Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Zu der Feier ihrer kirchlichen Trauung hatte das Ehepaar Stefanie Sellheim-Ret und Stefan Ret am
1. September 2007 in die Kirche in Liedolsheim eingeladen. Die Festbesucher kamen in mittelalterlichen Gewändern. Pfarrer Ziegler aus Rußheim begrüßte die Festgemeinde als Urlaubsvertreter von Pfarrer Boch.
Pfarrer Ziegler begrüßt das Paar "Wir wollen aufeinander Acht geben und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen"

Diesen Vers aus Hebräer 10 hatte sich das Brautpaar als Motto für den gemeinsamen Lebensweg ausgesucht.
Pfarrer Ziegler meinte, dass diese Aussage eine Entscheidung kundtut, die gut an den Beginn einer Ehe passt, auch wenn der Vers in einem anderen Zusammenhang geschrieben wurde. Wenn diese Entscheidung umgesetzt wird, dann kann Gutes entstehen und die Liebe kann gedeihen.
Der Schritt vor den Traualtar garantiert nicht, dass auf dem gemeinsamen Lebensweg alles glatt läuft. Eine Ehe kann auch scheitern und misslingen. Das wusste das Paar aus persönlicher Erfahrung. Heute, wie früher, wird eine Ehe durch vielerlei Belastungen gefährdet. Darum ist es gut zu Beginn und immer wieder im Laufe der Ehe, aufeinander Acht zu geben. Dazu gehört es sich auch Zeit für einander zu nehmen, gemeinsam erlebte Zeit schweißt zusammen.
Wichtig ist auch sich wahrzunehmen, dem anderen ins Gesicht schauen. Wir sehen mit den Augen viel.
Wenn wir aufeinander Acht geben können wir herausfinden, welche Liebessprache der andere spricht. Bei einem ist es Lob und Anerkennung beim anderen Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft oder Zärtlichkeit.
Pfarrer Ziegler sagte, dass wir alle diese Sprachen kennen, aber bei jedem eine Sprache besonders ausgeprägt ist. Jeder schenkt Liebe auf eine spezielle Weise und erwartet es, auch so geliebt zu werden.Und er forderte das Brautpaar auf herauszufinden, welche Sprache der Partner spricht und es einzuüben ihm seine Liebe so zu zeigen, wie er sie am besten verstehen kann. Dann kann Lieber immer wieder neu schön werden. Wir wollen aufeinander Acht geben, das gehört ein Leben Lang zu einer Ehe dazu.
Auch unsere Kinder können wir so neu entdecken, meinte Pfarrer Ziegler.
Der zweiten Teil des Trauspruches fordert dazu auf, einander zu guten Taten anzuspornen Auch das ist ein guter Vorsatz.
Ringe sind Zeichen der Treue
Das Gefühl der Zuneigung ist in einer Beziehung nicht immer gleich, aber man kann es immer wieder neu wecken, durch Taten oder Worte die dem anderen gut tun und ihm geben was er gerade braucht.

Ob dies Karten für ein Fußballspiel, einen Kinobesuch oder ein candlelight-dinner sind, muss jeder selbst herausfinden. Schon das Überlegen was ich dem anderen Gutes tun kann hilft, das eigene Gefühl der Liebe aufflammen zu lassen.

Mit Taten der Liebe ist aber nicht nur das gemeint, was wir für uns tun. Auch Liebe die wir anderen schenken macht unser Leben reich. Pfarrer Ziegler wusste aber auch, dass es bei den Eheleuten an ehrenamtlichem Engagement nicht mangelt.
Feuerwehr, Rotes Kreuz und Tierhilfe profitieren davon. Er forderte die Ehepartner auf, sich gegenseitig in diesen Bemühungen zu unterstützen. Er ermahnte aber auch, sich Zeit für eigenes zu nehmen.

im Festgottesdienst
Pfarrer Ziegler machte Mut auch den Kontext des Trauspruches anzuschauen. Dort geht es um den Glauben an Gott und die Hoffnung, die wir durch Jesus Christus haben. Wenn wir auch auf Gott Acht haben, finden wir in seiner Liebe eine Quelle, aus der wir Kraft für den Alltag schöpfen können.
Freunde erwarten das Brautpaar

Auf Gott Acht haben heißt, im Gebet mit ihm reden und auf sein Wort hören, in dem wir es in der Bibel lesen und im Gottesdienst zugesprochen bekommen.
Wenn wir Gott vertrauen und seinem Wort folgen, werden wir die Erfahrung machen, dass Gott uns Gutes schenkt und er unser Leben gelingen lässt.
Pfarrer Ziegler wünschte dem Brautpaar, dass sie immer wieder ihren Trauspruch mit Freude nachsprechen und befahl sie dem Segen Gottes an.
Das Wort einer Kerze, Gesangsbeiträge und Gemeindelieder bereicherten den Festgottesdienst.
Am Ausgang wurde das Hochzeitspaar von vielen Freunden erwartet, die sich einige lustige Aufgaben ausgedacht hatten um ihre Glückwünsche kund zu tun.

          Seitenanfang
   
  
Ev.Landeskirche