllung. Ihr werdet
vielleicht Eure Verantwortung füreinander wahrnehmen,
aber werdet kaum mehr aufeinander achten, so Pfarrer
Boch.
Im Bild, das Gott in der Bibel von unserem Leben
zeichnet, ist die Liebe das erste und wichtigste
Gebot.
Gott selbst ist die Quelle aus der wir Liebe schöpfen
können.
Pfarrer Boch gab dem Brautpaar den Rat, dass sie
auf ihrem Weg immer in Gottes Nähe bleiben
mögen. Dann werden sie erleben, wie er auch
ihre Liebe stark machen wird. |
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| Freunde des Hochzeitspaares bereicherten den Festgottesdienst
durch verschiedenen Musikbeiträge. |
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