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Am 29. Oktober 2005
konnte Pfarrer Boch Elisabeth und Desider Hettesheimer
bei strahlendem Sonnenschein anläßlich der
Feier ihrer goldenen Hochzeit begrüßen. |
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Vor 50 Jahren hatten
sie sich hier vor dem Altar das Jawort gegeben und
nun wollten sie in einem Dankgottesdienst mit Verwandten,
Freunden und Nachbarn diesen Festtag begehen. Damals
wurde ihnen von Pfarrer Püschel Gottes Segen
zugesprochen. An diesem Festtag können sie
nun auf ein großes Stück gelebtes Leben
zurückblicken und beurteilen wo dieser Segen
für sie spürbar geworden ist.
Im Gottesdienst sollte neben dem Dank auch die Bitte
um Gottes Begleitung auf dem weiteren Lebensweg
ausgesprochen werden.
Gottes Güte können wir oft nur im Rückblick
richtig erfassen. Diese Rückschau hält
auch der Beter des Psalm's 103. Verse daraus las
Pfarrer Boch:
" Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß
nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle
deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich
krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen
Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst
wie ein Adler...
Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig
und von großer Güte. Lobet den HERRN,
alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen
Willen tut!
Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten
seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!" |
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| Die Landfrauen, die den Gottesdienst musikalisch
bereicherten, nahmen dieses Lob mit einem Lied auf. Lange
Zeit sang das Jubelpaar im Kirchenchor und erfeuen sich
bis heute an Liedern und Chorälen, die von Gottes
Güte und Treue erzählen. |
| Vieles ist geschehen
in diesem halben Jahrhundert. Das Jubelpaar könnte
von Freud und Leid berichten, von Geburten und
neuem Leben und von Tränen beim Verlust lieber
Menschen und auch von der Liebe und dem Zusammenhalten
in der Familie. Pfarrer Boch las zu Beginn seiner
Ansprache aus dem Artikel des Dettenheimer Anzeigers,
der dieses Freudenfest ankündigte:
"In Dankbarkeit begehen die Eheleute Hettesheimer
im Kreise ihrer Kinder und dreier Enkelkinder,
sowie der Freunde und Verwandten ihre Festlichkeit."
Es ist ein geschenkter Tag, voll schöner
Begegnungen und Erinnerungen, es ist aber auch
ein Fest, das den hoffnungsvollen Blick in die
Zukunft lenkt, meinte Pfarrer Boch.
Im hoffnungsvollem Ausblick auf das was vor ihnen
liegt, können sie Kraft schöpfen und
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sich ermutigen lassen, ohne zu vergessen,
dass das Leben auch manchmal schwer ist.
Wer aus der Erinnerung an Gottes Güte lebt
merkt, dass das Leben zu bewältigen ist, auch
wenn es schwer wird.
Die gegebene und empfangene Liebe in der Familie
und bei der Arbeit bestätigen an diesem Tag,
dass sie füreinander bestimmt waren.
Nach Flucht und Vertreibung ist Liedolsheim für
Herrn Hettesheimer zur neuen Heimat und zum vertrauten
Wohnort geworden. |
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Vor 50 Jahren hat Pfarrer Püschel
dem Brautpaar einen Vers aus dem Johannesevangelium auf
den gemeinsamen Weg mitgegeben: "
Jesus sagt: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich."
Jesus macht in diesen wenigen Worten deutlich, was für
jemanden gilt, der sein Leben im Horizont Gottes begreift.
Die richtige Richtung suchen und Orientierung finden,
das hat das Paar erleben dürfen. |
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Im ersten Teil des Verses,
wird der Weg und die Richtung vorgegeben. Im 2. Teil eröffnet
Jesus im Hinweis auf den Vater das Ziel.
Damit wir Gottes Liebe und seine ewige Treue nicht vergessen,
gibt er uns zeitliche Zeichen.
Eines von ihnen ist die Ehe, wo Mann und Frau einander
als verlässlich erfahren und miteinander gemeinsames
Leben gestalten.
Pfarrer Boch wünschte dem Jubiläumspaar, dass
ihnen dies weiterhin gelingt. |
Nach dem Gottesdienst
konnte das Brautpaar von vielen Gratulanten Glückwünsche
entgegennehmen. |
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