Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Herzlich begrüßte Pfarrer Boch am 8. September 2007 alle die von fern und nah gekommen waren, um mit Sabrina Hügel und Thomas Kubach ihre kirchliche Trauung zu feiern. Am Tag zuvor hatte das Brautpaar in Graben auf dem Standesamt vor dem Gesetz die Ehe geschlossen und wollte nun auch vor Gott "JA" zueinander sagen und ihn um seinen Segen bitten.
Trauung mit Pfarrer Boch

Das Hochzeitspaar hatte Pfarrer Boch im Vorgespräch zur Tauung verraten, dass es zwischen ihnen gleich gefunkt hat, als sie sich im August vor zwei Jahren kennen gelent haben. So ist das mit der Liebe, meinte Pfarrer Boch. Sie kommt oft ganz unverhofft und wird den Liebenden geschenkt.
Beide durften dann erleben, dass ihre Liebe zueinander stärker wurde und so haben sie Stück für Stück ihre Lebenswege miteinander verknüpft, sind zusammen gezogen und haben den Alltag miteinander geteilt. Unterschiedlich im Wesen haben sich beide gegenseitig als Bereicherung erfahren und schon viel Gutes und Schönes erlebt, aber auch schwierige Zeiten miteinander gemeistert. Ecken und Kanten am Partner sind nicht verborgen geblieben und dennoch ist die Liebe stärker geworden.

So hat Thomas im letzten November seiner Sabrina einen Heiratsantrag gemacht. Beiden war klar, wir wollen in Zukunft als Ehepaar unseren Weg gemeinsam weitergehen. Pfarrer Boch meinte, dass es ein großes Wunder ist, wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Prägungen und Lebensgeschichten ihre Liebe zueinander entdecken
und die Lebenswege verknüpfen. Beide haben für sich Neuland erobert und gehen weiter in ein Land voller Hoffnungen und Möglichkeiten. Aber auch schwierige Wegstrecken wird es geben und das Ja zueinander wird auf die Probe gestellt werden. Wo unterschiedliche Ansichten aufeinander prallen, kann es Streit geben und manchmal ist es schwer einen Kompromiss zu finden. Pfarrer Boch meinte, dass die Qualität einer Ehe nicht darin auszumachen ist, wie selbstbewußt oder lautstark am Hochzeitstag das JA gesprochen wird. Die Qualität einer Ehe zeigt sich darin, wie beharrlich und geduldig dieses JA im täglichen Leben wiederholt und bekräftigt wird. Als Motto für den geminsamen Lebensweg hat sich das Paar Vers 10 aus dem 4. Kapitel des 1. Petrusbriefs gewählt: im Festgottesdienst
"Dient einander, ein jeder mit der Gabe die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes."
Dienen- dieses Wort ist heute selten geworden. Selbstbehauptung, Selbstbewusstsein, selbstverwirklichen, das ist heute angesagt, aber dienen? Wer genau hinhört, kann aber verstehen, dass es in diesem Satz nicht darum geht, sich dem Partner zu unterwerfen, oder dass sich die Frau dem Mann unterordnen soll.
nach dem Festgottesdienst Pfarrer Boch meinte, dass Sabrina damit auch ein Problem hätte. Mit der Aufforderung "Dient einander" ist ein Verhalten gemeint, das auf Gegenseitigkeit ausgerichtet ist. Geht gut miteinander um und schaut nicht auf euch selbst, sondern darauf was der andere braucht. Es ist manchmal schwer in einer Ehe durch dick und dünn miteinander zu gehen und Freud und Leid gemeinsam zu tragen. Aber mit der Hilfe die der Trauspruch liefert, motiviert er dazu, den Rat den er gibt in die Tat umzusetzen. "So wie Gott euch beschenkt mit mancherlei Gaben, so könnt ihr einander diese Gaben zukommen lassen", meinte Pfarrer Boch. Weil Gott uns Menschen liebt, können wir liebevoll miteinander umgehen, weil er uns vergibt, müssen wir Fehler und Versäumnisse einander nicht nachtragen.
Basis für ein liebevolles Umgehen miteinander ist die Liebe Gottes. Sie ist eine feste Grundlage für das gemeinsame Leben. Pfarrer Boch sagte dem Brautpaar, dass Gott ihnen am Tag der Trauung eine große und schöne Aufgabe stellt: sich gegenseitig als Gabe Gottes anzunehmen, freundlich und liebevoll miteinander umzugehen und immer einen gemeinsamen Weg zu suchen. Wo sie auf Gott vertrauen, können sie erleben, dass unter seiner Begleitung das gemeinsame Leben eine besondere Qualität bekommt und es Freude machen wird, einander zu dienen. Diese Freude wird auch auf all die ausstrahlen, mit denen das Paar zusammen ist.
Glückwünsche in verschiedenster Form erwarteten das Hochzeitspaar am Ausgang.
   
          Seitenanfang
   
  
Ev.Landeskirche