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| Bei der Trauung von Sabrina und Bernd Roth, am 4. Juni
2005, geleitete der Brautvater seine Tochter zum Altar.
Pfarrer Boch begrüßte die Gemeinde mit Worten
aus Psalm 118: "Dies ist der Tag, den der Herr macht.
Lasst uns freuen und fröhlich darinnen sein. Du bist
mein Gott, und ich danke Dir, mein Gott, dich will ich
preisen." |
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Am
5.5.2005 hatte das Paar im fernen Las Vegas vor
dem Gesetz die Ehe geschlossenn. Nun wollten die
beiden in der Kirche, vor Gott und vor der versammelten
Gemeinde zueinander „Ja“ sagen und
ihr gemeinsames Leben unter Gottes Segen stellen.
Darum begann Pfarrer Boch den Traugottesdienst
im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und
des heiligen Geistes.
Wo zwei Menschen ihren Lebensweg miteinander gehen
wollen, im Glauben an den lebendigen Gott, da
möchte Gott selbst mit ihnen gehen und sie
auf ihrem Weg begleiten.
Pfarrer Boch betete mit den Worten des Psalm 36,
in dem Gott für seine Güte gedankt wird:
Herr, deine Güte
reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
daß Menschenkinder unter dem Schatten deiner
Flügel Zuflucht haben.
Sie werden satt von den reichen Gütern deines
Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem
Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in
deinem Lichte sehen wir das Licht. Amen. |
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Auch, wenn die Hochzeit über dem Atlantik geschehen
ist, ist das Paar öffentlich vor Familien, vor Freunden
und vor dem Staat eingestanden für die Beziehung,
die sich zwischen ihnen entwickelt hat.
Der deutsche Staat honoriert dies, indem er bestimmte
Vergünstigungen gewährt, die ein Ehepaar damit
privilegieren vor anderen Verbindungen. Was das Leben
in unserem Gemeinwesen anbelangt, hätte dieser Schritt
gereicht, aber das Brautpaar ist noch weiter gegangen
und ihr Weg hat sie in die Kirche geführt. Sie wollen
ihr Leben, ihre Ehe noch mit anderen Privilegien ausstatten
lassen, Privilegien, die sich nicht errechnen lassen in
Steuerklassen oder in Namensänderungen: vor den Altar
Gottes wird eine Ehe unter Gottes Geleit und unter seinen
Segen gestellt. |
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Ganz in diesem Sinne ist auch der Trauspruch aus
dem 1. Buch Mose 26,24:
"Fürchte dich
nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen."
Ein starker Spruch mit einer großartigen
Verheißung, so meinte Pfarrer Boch.
Der Weg des Lebens ist ein offener Weg. Wir können
nicht erkennen, wo genau es hingeht: wir wissen
nicht, was die Zukunft bringen wird. Doch die Beiden
haben einen an ihrer Seite, der sie begleitet und
sie segnet.
Dieser Zuspruch verlangt von ihnen nicht mehr aber
auch nicht weniger, als dass sie ihm trauen, dass
sie dem lebendigen Gott das Recht einräumen,
in ihrem Leben zu wirken und ihnen zur Seite zu
stehen. |
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| Mit der Hochzeit hat für das Paar
ein neuer Wegabschnitt des gemeinsamen Lebens begonnen.
Schon seit 6 Jahren sind sie gemeinsam unterwegs und gestaltet
ihren Alltag miteinander – der Entschluss zu heiraten,
und als Ehepaar gemeinsam weiter zu gehen, war eine folgerichtige
Entscheidung. Wie die Zukunft aussehen wird, kann heute
keiner von uns sagen. Weder der Trauschein, noch der Segen
Gottes gibt ihnen eine Garantie für endloses Glück,
Zufriedenheit und Schutz vor den Gefahren des Lebens.
All zu oft wird eine Planung, die wir im Sinn hatten,
zunichte. |
Das Brautpaar will auf
Gott vertrauen, sein Leben, seine Wege in die Hände
des Vaters im Himmel legen.
Pfarrer Boch wünschte ihnen, dass sie es spüren
werden, wie Gottes Segen sie begleitet. Er wünschte
ihnen, dass sie erfahren, wie das Leben mit Gott
in ihren Alltag einfließt, sei es durch das
Gebet oder sei es durch das Hören auf Gottes
Wort. Wo dies geschieht, werden sie seine Gegenwart
wahrnehmen und die Spuren seines Segens wahrnehmen
können.
Fürchte dich nicht, denn
ich bin mit dir und will dich segnen.
Sie haben sich füreinander entschieden und
wollen mit aller Kraft, mit aller Liebe und mit
aller Hoffnung an der Zukunft gemeinsam bauen, eine
Familie gründen und miteinander den Alltag
in all seinen Facetten genießen und bewältigen.
Das ist gut so, denn mit der Ehe übernehmen
sie eine besondere Verantwortung für die Gemeinschaft.
Gott gibt dazu seinen Segen und seine Zusage, bei
ihnen zu sein.
Doch Gott drängt sich damit nicht auf. Wo das
Ehepaar Ihn in ihr Leben mit hinein nimmt, wird
er sich sehen und erfahren lassen. Wo sie ihn vergessen,
wo sie seine Nähe nicht suchen, hält auch
er sich zurück. Das gemeinsames Leben braucht
die Hoffnung, die ihren festen Grund im Vertrauen
auf den lebendigen Gott hat. |
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Musikbeiträge
bereicherten die Feierstunde |
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| Diese Hoffnung gibt auch dann die Kraft,
miteinander weiter zu gehen, wenn es ausweglos aussieht
und Angst sich breit machen will. Die Hoffnung gehört
elementar zum Leben eines Christen mit dazu, sie kann
nicht anders, als in Bildern zu beschreiben, wie es in
Gottes neuer Welt einst aussehen wird. Sie vertreibt die
Ängste und gibt Kraft und Mut. Sie verbindet uns
mit Gott und lässt uns ihn in unserem Leben suchen
und finden. |
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Paulus schreibt: nun bleiben aber
diese drei: Glaube, Liebe, Hoffnung. Er weiß
um das Segenswirken Gottes, was auch der Trauspruch
beschreibt: "Fürchte dich nicht, denn
ich bin mit dir und will dich segnen.“
Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, dass sie
weiterhin die Kraft haben werden, zu ihrer Entscheidung
zu stehen, dass sie mutig ihren gemeinsamen Weg
ganz bewusst unter Gottes Begleitung weiter gehen. |
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Er zeite sich überzeugt davon, wenn sie aus dieser
Hoffnung leben, werden sie im Lauf ihres gemeinsamen Jahre
immer wieder erfahren, wie nahe und wie treu Jesus ihnen
zur Seite steht.
Pfarrer Boch schenkte den Brautpaar eine Traubibel die
sie in ihrer Ehe begleiten soll. Er wies darauf hin, dass
sie in ihr entdecken können, die Bibel ist nicht
nur ein Buch zum Lesen sondern auch eins zum Leben. Viel
Freude damit! |
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