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| Vor 60 Jahren haben Werner und Luise Roth
in Ittersbach geheiratet. Am 4. April 2005 feierte das
Jubelpaar mit der Familie, Freunden und Verwandten das
seltene Fest der diamantenen Hochzeit, mit einem Dankgottesdienst
in der Kirche in Liedolsheim. |
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Das Lied: "Lobe den Herren, den mächtigen
König der Ehren", erklang zu Beginn
des Gottesdienstes.
Bei einer diamantenen Hochzeit ist es naheliegend
über die Eigenschaften eines Diamanten nachzudenken.
So wies Pfarrer Boch darauf hin, dass ein Diamant
sehr hart ist und haltbarer als die Edelmetalle
Gold und Platin. Wenn ein Diamant geschliffen
ist, so spiegelt sich das Licht in vielen bunten
Farben darin, wie die Farben in einem Leben. Und
wie die verschiedenen Facetten erst den besonderen
Glanz ergeben, braucht es in einem Leben auch
einen Schatz an Erfahrungen um Weisheit wieder
zu spiegeln.
"Der Herr ist mein Hirte", den bekannten
Psalm 23, sprach Pfarrer Boch am Anfang der Feierstunde. |
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| 60 Jahre sind eine lange Zeit, manches ist in der Welt
und im Leben des Jubelpaares in diesen Jahren geschehen.
In Berlin haben sich die Beiden kennengelernt, so wußte
Pfarrer Boch zu berichten. |
Die Hochzeit war in den letzten Wochen vor
Kriegsende und das war keine so ruhige Zeit wie
heute. Die Feier fand, durch den Einmarsch französischer
Truppen, ein jähes Ende. Auch die Eheringe
musste das junge Paar damals abgeben. So wechselten
sie in diesem Dankgottesdienst noch einmal die
Ringe, als Zeichen ihrer Treue.
In 60 Jahren kann eine Eiche groß werden
und ein Papagei ist mit 60 Jahren in der Blüte
seines Lebens. 720 Monate oder 21900 Tage oder
525600 Stunden sind 60 Jahre.
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| Viel Platz ist in dieser Zeit. So hat das Jubelpaar
viel erlebt. Gutes und Schweres ist in dieser Zeit geschehen.
Nach der harten Nachkriegszeit, die Zeit des Neubeginns
und das Wirtschaftswunder, den kalten Krieg und andere
Kriege bis hin zum letzten Krieg im Irak. Reife und Weisheit
des Alters gehören dazu um zu erkennen, wie Gott
sie im Leben geführt und bewahrt hat. |
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"Die auf den HERRN
hoffen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt,
der ewig bleibt."
Der Beter des Psalms weiß, dass es im Leben
nicht nur Gutes und Schönes gibt. Manche
Dinge die geschehen lassen uns unsere Schuld empfinden.
Wer aber auf Gott seine Hoffnung setzt, kann erkennen,
dass Gott uns nicht fallen lässt. Er schenkt
die Möglichkeit neu anzufangen mit einer
Perspektive die über diese Zeit hinausreicht.
Gott ist wie ein Felsen in der Brandung, wer ihm
vertraut, ist in hellen und dunklen Zeiten geborgen
und hat eine Heimat.
Gott hat dem Ehepaar eine lange gemeinsame Zeit
geschenkt und immer können sie noch für
einander da sein. In dieser Zeit hat sich die
Liebe gewandelt. Es ist nicht mehr die gleiche
die vor vielen Jahren Luise die Kraft gab ihren
Werner im Lazarett zu besuchen. Manches haben
sie in der vergangenen Zeit durchgestanden und
die Liebe ist dabei gereift.
4 Kinder hat das Paar bekommen, wovon eines früh
starb.
4 Enkel und 4 Urenkel können heute mitfeiern.
Wo ein Ehepaar dem lebendigen Gott vertraut, darf
es erfahren, dass er eine Stütze im Leben
ist und Großes für uns bereit hat,
egal wo und wie wir leben. Wir sollen etwas von
seiner Liebe in die Welt hinaustragen.
Pfarrer Boch wünschte dem Jubelpaar, dass
sie weiterhin auf den Herrn vertauen, von dem
der Trauspruch erzählt.
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| Landesbischof Dr. Ulrich Fischer gratulierte
in einem Brief dem Jubelpaar mit herzlichen Worten. Er
wünschte ihnen, dass sie Gottes Freundlichkeit auch
durch die vielen Glückwünsche an diesem Tag
spüren mögen. |
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| Das Lied "Nun danket alle Gott"
brachte, am Ende des Festgottesdienstes, den Dank für
die vergangene Zeit noch einmal musikalisch zum Ausdruck. |
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