Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Der Himmel lachte, als Daniela Hübner geborene Böhm und Christian Hübner mit einer Festgemeinde am 24. Juni 2006 zur Feier der kirchlichen Trauung in die Kirche in Liedolsheim einzogen.
Pfarrer Boch spricht das  Brautpaar an

Nach der festlichen Orgelmusik, die zum Einzug des Brautpaares erklang, entzündete eine Gottesdienstteilnehmerin eine Hochzeitskerze. Wie sie dem Brautpaar sagte, soll diese Kerze als stiller Zeuge dieses Tages leuchten. Zündet sie an wenn ihr euch gemeinsam freut oder wenn ihr, in einer dunklen Zeit, die Aussprache sucht und keine Worte findet. Die Hochzeitskerze leuchtet mit ihrem Licht für beide gleich gern bis sie gemeinsam, Wange an Wange, ihr Licht ausblasen werden. Dann wartet die Kerze bis sie beim nächsten Mal für die Ehepartner scheinen darf.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Boch, sag die Gemeinde das Lied, "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren".

"Was Gott zusammengeführt hat, das darf der Mensch nicht trennen"
Diesen Bibelvers aus dem hatte sich das Brautpaar als Begleitspruch für ihre Ehe gewählt.
Man kann Gott nicht sehen und auch beweisen kann man ihn nicht. So ist es auch mit der Liebe, meinte Pfarrer Boch. Gerade war das Lied "Dir gehört mein Herz in Ewigkeit", erklungen. Das sind schöne Worte die von der Liebe singen, aber bewiesen ist sie damit noch nicht. Wir können Zeichen der Liebe setzen und uns gegenseitig die Liebe gestehen, aber ein Beweis ist dies auch nicht. Auch das Brautpaar muss es glauben, dass sie für einander bestimmt sind und Gott sie zusammengeführt hat und ihren Weg segnen wird.
Pfaarer Boch meinte, in der Ehe kommt auch für den Glauben der Ernstfall, da reicht so ein unbesimmter Glaube daran, dass es irgend eine höhere Macht wohl geben wird nicht. Das Ja in der Kirche ist ein anderes als das auf dem Standesamt. Es ist ein Ja des Glaubens: Ja wir glauben dass Gott uns zusammengeführt hat und uns zur Seite stehen wird.
Pfarrer Boch wusste zu berichten, dass die Brautleute sich im Dezember 2001 kennen lernten. Telefonnummern wurden ausgetauscht und ein Treffen vereinbart. Aber das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Beide haben aber nicht aufgegeben und so kamen sie doch noch zusammen und aus verliebt sein wurde Liebe. Vor drei Jahren sind beide dann zusammen gezogen und haben sich nun entschieden als Ehepaar zusammen zu leben. Der Trauspruch unterstreicht dies. Pfarrer Boch las den ganzen Vers 6 aus dem 19. Kapitel des Matthäusevangeliums. Dort sagt Jesus:
Im Gottesdienst
"Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott zusammengefügt hat, das darf der Mensch nicht trennen!
Die Brautleute haben Ja zueinander gesagt Zwei wichtige Aussagen stehen in diesem Text.
Zum einen, dass Mann und Frau in der Ehe zu einer Lebenseinheit zusammenwachsen sollen, nicht mehr zwei sondern eins. Das heißt aber nicht, dass beide ihre eigenen Wünsche und Lebensvorstellungen loslassen müssen. Auch muss sich nicht der eine dem anderen unterwerfen. Beide bleiben eigenständige Persönlichkeiten und bringen eigene Erfahrungen mit, aber in einer guten Ehe suchen sie immer wieder nach dem gemwinsamen Weg.
Gaben, Fähigkeiten, Schwächen auch Ecken und Kanten bringen beide mit. Aber in der Ehe kann man miteinander Schwierigkeiten bewältigen und zusammen das tun, was Freude und Spaß macht.
Schwere Zeiten können besser gemeinsam bewältigt werden. Wo zwei Menschen bereit sind so miteinender zu leben, da dürfen sie diese Einheit erleben von der Jesus in dem genannten Vers spricht. Sie können die Einheit in der Vielfalt erleben und bekommen die einmalige Chance, als zwei Persönlichkeiten etwas ganz neues zu erleben.
Gott macht dem Paar an diesem Tag das kostbare Geschenk sie zu begleiten und zu helfen, damit sie in diese Einheit hinein-wachsen können.
Dazu braucht es aber das Zweite was Jesus in diesem Vers sagte: Was Gott zusammenführte, darf der Mensch nicht trennen. Damit möchte Jesus den Weg zu vollem Vertrauen öffnen.
Das Besondere in einer Ehe ist, dass zwei Menschen sich öffnen und kennenlernen wie es sonst nicht geht. Das setzt ein großes Vertrauen voraus, das davon ausgehen kann, der andere lässt mich nicht im Stich. Nur so kann der Alltag unbefangen gestaltet werden. So kann die Ehe schön werden, so wie Gott sie sich für uns vorgestellt hat.
nach dem Gottesdienst
In der Ehe kommen aber keine unfehlbaren Menschen zusammen. Menschen können versagen und aneinander schuldig werden. Was aber immer kommen wird, es soll nie so groß sein, das Vertrauen dem anderen zu entziehen. Auch Gott bricht uns gegenüber die Treue nicht, nur weil wir gegen ihn schuldig werden. Durch Jesus haben wir die Möglichkeit immer wieder neu anzufangen und einander zu vergeben, so wie uns vergeben wurde.
In einer guten Ehe kann man auch mal miteinander streiten, aber nach einer Krise suchen beide immer wieder den Weg der Versönung.
Pfarrer Boch wünschte dem Paar Gottes Segen und Geleit und den Willen jeden Tag immer wieder neu miteinander anzufangen, damit die von Gott gewollte Einheit gelingen möge.
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