Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Eine große Festgemeinde begleitete Tina und Heiko Kubach bei ihrer Trauung am 20. August 2005 in die Kirche.
Pfarrer Boch begrüßt das Brautpaar am Eingang

Am Eingang wurde das Paar von Pfarrer Boch begrüßt. Er geleitete sie zu Orgel- und Posaunenklängen vor den Altar.
Bei der Begrüßung der Anwesenden bedachte Pfarrer Boch besonders die vielen Freunde des Paares von HMM, einer freien Gemeinde.
So begleitete das Musikteam von HMM im Gottesdienst die Lieder und bereicherte ihn mit Gesangsbeiträgen.
Es erklangen Lieder wie:

-
-

-

-
-
-

Here in this house of the great king
Ich singe dir ein Liebeslied, dir mein Retter
Still vertrau ich auf dich oh Herr

All I want is you
Our father which is in heaven
Lord I lift your name on high

Als Trauspruch für ihren gemeinsamen Lebensweg hat sich das Brautpaar Worte aus Psalm 32 gewählt:
"Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten."

Von Unterweisung, Wegweisung und Leitung ist da die Rede. Pfarrer Boch meinte, dass Lehrer und Lehrerinnen bei dem Begriff Unterweisung manch vergangene Unterrichtsform in den Sinn kommt. Früher hieß der Religionsunterricht, kirchliche Unterweisung. Heute kennt man den Begriff mehr aus dem Sport oder der Arbeitswelt. Dabei ist er häufig auch negativ besetzt.
Wie anders als Menschen Gott seine Leitung ausübt, wird durch den zweiten Teil des Trauspruches deutlich. Da wird nicht mit dem Hirtenstab mit sanfter Gewalt nachgeholfen und kein Druck mit Zeugnisnoten ausgeübt. Mit seinen Augen möchte Gott führen und leiten.
Pfarrer Boch vermutete, dass das Brautpaar sich gegenseitig in den vergangenen Jahren schon oft in den Augen abgelesen hat, was der Partner denkt oder empfindet. Mit den Augen kann man reden und aus Augen kann man lesen.

Musik im Gottesdienst
im Gottesdienst Gemeinsam wollen sich Tina und Heiko dem anvertrauen, der sie behutsam gute Wege führt. Gottes Begleitung und Führung haben sie auf den eigenen Wegen erfahren und die soll nun auch ihre Ehe prägen.
Aber warum brauchen beide diesen Führer. Sie sind doch selbständige Menschen und fähig allein ihren Weg zu finden? Reicht es nicht, wenn sie die Augen öffnen und miteinander den Weg suchen der ihnen gefällt?
Nur wer keine Ahnung hat von Gottes Weitsicht und Größe kann solche Fragen stellen, meinte Pfarrer Boch. Keiner kann zum Ziel des Lebens gelangen, ohne den Erfinder des Lebens zu beachten. Gottes Augen überblicken Raum und Zeit, er weiß was gut für uns ist, weil er uns liebt.
Weil Gott uns Menschen so liebt, hat er in uns die Fähigkeit gelegt, einander auch zu lieben. So ist der Grund für eine Ehe nicht der Wille gemeinsam den Weg zu gehen, eine so enge Beziehung braucht mehr, sie braucht einen tragenden Grund. Dieses Fundament finden Christen im Glauben an den dreieinigen Gott.
Ringwechsel Wie schwankend eine Liebe sein kann, hat das Hochzeitspaar bereits erlebt. Schon lange kennen sie sich. Über Beispiele vom Schulweg und der Zeit bei Ten-Sing, sowie über die Arbeit in der Jugendarbeit der Kirchengemeinde wußte Pfarrer Boch ebenso zu berichten wie davon, dass die jüngere Tina schon länger wußte, dass sie mit Heiko gemeinsam durchs Leben gehen möchte. Die Reaktionen der Festgemeinde zeigten, dass die Anwesenden gut informiert waren, so beließ es Pfarrer Boch mit der Auflistung. Die glücklichen Gesichter des Brautpaares zeigten, dass sie zufrieden sind, mit dem Weg den Gott sie bisher geführt hat.
Beide bringen ihre eigene Lebens- und Glaubens-geschichte mit. Neues und Unbekanntes, privat und beruflich, liegt vor ihnen. Dabei soll Gott in ihrer Mitte sein und sie mit seinen Augen führen und leiten.
Das Vertrauen in Gott wird nicht immer gleich stark sein. Wir können Vertrauen nicht selber produzieren, Zweifel und schwere Erlebnisse können es untergraben.
Wenn ein Partner mutlos ist, kann der andere helfen, so werden sie erfahren dass Gott ihnen einen weiten Horizont öffnet. Pfarrer Boch wünschte dem Paar, dass der Trauspruch zu einer lebendigen Erfahrung in ihrem Leben wird und sie ihren Weg in der Verantwortung vor Gott gehen und glücklich werden.
Steffen Beck richtete noch einige persönliche Worte von Freunden an das Brautpaar.
Er meinte, dass es Dinge im Leben gibt, die man nicht allein macht und auch nicht allein schafft.
Tina und Heiko sind in eine Gemeinschaft in Familie und im Glauben eingebunden. Für das Leben und die Ehe ist dies von besonderer Bedeutung.
Gute Freunde sind in Zeiten der Not und der Freude miteinander auf dem Weg. Und gute Freunde sind aufrichtig zueinander.
Steffen machte, auch im Namen seiner Frau, den beiden das Angebot, dass sie für sie da sind wenn Hilfe notwendig ist. Sie sind bereit mit dem Paar zusammen eine gangbare Lösung bei Problemen zu suchen. Und sie freuen sich auf gemeinsame frohe Zeiten.
Nach dem Segen und der Ausgangsmusik wurde das Brautpaar von vielen Freunden und Verwandten mit Glückwünschen überschüttet. Bei schönem Wetter waren alle Anwesenden noch zu einem Stehempfang unter dem Lindenbaum eingeladen, bevor die Festgemeinde zur weiteren Feier ins Schloß nach Karlsruhe aufbrach.
 
          Seitenanfang
   
  
Ev.Landeskirche