Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Nicole und Michael Roos kamen mit Verwandten und Freunden am 26. Mai 2007 in die Kirche um den Beginn ihrer Ehe zu feiern und Gott um seinen Segen für den gemeinsamen Lebensweg zu bitten.
Bregrüßung am Eingang zur Kirche

Die Braut wurde von ihrem Vater zur Kirche gebracht. Pfarrer Boch begrüßte sie am Eingang und geleitete sie vor den Altar zum wartenden Bräutigam.
Zu Beginn des Festgottesdienstes erklang das Lied "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehre", denn an so einem Tag hat man viel Grund Gott zu loben und ihm Dank zu sagen.
Das Ehepaar hatte sich Worte aus dem Hohelied des Salomo als Trauspruch ausgewählt:

"Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, so daß auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können."

So leidenschaftliche Texte lassen sich in der Bibel finden und entsprechen den Empfindungen des Hochzeitspaares, meinte Pfarrer Boch zu Beginn seiner Ansprache.

Die Gedichte des Hohenliedes waren zunächst auch keine frommen geistlichen Dichtungen. Es waren Liebeslieder, manche sehr leidenschaftlich und sinnenfroh. Dennoch wurden sie in die Sammlung der Schriften der Hebräischen Bibel aufgenommen. Früher waren geistliche und weltliche Dinge keine streng getrennten Lebensbereiche. Die Liebe zwischen Mann und Frau erfuhren diese auch als Gabe Gottes und Teil der Fülle seines Segens. So konnten diese Erfahrungen zu einem Bild für die Liebe Gottes werden. Geistliches Leben und leibliches Leben sind zwei Bereiche die auch im christlichen Glauben keine getrennten Welten sein sollen. Auch Jesus wollte, dass beide Lebensbereiche miteinander verknüpft und zueinander in

im Gottesdienst
Beziehung gesetzt werden sollen. "Liebe ist stark wie der Tod" - dieser Satz ist der eigentliche Kern des Trauspruches. Liebe und Tod - diese Urworte menschlicher Existenz werden hier in Beziehung gesetzt.
Unerklärlich und unbegreiflich ist die Liebe, die zwei Menschen plötzlich zueinander zieht.
Musik bereicherte den Gottesdienst Am Anfang, vor vier Jahren, war es eine Internet Seite die das Hochzeitspaar zusammenführte. Zunächst geb es Kontakt per E-Mail, dann per Telefon. Schließlich haben sich die Beiden getroffen und plötzlich war alles ganz andres. Sie fühlten sich zueinander hingezogen und empfanden es als "Liebe auf den ersten Blick". Beide durften entdecken wie gut sie zueinander passen. Was sie unterscheidet haben sie als Bereicherung erfahren.
Einen Teil des eigenen Willens, der eigenen Freiheit und Möglichkeiten geben Ehepartner auf, um in der Gemeinsamkeit größere Möglichkeiten und neue
Erfahrungen zu gewinnen. Liebe hat auch mit Opfer zu tun und Hingabe. Liebe ist stark wie der Tod. Für den der glaubt, ist der Tod immer zugleich Ende und Anfang von etwas Neuem. Am stärksten zeigt sich Gottes Liebe im Tod Jesu Christi am Kreuz. Auferstehung wird dabei Wirklichkeit. Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, dass sie ihre Liebe immer wieder von Gottes Liebe erfüllen und erneuern lassen, so dass ihre Liebe auch Auferstehung feiern kann. So können sie Leben in ungeahnter Fülle und reichhaltiger Vielfalt erleben.
die Festgemeinde
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