|
|
| Am 9. September 2006, einem sonnigen Samstag,
kamen Stefanie und Cornelius Herrmann in die Kirche, um
in einem Festgottesdienst Gottes Segen für ihren
gemeinsamen Lebensweg zu erbitten. |
 |
Pfarrer Boch begrüßte das Paar am
Eingang und geleitete sie unter dem Klang der
Orgel vor den Altar.
Worten aus Psalm 118 eröffneten den Gottesdienst:
"Danket dem HERRN; denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich. Dies
ist der Tag, den der HERR macht; laßt uns
freuen und fröhlich an ihm sein."
Vor der Trauansprache sang die Gemeinde das Lied:
Vertraut den neuen Wegen.
Dort heißt es in 3. Vers:
"Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott
gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft
ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen
in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen: Das
Land ist hell und weit."
Diese Worte leiteten gut zur Ansprache über
den Trauspruch, der in Psalm 32, Vers 8 steht:
»Ich will dich unterweisen
und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich
will dich mit meinen Augen leiten.«
Pfarrer Boch meinte, dass die Worte unterweisen
in unserer Zeit eine etwas andere Bedeutung bekommen
haben. |
|
| Früher sagte man zum Unterricht in der Schule
Unterweisung. Heute ist dies eher ein Begriff aus der
Arbeitswelt. |
| Pfarrer Boch wusste, dass die
Eheleute beide im Beruf eine Position haben,bei
der es darauf ankommt Kompetenz zu zeigen. Unterweisung
hat da eher einen negativen Geschmack.
Im Trauspruch wird aber im 2. Teil deutlich, dass
Gott die Unterweisung anders wahrnimmt. Es geht
dabei nicht um Autorität, er sagt, dass er
mit seinen Augen den rechten Weg zeigen möchte.
Pfarrer Boch meinte, dass sich das Brautpaar einander
in den letzten 6 Jahren bestimmt oft in die Augen
gesehen und versucht hat zu erforschen, was im
anderen vorgeht. Man kann in den Augen viel erkennen,
dies muss aber erst gelernt werden. Pfarrer Boch
wusste, dass Männer dafür in der Regel
länger als Frauen brauchen. Alte Ehepaare
sind darin oft sehr geübt.
|
 |
|
| Das Ehepaar ist gut beraten, sich gemeinsam dem anzuvertrauen
der sie kennt und führen kann. Warum brauchen selbstständige
Menschen jemand der sie führt? Wer so fragt, hat
noch keine Ahnung von Gottes Größe und Weisheit. |
 |
Gott ist der Erfinder des Lebens. Seine Augen
überblicken Raum und Zeit. Und seine Augen
blicken alles mit dem Blick der Liebe an. Die
Liebe eines Ehepaares hat ihren Ursprung in der
Liebe Gottes.
Zuneigung kann prickelnd sein, aber für den
gemeinsamen Lebensweg in der Ehe braucht es Liebe
die einen tragenden Grund hat. Das Miteinander
ist nicht immer leicht. Dass dies das Ehepaar
schon erfahren hat, haben sie Pfarrer Boch anvertraut.
Manchmal ist es nicht leicht den anderen zu verstehen.
Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, dass
ihre Liebe ein Weg mit Gott sein wird. Er soll
ihnen Wegweisung und Licht sein. Er gab aber auch
die |
|
| Erfahrung weiter, dass das Vertrauen in Gott nicht immer
die gleiche Macht hat. Zweifel können uns beschleichen. |
Pfarrer Boch gab dem Paar den Rat, Gott immer
einzubeziehen.
Das Gebet und Gespräche mit Mitchristen helfen,
auch nach Enttäuschungen immer wieder neu
anzufangen. Wo Zweifel kommen kann der andere
durchtragen und helfen getrost den Weg zu gehen,
so wie es das gemeinsam gesungene Lied aussagte.
Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, im
Vertrauen auf Gott diesen Weg zu gehen.
Vor dem Kirchenportal wurde das Brautpaar von
Volleyball spielenden Freunden empfangen. |
 |
|
|
|