Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Am Samstag den 21. Oktober 2006 heirateten Martin Goetzki und Mirjam geb. Halbeis. Zu ihrer Hochzeit kamen sie mit vielen Verwandten und Freunden in die evangelische Kirche in Liedolsheim, der Heimatgemeinde der Braut.
im Festgottesdienst

Pfarrer Johannes Reinmüller aus Stuttgart, ein Studienkollege des Bräutigams, traute das Paar. Festliche Trompeten- und Orgelmusik erklang, als sie in die Kirche einzogen.

Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Festgemeinde das Lied
"Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren".
Dort heißt es in Vers 4: Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet.
Für den Beginn einer christlichen Lebensgemeinschaft ist dies ein mutmachender Zuspruch.

Pfarrer Reinmüller freute sich sichtlich darüber, dass er die Trauzeremonie für seine Freunde gestalten konnte.

Er begann seine Trauansprache mit einer kleinen Geschichte die von der unerschütterlichen Hoffnung einer kleinen Schnecke erzählte. Sie machte sich schon im Winter auf den Weg, um rechtzeitig zur Kirschernte bei den Früchten zu sein. Aus der Geschichte kann man lernen, wie wichtig es ist, den Weitblick zu behalten und ein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Als Freund des Brautpaares wußte Pfarrer Reinmüller, dass sich die beiden im März auf einer Skifreizeit der Liebenzeller Mission kennen gelernt haben. Die Liebe brauchte bei Mirjam und Martin nur eine kleine Zeit um zu reifen und hat in der Zwischenzeit schon tiefe Wurzel gebildet. Wie bei einem Kirschbaum nahm die Beziehung an Anmut und Laubwerk zu.

nach der Traufrage werden die Ringe getauscht
Wenn man sich unter den Festgästen umschaute, so wurde deutlich, dass alles vorhanden ist, was für eine gute Gemeinschaft notwendig ist. Die Familien bilden das Wurzelwerk. Eine Ehe hat wie ein Baum eine schöne Krone, wenn man Lebensziele benennen kann.
Musik bereichert den Gottesdienst

Lange Äste ragen in das Lebens-umfeld hinein. Das sind Menschen die in Freundschaft mit dem Paar verbunden sind.
Wenn das aber alles wäre, würde etwas Wichtiges fehlen.
Ein Baum der nur an Größe und Kraft zunimmt kann trotzdem mitten im besten Alter brechen, wenn seine Ausrichtung nicht stimmt. Die klare Wuchsrichtung ist für einen Baum und auch für eine Ehe wichtig. Davon erzählt der Trauspruch aus Psalm 73, Vers 28:

"Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun."

In einer Ehe die sich an Gott ausrichtet, lernen die Partner einander zu vergeben, eigene Fehler einzugestehen und einander in Liebe zu dienen. Wie ein Wanderer seine Freude an einem schönen Baum hat, so dürfen sich Mirjam und Martin an ihrer Ehe freuen, die sich an Gott ausrichtet. "Freut euch im Herrn und teilt diese Freude mit anderen, wo ihr auch sein werdet", so die Aufforderung von Pfarrer Reinmüller.

An so einem Festtag hören sich diese Worte nett und gut an. Aber wie wird es sein, wenn Krisen und Zeiten der Zweifel kommen? Erinnert euch an euren Trauspruch, er ist nicht nur ein frommer Wunsch. Er ist ein Gebet!
Kein Geringerer als Gott selbst wird sich der Ehe von Martin und Mirjam annehmen und ihnen Kraft geben.
Der Freund gab dem Brautpaar den Rat, allen Unkenrufen zum Trotz, rechtzeitig den Baum zu erklimmen und im Winter schon die Früchte der nächsten Ernte zu erwarten.
Dazu wünschte er ihnen Gottes Kraft und Segen.

Am Ausgang wurde das Paar von vielen Freunden mit Glückwünschen erwartet.

nach dem Gottesdienst

Auch Gratulanten aus Eilsleben bei Magdeburg, der jetzigen Heimat der Beiden, waren gekommen um an der Freude des Tages Anteil zu nehmen.

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