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| Bei strahlendem Sonnenschein, begleitet von fröhlichen
Musikklängen zogen Dorothea von Kahlden und Werner
von Kahlden-Gmell mit einer großen Festgemeinde
am 9. Juni 2006 in die Kirche ein, um ihre kirchliche
Trauung zu feiern. |
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"Dies ist der Tag, den der Herr
macht. Laßt uns freuen und fröhlich darinnen
sein. Du bist mein Gott und ich danke dir, mein
Gott, dich will ich preisen." Mit diesem Vers
aus Psalm 118 begrüßte Pfarrer Boch das
Hochzeitspaar mit ihrem Sohn Leonard-Felix, die
Familien, die alten und neuen Freunde, Bekannte,
Kolleginnen und Kollegen des Paares und alle die
sonst diesen frohen Festgottesdienst besuchten.
Manche hatten schon eine lange Anfahrt hinter sich.
Schon zwei Monate zuvor, am
19. April, hatte das Paar auf dem Standesamt in
Vilsheim vor dem Gesetz die Ehe geschlossen. |
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An diesem Tag wollten sie auch vor Gott und der
versammelten Gemeinde JA zueinander sagen und ihr
gemeinsamens Leben unter Gottes Segen stellen.
Zwei unterschiedliche Lebenswege haben sich gekreuzt
und werden nun in der Ehe zu einem Weg zusammen
geführt. Fortan werden Freuden und Leiden gemeinsam
getragen und bewältigt. Gottes Nähe soll
den Lebensweg prägen.
Ganz in diesem Sinne sagt es auch der Trauspruch
aus dem 1. Brief des Petrus 3. Dort heißt
es in den Versen 8-9: |
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| "Seid allesamt gleich gesinnt,
mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig.
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort
mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu
berufen seid, dass ihr den Segen ererbt." |
| Ein starker Anspruch, aber auch eine großartige
Verheißung. Als zwei Menschen, die vor der
Ehe schon ein ganzes Stück des Lebensweges
ohne den anderen unterwegs waren, haben beide beruflich
wie privat ihren Mann bzw. ihre Frau gestanden.
Werner war schon einmal verheiratet und hatte ein
Familie gegründet. Vor wenigen Jahren hat er
Dorothea näher kennen gelernt. Beide teilen
die Liebe zur Arbeit mit Kindern und zu den Kindern.
Als Ehepaar bleiben beide auf vielfältige Weise
mit Menschen außerhalb ihrer Beziehung verknüpft.
Auch hier ist es gut, die Worte des Trauspruches
nicht aus dem Blick zu verlieren. Auch wenn im Umgang
mit anderen das Mitleiden, das barmherzig sein,
die Demut oder das Verzichten auf Vergeltung eine
einseitige Angelegenheit sein kann. |
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Was vor fast 200 Jahren für die
Christen galt, soll auch in dieser Ehe gelten: gemeinsames
Leid zu tragen, zueinander halten, barmherzig mit
dem anderen umgehen und nicht jeden Fehler, jedes
Versäumnis auf die Goldwaage zu legen. Einer
Ehe tut es niemals gut, wenn immer nur einer Recht
hat. Im Zusammenleben ist es wichtig auch dann einander
Gutes zu sagen, wenn der Alltagsstress die guten
Worte selten machen möchte.
Keiner kann sagen, was in einem Jahr oder läger
sein wird, auch wenn in diesem Festgottesdienst
dem Hochzeitspaar Gottes Segen zugesprochen wird.
Dies beinhaltet aber auch den Anspruch, dass das
Paar dem lebendigen Gott traut und ihm das Recht
einräumt in ihrem Leben zu wirken, denn Gott
drängt sich nicht auf. Dorothea hat ihre Wurzeln
im Liedolsheimer CVJM, bei Werner war es die katholische
Jugend die seinen Glaubensweg prägte. Pfarrer
Boch wünschte dem Paar, dass Gottes Segen in
ihnen wirken möge. Sein Segen soll ihren Alltrag
durchdringen, sei es durch Gebet, durch sein lebendiges
Wort oder durch Menschen die Spuren des Segens hinterlassen.
Wo dies geschieht, werden sie Gottes Gegenwart wahrnehmen
und selbst zu Menschen werden, die Segen ausstrahlen.
Das Leben im Glauben ist kein Leben ohne Leid und
Schmerz, ohne Trauer und Angst. Was das Leben von
Christen unterscheidet, ist die Hoffnung, die uns
eine Ahnung davon schenkt, was die Bibel das Reich
Gottes nennt: Gottes neue Welt in der die Ungerechtigkeit
gänzlich |
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| verschwindet, Gerechtigkeit aufgerichtet
wird und die Menschen frei sind. Pfarrer Boch gab seiner
Überzeugung Ausdruck, dass das Ehepaar im Laufe ihrer
gemeinsamen Jahre immer wieder erfahren werden, wie nahe
und treu ihnen Jesus zur Seite steht, wenn sie aus dieser
Hoffnung leben. Dann werden sie erleben, dass sie nicht
nur Segen empfangen, sondern auch selbst für andere
zum Segen werden. |
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