Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Der Himmel vergoß manche Freudenträne, als am 8. Mai 2004 Rita und Thilo Seitz zu ihrer kirchlichen Trauung in die Kirche kamen. Tochter Karla wurde in diesem Festgottesdienst auch getauft.
auf dem Weg zur Kirche

Schon im September 2002 hatte sich das Paar auf dem Standesamt das Jawort gegeben. An diesem Tag wollte das Ehepaar in einem Traugottesdienst auch vor Gott zueinander „Ja“ sagen und ihm danken für die gemeinsame Zeit, die sie bisher miteinander leben konnten, und ihn um seinen Segen für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg bitten.
Als Eltern brachten sie, zusammen mit den Patinnen, ihre Tochter Karla zur Taufe. Sie wurde in die Gemeinschaft der Getauften aufgenommen. Für Karla begann damit der Weg im Glauben. Gott selbst hat ihr im Wasser der Taufe und durch seinen Segen zugesagt, daß er zu ihr steht und sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten möchte. Wir hoffen, daß sie später selbst einmal „JA“ zu ihrer Taufe und zum Glauben sagen kann.
Als Ausdruck des Dankes an Gott für diese beiden fröhlichen Anlässe und sang die Festgemeinde: Lobe den Herren

Es ist eine tolle Sache, Hochzeit zu feiern – wenn zwei Menschen sich in Liebe zueinander gefunden haben, und wenn ihre Liebe sie dazu treibt, das Leben miteinander zu teilen. Es ist schön Menschen zu haben, die ihre Liebe zu uns ausdrücken in Worten und Gesten.

Wer aufmerksam in unsere Welt hinein blickt, der hat es schwer, Spuren der Liebe zu finden. Fast überall in der Welt werden Menschen von anderen Menschen bedrückt und mißhandelt.
Lasst alles bei euch in Liebe geschehen!
Diesen Vers aus dem 1. Brief des Paulus an die Korinther hat sich das Hochzeitspaar als Trauspruch ausgesucht.
Hier spricht einer, der der Macht der Liebe traut. Einer, der weiß, dass Liebe selbst Mauern zum einstürzen und Eis zum Schmelzen bringen kann. Paulus vertraut auf die Liebe, weil er die Quelle der Liebe kennt. Die Liebe, die ihn trägt und hält, ist die Liebe Gottes. Seine Liebe, die in Jesus Christus menschliche Gestalt angenommen hat. im Festgottesdienst
Wo immer wir Liebe erleben, wo immer sie Herzen wärmt und in Menschen ihr Feuer entfacht, da haben wir es mit Gott zu tun - ob wir das glauben oder nicht.
Lasst alles bei euch in Liebe geschehen! - Für ein Paar, das miteinander am Beginn eines gemeinsamen Weges steht, bietete dieses Motto eine gute Perspektive für die Partnerschaft. Pfarrer Boch meinte, dass gerade dann, wenn ein Paar schon länger miteinander unterwegs ist, dies ein guter Leitspruch für das Miteinander ist. Denn da, wo die Liebe zur Gewohnheit wird, wird sie allzuleicht als selbstverständlich hingenommen und irgendwann verliert man sie ohne es zu bemerken.
Und auch da, wo die Partnerschaft sich verändert, weil ein Kind geboren wurde, ist es wichtig, an der Liebe zueinander fest zu halten. Durch ein Kind bekommt die Liebe der Eltern zueinander eine neue Qualität.
Karla wird getauft

Noch bevor die Eltern wußten, dass Karla unterwegs ist, hat Gott gewollt, dass sie zur Welt kommt. In der Taufe wird diese Liebe Gottes sichtbar zugesagt.

Als Taufspruch haben die Eltern Vers 11 aus dem 91 Psalm gewählt:
"Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest."
Dies kann man nur von jemand erbeten, dem man sehr viel zutraut und von dem man glaubt, dass er uns Menschen sehr liebt.
Pfarrer Boch sagte, dass wir uns das viel zu wenig bewusst machen, dass Gott uns unendlich mehr liebt, als es Menschen je tun können. Wie leidenschaftlich Gott uns liebt, sehen wir an Jesus Christus.

In seinem Sohn hat Gott uns vorgelebt, wie Liebe geht: er hat gezeigt, dass es eine Liebe gibt, die uns auf wunderbare Weise umfängt.
Liebende brauchen mehr als Zuneigung zueinander, mehr als Verständnis und Vertrauen. Liebende brauchene einen Halt außerhalb ihrer selbst. Sie brauchen die Liebe Gottes, die beide Partner mit Liebe erfüllt.
Wie aus einer Quelle kann dann die eigene Liebe immer wieder durch die Liebe Gottes genährt und erfrischt werden.
Pfarrer Boch wies das Hochzeitspaar darauf hin, dass der Ort, wo wir hier in dieser Welt, auf ganz irdische Weise die Liebe Gottes immer wieder neu empfangen können, die Gemeinschaft all derer ist, die Jesus Christus nachfolgen. In der Gemeinde ist die Liebe Gottes am Werk: in Predigt, im Abendmahl und im geschwisterlichen Miteinander. Dort können wir die Liebe Gottes neu erfahren und immer wieder zugesagt bekommen.
 
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