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| Vor 50 Jahren, am 25.6.1955 wurden Lisa
und Karl Seitz in der Kirche in Liedolsheim von Pfarrer
Backfisch aus Rußheim getraut. Nun kamen sie mit
Verwandten und Freunden zu einem Festgottesdienst in die
Kirche, um Gott für die zurückliegende Zeit
zu danken und neu um seinen Segen zu bitten. |
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Mit Worten aus Psalm
92, "Das ist ein köstlich Ding, dem
HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster",
begrüßte Pfarrer Boch die Anwesenden.
Der Psalmbeter weiß, dass im Leben Gott
mitgeht, auch wenn man ihn nicht spürt.
Als Schriftlesung las Pfarrer Boch den Trauspruch
des Paares, das Gleichnis vom Hausbau aus Matthäus
7.
Darin wird in eindrücklichen Worten klar,
wie wichtig es ist, das richtige Fundament zu
haben.
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Für das Leben heißt dies, auf
Jesus zu bauen. Dann wird es einem ergehen wie es in Psalm
91 beschrieben ist:
" Wer unter dem Schirm des
Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen
bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und
meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe."
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Die Sängervereinigung, deren Mitglied Herr
Seitz ist, bereicherte den Festgottesdienst mit
den Liedern: "Herr deine Güte reicht so
weit der Himmel ist", "Ich bete an, die
Macht der Liebe" und "Heilig, heilig,
heilig ist der Herr".
Das Jubelpaar hatte sich gewünscht, dass an
diesem Tag über die beiden Verse au Psalm 91
gesprochen wird.
Wer es schon einmal erlebt hat, bei einem Platzregen
keinen Unterstand zu finden oder in praller Sonne
draußen ist, der weiß, wie wohl es tut
unter einem Schirm Schutz zu finden.
Pfarrer Boch meinte, dass wir es erahnen können,
was der Beter damit sagen wollte. |
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| Wer 50 Jahre miteinander unterwegs ist,
kann nachempfinden was es heißt eine Zufluchtstätte
zu haben. Damals konnten beide nicht wissen ob sie diesen
Tag gemeinsam erleben werden. Herr Seitz hatte den seltenen
Beruf des Wagners erlernt und bald war abzusehen, dass
dieser nicht mehr gebraucht würde. So musste er flexibel
sein und mit ihm seine Frau, die einen Sohn zur Welt gebracht
hatte. |
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Dann wurde Frau Seitz
schwer krank und es kam eine Zeit der Bewährungsprobe.
Mit Hilfe von Verwandten und Gottes Beistand konnte
die Familie diese Krise meistern und sich über
die Geburt einer Tochter freuen.
Gerade da wo wir spüren, dass der Boden unter
den Füßen schwankt, ist es gut zu wissen,
worauf man sich verlassen kann.
Eine Versicherung kann nur finanzielle Schäden
ausgleichen. Vorausschauend zu leben ist als Schutz
vor Krankheit und Unfall nur begrenzt wirksam. Der
Bibelvers erzählt von einem Halt auf den wir
vertrauen können. Der lebendige Gott begleitet
uns durch Höhen und Tiefen. Gott schenkt uns
die Freiheit eigene Schritte zu gehen und hält
seine Arme offen um uns aufzufangen wenn wir fallen.
Wo wir unser Vertrauen auf Gott setzen wird es nicht
enttäuscht. |
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Pfarrer Boch wünschte dem Paar, dass sie im Rückblick
alle Zeiten im Horizont der Liebe Gottes sehen können.
Auch die Glückwünsche des Landesbischofs, Dr.
Fischer, konnte Pfarrer Boch überbringen . Er wünschte
ihnen, dass sie offen für Gottes Gegenwart bleiben
und erinnerte an die Jahreslosung in der Jesus uns zusagt,
dass wir durch seine fürbittende Begleitung im Glauben
nicht allein sind. |
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