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| Am 3. April 2004 kamen Kerstin und Oliver Wolf mit Familienangehörigen
und Freunden in die Kirche um vor Gott JA zueinander zu
sagen und ihre Ehe unter Gottes Segen zu stellen. |
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In der Bibel finden wir Geschichten die tiefe
Wahrheiten in sich bergen und die spannend vom
Leben vieler Menschen erzählen, das wir mit
unserem eigenen Erleben verknüpfen können.
Es sind Geschichten von zeitloser Gültigkeit
und der Trauspruch des Brautpaares stammt aus
so einer Geschichte.
In Rut 1 Verse 16 und 17 lesen wir:
"Wo du hingehst, da will ich auch hingehen;
wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist
mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du
stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch
begraben werden. Der HERR tue mir dies und das,
nur der Tod wird mich und dich scheiden."
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| In der Bibel macht diese Aussage eine junge Frau ihrer
Schwiegermutter, aber es ist damit nichts anderes gemeint,
als ein Hochzeitspaar sich verspricht. |
Pfarrer Boch wußte, dass das der Bräutigam
der Braut im Oktober in Paris einen Heiratsantrag
machte und sie sich dort schon das Versprechen gaben
gemeinsam den Lebensweg zu gehen
.
Am Vormittag hatten beide die Ehe auf dem Standesamt
geschlossen und in der Kirche stellten sie sich
dann unter Gottes Segen.
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| Auch wenn in der Geschichte des Trautextes Rut und ihre
Schwiegermutter Noemi nicht viel über Gott reden,
so zeigen sie doch deutlich, in der Art wie sie leben,
dass Gott für andere erfahrbar werden kann. |
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Rut entscheidet sich dafür mit Noemi in eine
ungewisse Zukunft zu gehen. Sie bleibt bei ihrer
Schwiegermutter als diese, nach dem Tod von Mann
und Söhnen, beschließt zurück in
die Heimat zu gehen. Da ging es nicht darum wer
den richtigen Gott, die richtige Nationalität
oder Recht hat. Da erscheint Gott als Ende und Ziel
eines Weges, der nur gegangen werden kann, wenn
Menschen sich lieben.
Rut stellt uns einen Glauben vor, der all die trösten
kann, die Gott suchen, die nach ihm fragen.
Anders als in vielen Beziehungs- und Zweiergeschichten,
die im Laufe der Menschheitsgeschichte geschrieben
wurden, sichert sich Rut nicht ab. Sie hält
nichts in Händen, das ihr Vertrauen erklärt.
Tief in ihr, weiß sie auf wen sie sich verlassen
kann. Das ist das Geheimnis so mancher funktionierender
Zweierbeziehung, meinte Pfarrer Boch.
Die beiden Frauen in der Geschichte der Bibel fanden
was sie suchten und brauchten. Einander annehmen,
in dem Wissen, das mein Leben von Gott getragen
ist, |
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darum ging es nicht nur damals vor 3000 Jahren.
Damals wie heute kann Leben gelingen.
"Geschichten gehören nicht denen, die
sie schreiben, noch denen, die sie erzählen,
sondern denen die sie brauchen!" Diese Weisheit
gilt besonders für die Geschichten aus der
Bibel. Wer sie nur liest als Erzählungen aus
ferner Zeit, wird wenig davon haben. Wenn wir es
aber ernst nehmen, dass Gott selbst in ihnen zu
uns spricht, werden sie lebendig und sinnvoll für
unsere Wirklichkeit.
Pfarrer Boch wünschte dem Hochzeitspaar, dass
sie die Geschichte der beiden Frauen in der Bibel
verweben können mit ihrer eigenen Geschichte,
damit das gemeinsame Leben gelingt. |
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