Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Am 27. August 2005 kamen Matthias Stengler & Tina Sommerfeld-Stengler zu ihrer kirchlichen Trauung und zur Taufe ihres Sohnes Liam Conor in die evangelische Kirche in Linkenheim.
das Hochzeitsauto fährt vor am Eingang
Pfarrer Matthias Boch begrüßte das Paar mit ihrem Sohn am Eingangsportal und geleitete sie vor den Altar.
Nach der Begrüßung der Festgemeinde stimmte diese den Choral: "Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren" an.
Vor Gott wurden zwei besondere Ereignisse gefeiert, die je für sich den Anfang eines Weges bilden - zum einen die kirchliche Trauung des Brautpaares und zum anderen die Taufe des Sohnes.
Nachdem das Ehepaar vor fast einem Jahr, am 25. August 2004 vor dem Standesamt in Heidelberg die Ehe vor dem Gesetz geschlossen hatten, sagten sie in diesem Gottesdienst auch vor Gott zueinander „Ja“ und baten ihn um seinen Segen für ihren gemeinsamen Lebensweg.
im Gottesdienst Auch für Liam Conor begann ein Weg, der Weg im Glauben. Gott selbst hat ihm im Wasser der Taufe und durch seinen Segen zugesagt, dass er zu ihm steht und auf seinem weiteren Lebensweg begleiten möchte. Wir hoffen, dass er später selbst einmal „JA“ zu seiner Taufe und zum Glauben sagen kann.

Es geschah vor mehr als 3000 Jahre in Moab, einem kleinen Land in der Nachbarschaft Israels. Da sprach die Moabiterin Ruth nach dem Tod ihres Mannes zu ihrer Schwiegermutter die Worte: „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott." (Ruth 1,16+17)
So ist das manchmal mit Bibelsprüchen, sie klingen so schön und passen zunächst einmal gar nicht zu unserer Situation. Hochzeit bedeutet für Eltern, ihre Kinder loszulassen und das ist nicht immer ganz leicht.
Beim Hochzeitspaar ist es schon eine Weile her, dass sie beschlossen haben, miteinander durchs Leben zu gehen, drei Jahre wohnen sie nun schon zusammen. Auch die Eltern unseres Brautpaares, konnten sich inzwischen an die neue Situation gewöhnen, und dürfen sich inzwischen sogar schon über Ihren Enkel Liam Conor freuen. Dennoch hat das Brautpaar sich diese Worte bewusst als Trauspruch gewählt, weil sie ihnen etwas sagen für ihre Ehe. Wo immer ein Mensch zu einem anderen Menschen solche Worte spricht, wird ein tiefes Vertrauen deutlich.
In der biblischen Geschichte hat Ruth sich entschieden: sie will ihre Schwiegermutter auf ihrem Weg begleiten, was immer ihr dabei auch begegnen mag. Es war wohl eine einseitige Angelegenheit, die zunächst nur von der Schwiegertochter aus ging.
In der Ehe zwischen Mann und Frau soll es anders sein: so wie das Hochzeitspaar auf ihrem bisherigen Weg - neben manchen Unterschieden - auch Gemeinsamkeiten entdecken konnten, so soll zwischen ihnen das Vertrauen wachsen und die Bindung zueinander immer enger werden, sagte Pfarrer Boch.
Auf dem gemeinsamen Weg bleiben beide Ehepartner zwei Persönlichkeiten mit jeweils eigenen Gaben und Fähigkeiten, mit Schwächen und Fehlern, mit guten und angenehmen Seiten, mit Ecken und Kanten.
Doch gerade, weil dies so ist, bietet die Ehe die einmalige Chance, im Unterschiedlichen eine neue Einheit zu erleben.
Taufe von Liam
Beide Partner bereichern einander. Sie können die Gaben und Fähigkeiten des jeweils anderen entdecken und machen so Erfahrungen, die anders kaum möglich wären.
nach dem Gottesdienst Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, , dass sie gemeinsam mit ihrem Sohn - so wie damals Ruth und Noemi – ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen, denn dann werden sie es erleben, wie ER ihr Leben und ihre Ehe reich, lebendig und stark machen wird.

Nach der Trauung wurde Liam Conor getauft. Pfarrer Boch sprach ihm den Taufspruch aus Psalm 91,11 zu:
"Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen."
Das Leuchten der Taufkerze ist ein Symbol für das Licht, das Jesus in das Leben jedes Menschen bringen möchte. Denn er selbst hat gesagt: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
So will Gott auch das Leben von Liam Conor hell und froh machen, daran soll die Taufkerze immer wieder erinnern. Für die Zukunft bat Pfarrer Boch im Gebet Gott darum, den Eltern Kraft, Liebe, Geduld, Zeit und Phantasie für ihr Kind zu geben, damit es in Liebe und Geborgenheit aufwachsen kann zu einem reifen Menschen.
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