Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Am Samstag den 25. September 2004 kamen Stephanie und Andreas Roth mit Familienangehörigen, Freunden und Bekannten in die Kirche um Ihre Ehe auch vor Gott zu bestätigen.
„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat! Seien wir fröhlich und freuen uns an ihm!“ Mit Worten der Freude aus Psalm 118 begrüßte Pfarrer Boch die Festgemeinde zu Beginn des Gottesdienstes.

am Eingang zur Kirche Freude drückt sich besonders darin aus, wenn wir Danke sagen. So können wir uns nicht nur für Geschenke sondern auch für Menschen und Umstände bedanken. Pfarrer Boch meinte darum auch, dass gerade ein Brautpaar Grund hat für den Menschen dankbar zu sein, der auf dem Lebensweg mitgehen möchte. Im Leben gehen wir viele Wege, manche allein und manche in Begleitung. Mit den Menschen an unserer Seite verbindet uns Freundschaft, Zuneigung oder Partnerschaft. Gemeinsame Weggefährten trennen sich manchmal auch wieder. So verlaufen die Lebensrichtungen von Geschwistern oft verschieden und Kinder gehen als Erwachsene ihre eigenen Wege. Es gibt auch schmerzliche Trennungen, wenn eine Freundschaft zerbricht.
Wenn zwei Menschen aber in Liebe zusammen unterwegs sind ist das ein Grund zur Freude. Pfarrer Boch wusste davon, dass das Brautpaar sich schon vor mehr als 10 Jahren auf der Kartbahn kennen gelernt hat. Aus Verliebtheit ist mehr geworden und jetzt verbindet sie mehr als gemeinsame Interessen.
Vor der Gemeinde und vor Gott hat das Brautpaar versprochen, den Weg gemeinsam in die Zukunft zu gehen.
Der Trauspruch, der als Leitwort über dem gemeinsamen Weg steht, beinhaltet eine starke Zusage Gottes. In Matthäus 28 sagt Jesus dem Paar zu: Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.
Dies ist länger als wir uns denken können. Wir haben einen Gott der mitgeht, auch wenn wir in die Irre gehen. Viele Menschen wissen nichts, oder wollen nichts von diesem Gott wissen. Er drängt sich nicht auf, er läßt jedem seinen Freiraum. Aber die ihn in ihr Leben aufnehmen, können seine Nähe spüren.
Das Brautpaar ist in die Kirche gekommen, um den gemeinsamen Weg unter Gottes Segen zu stellen. Wer schon länger zusammen auf dem Weg ist, kann bestimmt zustimmen, dass das Zusammenleben einiges von den Partnern abverlangt, so meinte Pfarrer Boch.
im Festgottesdienst
Es ist toll miteinander zu entdecken was einem verbindet und Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Aus menschlicher Sicht erscheinen die Voraussetzungen günstig in dieser Ehe. Sie kocht gerne und er ißt gerne, wußte Pfarrer Boch, so ergänzen sie sich gut. Sie haben schon manches beieinander entdeckt, anderes wird noch folgen. An diesem Tag setzt Jesus noch etwas drauf: Das Ehepaar wurde einander anvertraut. Dies beinhaltet auch eine große Verantwortung.
Freude breitet sich aus Aber Pfarrer Boch sagte dem Paar zu, dass sie diese nicht alleine tragen müssen. Mit seinem Segen verspricht der lebendige Gott sie zu einem guten Ziel zu begleiten.
Man hört oft den Satz: Der Weg ist das Ziel. Dieser ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Weg ein Ziel hat, sonst irrt man ausweglos umher. Für Christen ist Jesus das Ziel, die Vollendung des Lebens. Er möchte Stephanie und Andreas zur Seite stehen auch wenn sie in ihrem Leben nicht immer klar den richtigen Weg erkennen werden.
Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, dass sie nicht aufhören mögen an Gott und aneinander festzuhalten. Dabei muss Jesus eine bleibende Rolle spielen und nicht nur der Retter in der Not sein. "Egal wo der Weg auch hinführt, bewahrt euch die Hoffnung dass Jesus da ist, bis ans Ende der Welt."

Im Lied "Freut euch im Herrn allezeit" ertönte auf der Orgel musikalisch die frohe Stimmung.
Vor der Kirche wartete eine große Schar Menschen um ihrer Freude über diese Hochzeit in verschiedenster Weise Ausdruck zu verleihen.
 
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