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| Am 29. Juli 2005 kamen Gertrud und Konrad
Oberle mit Verwandten und Freunden in die Kirche, um in
einem Festgottesdienst Gott für die zurückliegenden
50 Jahre zu danken. |
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Wenn Zwei sich lieben machen sie sich Geschenke, gerne Blumen, besonders Rosen,
rote Rosen, so meinte Pfarrer Wicke zu Beginn
der Feierstunde.
Ein Verwandter sang das Lied "Die Rose"
und Enkel Lennard las Psalm 23, "Der Herr
ist mein Hirte".
Der Psalmbeter schaute in diesen Zeilen damals
zurück und stellte fest, dass Gott in allen
Lebenslagen bei ihm gewesen ist.
Die Orgel erklang mit der Melodie "Freut
euch im Herrn allezeit" .
Dazu haben das Ehepaar Oberle allen Grund, meinte
Pfarrer Wicke. Am 30. Juli vor 50 Jahren wurde
das Paar in der Matthäuskirche von Pfarrer
Oest getraut. Er hatte beide konfirmiert und war
in der Zwischenzeit nach Karlsruhe versetzt worden.
Pfarrer Wicke fragte das Jubelpaar ob sie sich
noch an ihre Gedanken damals erinnern können
und er war sich sicher, dass sie bestimmt die
Bitte im Herzen hatten, dass der gemeinsame Lebensweg
gut verlaufen würde.
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| Kurz nach dem Krieg war dies nicht selbstverständlich,
doch heute können sie sagen, Gott hat uns reich gesegnet.
Es ist gut an so einem Tag Rückschau zu halten und
dankbar zu sein für die Gesundheit, das Auskommen,
den Frieden bei uns, für Haus und Hof wo man sich
wohl fühlen kann, Kinder und prächtige Enkel. |
| Pfarrer Wicke gab in
seiner Ansprache einen kurzen Abriss der Lebens-stationen
des Paares. Herr Oberle wurde 1946 konfirmiert und
begann ein Jahr später seine Schuhmacherlehre.
Lieber wäre er Schreiner geworden, aber auch
damals musste man nehmen was angeboten wurde. 1951
hat er sich selbstständig gemacht und zwei
Jahre später einen eigenen Schuhladen eröffnet.
In den 80er Jahren hat er für die Bundeswehr
gearbeitet und nebenbei Fahrten für das Rote
Kreuz durchgeführt. Anfang der 90er Jahre ließen
Herzprobleme ihn eine kritische Zeit erleben. Heute
ist er dankbar noch in seinen Werkstätten arbeiten
zu können. Frau Oberle wurde in Hochstetten
geboren aber wuchs hier am Ort auf. In Bad Rippoldsau
war sie nach der Schule im Hotelfach tätig
und später in Karlsruhe in einem |
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Haushalt. Nach der Heirat konnte das Paar sich über
die Geburt von vier Kindern freuen.
Pfarrer Wicke erinnerte an die Stunden der Angst, als
ein Sohn nach einem Unfall zu Tode kam. Als Christen glauben
wir, dass Udo nun bei Gott geborgen ist und aus der Ewigkeit
zuschaut. |
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"Siehe ich bin bei euch alle
Tage bis an der Welt Ende", diesen Trauspruch
hat Pfarrer Oest dem Paar vor 50 Jahren mit auf
den Weg gegeben, als einen Zuspruch, Gott in guten
und schlechten Tagen zu vertrauen.
Wo Gottes Liebe nicht die Herzen erwärmt,
herrscht Finsternis und Kälte. Wir sehen
tagtäglich in den Nachrichten wie Menschen
einander Böses zufügen. Da wird deutlich
welche Verblendung es ist, wenn Gott nicht mehr
im Regiment ist. In der Bibel lesen wir, wie Jesus
sagte: "Glaubt an das Licht, solange ihr
es habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet."
Bleibt in Christus, denn dies ist der gute Weg,
der Segensweg, so sagte Pfarrer Wicke. Dieser
Weg führt einmal heim zum Vater wenn der
irdische Weg zu Ende geht. Christus, Gottes Sohn,
wird uns dann heimführen. Dorthin ist Sohn
Udo schon vorausgegangen.
Gott wird abwischen alle Tränen von unseren
Augen, dies ist unser Glaube und unsere Hoffnung.
Pfarrer Wicke wünschte dem Jubelpaar Gottes
Segen.
Am Ende des Festgottesdienstes wurde die Feier
durch den Liedbeitrag "Ich bete an die Macht
der Liebe" bereichert.
Pfarrer Wicke übergab dem Ehepaar noch ein
Schreiben mit den Glückwünschen des
Landesbischofs Dr. Fischer und ermunterte sie,
dies am nächsten Tag zusammen zu lesen. |
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| Bei strahlendem Sonnenschein verabschiedete Pfarrer
Wicke die Festgemeinde und wünschte ihnen noch einen
schönen Verlauf der Feier. |
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