Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Die Kirchliche Trauung von Jörn und Silke Knieriemen, geb. Eigel fand am 3. September 2005 in der evangelischen Kirche in Liedolsheim statt. Pfarrer Boch begrüßte Freunde und Verwandte des Paares, die zum Teil von weit angereist waren und dieses Fest zu feiern.
Einzug in die Kirche Weil Gott selbst die Liebe ist – wie die Bibel es uns sagt - ist es gut, wenn ein Hochzeitspaar Gott mit hinein nimmt in seine Ehe, wenn die beiden Partner ihm Raum geben, damit Gottes Liebe ihre Liebe zueinander immer wieder stärken und erneuern kann.
Am Morgen hatte das Brautpaar auf dem Standesamt ihre Lebensverbindung für gültig erklärt. Nun wollten sie diese Entscheidung unter Gottes Segen stellen und damit der Welt und der Gemeinde zeigen:
Unsere zwei Leben, die wir in Zukunft als eine Gemeinschaft leben wollen, soll von Gott begleitet und behütet werden. Gemeinsam das Leben zu meistern, das ist nicht nur eine reizvolle und schöne Absicht. Eine Aufgabe, die aber von zwei Partnern auch ein gehöriges Maß an Liebe zueinander, Achtung voreinander und Verantwortung füreinander erfordert.
Dass sich das Brautpaar dessen bewusst war und dass sie den gemeinsamen Weg auch mit Gott gehen möchten, machten sie schon damit deutlich, sie ihre Ehe unter ein Wort aus dem Buch Josua stellen, aus Kapitel 1, Vers 5 und 6:
„Ich will mit dir sein, ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen, sei getrost und unverzagt."

"Sei getrost und unverzagt." - vielleicht denkt jetzt so mancher:
Das sind eigenartige Worte zum Beginn einer Ehe. Warum sollten sie denn Trost brauchen und Mut, heute an diesem Festtag, heute am Tag Eurer Hochzeit?, so fragte Pfarrer Boch.
Beide wissent, dass es in der Beziehung zweier Menschen nicht immer nur Hochzeiten und schöne Erlebnisse gibt. Auch sie haben, seit dem Kennen lernen beim Betriebsausflug im Januar 2002 bis zum Entschluss zur Hochzeit manches miteinander erlebt, und es war durchaus kein geradliniger Weg, so wußte Pfarrer Boch.
Dass aus Verliebt-Sein Liebe wird und beide sich vorstellen können, miteinander als Ehepaar durchs Leben zu gehen, geht nicht von heute auf morgen.
Da die Arbeitsstellen weit voneinander lagen, sind sie zusammen hierher gezogen, um beisammen zu sein und kurze Wege zur Arbeit zu haben. Doch dann änderte sich alles wieder und Jörn arbeitet inzwischen wieder in Nürnberg und pendelt hin und her.
Doch sie haben dennoch nicht aufgegeben. Im Bewusstsein, dass sie zusammen gehören, haben sie sich - getrost und unverzagt - der Aufgabe gestellt, dennoch hier die Zelte aufzuschlagen und Heimat zu finden.
Gerade weil nicht alles glatt geht im Leben, weil nicht alles so läuft, wie manche eigene Planung es wünscht, ist es gut wenn Gott persönlich zusagt, dass er mitgeht. Er möchte zur Seite stehen, Mut und Gewissheit, Hoffnung und Zuversicht schenken.
im Gottesdienst
Gott drängt sich dabei aber nicht auf. Er reicht seine Hand als Angebot – und das Paar muss entscheiden, ob sie diese ergreifen wollen. Wenn sie sich auf seine Begleitung einlassen, werden sie merken, Gott ist dabei ganz behutsam. Fast unmerklich ist er ihnen nahe.
Musik bereichert den Festgottesdienst "Euer Tag und euer Leben soll ein glückliches werden - das werden euch heute alle Menschen wünschen, die euch begegnen", so meinte Pafarrer Boch und schloss sich diesem Wunsche an.
Er wünschte ihnen aber auch, dass sie ihr Leben als von Gott getragen erfahren werden. In seiner Nähe können sie Kraft und Mut schöpfen, um auch die schwierigen Abschnitte ihres Lebens zu bewältigen.
Denn gut ist es, wenn Liebende auch in Krisen aneinander festhalten. Noch besser ist es aber, wenn sie nicht nur aneinander festhalten, sondern, wenn beide in Gott einen festen Halt haben.
„Ich will mit Dir sein!“ das sagt nicht irgendein Gott, nicht irgendeine höhere Macht.
Der lebendige, dreieinige Gott stellt sich vor als der, der Beide auf ihrem gemeinsamen Weg an seine Hand nehmen möchte, damit ihr Leben miteinander gelingt.
Er will schenken, was die Liebe braucht, damit sie lebendig bleibt über die Jahre der Ehe.
In der Ehe schließen Mann und Frau einen Bund miteinander und gehören ein Leben lang zusammen; denn Jesus sagt im Evangelium:
„Gott, der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern eins. Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ (Matthäus 19, Vers 4-6)
Über die Liebe von Menschen zueinander schreibt der Apostel Paulus im Brief an die Römer: "Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden."
nach der Trauung
Bevor Pfarrer Boch die Festgemeinde mit Gottes Segen verabschiedete, wünschte er ihnen ein frohes und schönes Hochzeitsfest, gute Gespräche bei guter Gemeinschaft und freundliche Begegnungen untereinander.
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