Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Von einem motorisierten Sofa wurden Theresa Seitz geb. Knight und Swen Seitz am 8. September 2007 zur Kirche gebracht um in einem Festgottesdienst ihre kirchliche Trauung zu feiern und Gott um seinen Segen für den gemeinsamen Lebensweg zu bitten.
der  Festgottesdienst  beginnt Lebenswege kreuzen sich oft mehrmals im Leben zweier Menschen bis sie entdecken, wie wichtig sie für einander sind. Die ersten Begegnungen des Brautpaares liegen schon einige Jahre zurück. Damals besuchten sie Parallelklassen in der Realschule Linkenheim und haben sich eigentlich nicht besonders füreinander interessiert. Nach der Schule haben sie sich dann aus den Augen verloren. Es war der Rosenmontagsball 2004 in Graben, so wußte Pfarrer Boch zu berichten, als Theresa Swen fragte: "Kennst du mich noch?" Pfarrer Boch beglückwünschte Swen dazu, dass er diese Frage mit JA beantwortete. Denn mit diesen wenigen Worten fing dann etwas ganz Neues für die beiden an. Oft haben sie sich danach getroffen und die Liebe zueinander ist gewachsen und wurde stark. Es dauerte nicht lange, da wusste Swen: Dies ist die Frau für mein Leben. Sie ist die Frau mit der ich alt werden möchte.
Immer mehr Zeit haben beide dann miteinander verbracht, nach einer Knieoperation von Theresa auch das alltägliche Leben miteinander geteilt. Dadurch haben sie erfahren, dass sie auch problematische Situationen gemeinsam bewältigen können. Als der Meisterbrief unter Dach und Fach war, wurde die Hochzeit geplant. Diese Herzensentscheidung erfüllt alle Anwesenden an diesem Tag mit Freude.

Worte aus dem 1. Johannesbrief sollen das Brautpaar als Trauspruch auf ihrem gemeinsamen Lebensweg begleiten:
" Lasst uns nicht lieben bloß mit Worten und mit dem Munde, sondern in Tat und Wahrheit."

Vor mehr als 1000 Jahren wusste es auch schon Johannes, die Liebe braucht Worte. Auch nach langen Jahren der Ehe tut es einfach gut, einander zu sagen: "Ich liebe dich". Aber Worte allein reichen nicht aus. Es braucht auch Taten der Liebe, Zeichen der Wertschätzung und Achtung.
Pfarrer Boch hatte von Swen erfahren, dass es die Natürlichkeit von Theresa ist, die ihn fasziniert, ihr lieber Charakter, ihre direkte Art und dass sie weiß was sie will. Pfarrer Boch machte deutlich, dass es auch wichtig ist, sich auf die jeweils andere Art einzulassen.

im Gottesdienst
So liebt Theresa an Swen seine Zuverlässigkeit und dass es zu dem steht was er sagt. Sie nimmt aber auch Anteil an dem was ihm wichtig ist. An seinem Hobby, dem Fußball, der viel Raum einnimmt, hat sie Anteil. Sie ist gerne mit dabei wenn er auf dem Sportplatz ist. Das ist gut so, denn Liebe braucht den Einsatz des ganzen Menschen.
Ringe sind Zeichen  der Treue

Wenn ich liebe, gebe ich ein Stück meiner selbst für den anderen auf. Einen Teil meines Willens, meiner eigenen Freiheit und meiner eigenen Möglichkeiten gebe ich auf, um in der Gemeinsamkeit größere Möglichkeiten und neue Erfahrungen zu gewinnen. Liebe die uns erfüllt, fließt in unser Handeln am und für den geliebten Menschen. So geschehen Taten der Liebe oft ganz selbstverständlich.

Im Trauspruch redet Johannes, neben der Tat auch von der Wahrheit. Pfarrer Boch meinte, dass mancher unter den Anwesenden vielleicht schon schmerzhaft erfahren musste, wieviel Falschheit in einem Lächeln und wieviel Heuchelei in einer Liebesbeteuerung liegen kann. Wo Menschen entdecken, dass ihre Gefühle nur ausgenutzt wurden, ist die Enttäuschung groß. Liebe kann nur leben, wenn sie ehrlich und wahrhaftig geschieht.
Und eine wahrhaftige Liebe braucht keine Fassade. In der Liebe können Menschen auch die Ecken und Kanten des anderen mit geduldigen Augen betrachten. Sie können auch streiten, ohne dass die Liebe dadurch Schaden nimmt.

Johannes redet in seinem Brief im Auftrag Gottes. Gott selbst hat das Wort des Trauspruches in die Tat umgesetzt. Gott blieb in seiner Liebe zu uns Menschen nicht beim Lippenbekenntnis stehen, denn aus Liebe kam er in die Welt, um für uns am Kreuz zu sterben. In seinem Sohn Jesus Christus hat er sich selbst aus Liebe hingegeben.
Jesu Tod und Auferstehung eröffnet den Menschen neues Leben. Befreit von Schuld kann leben, wer dies im Glauben annimmt. Auferstehung wird Wirklichkeit.
Mit Gottes Liebe ist es wie mit der Liebe zweier Menschen zueinander. Sie widerfährt uns unverdient und unerklärbar als Geschenk. Wo immer sich Menschen dieser Liebe Gottes öffnen und sich von ihr ergreifen lassen, werden sie erleben, welche verändernde Kraft diese Liebe erfüllt.
Dem Hochzeitspaar war es wichtig, dass Gott den gemeinsamen Weg segnet und begleitet. Gott soll in ihrem Bund als Dritter der Begleiter sein. Auf seine Wegweisung wollen sie achten, in guten und in schweren Zeiten. Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, dass sie Gottes Liebe und seine Nähe zu allen Zeiten spüren mögen.
nach dem Festgottesdienst
Viele Glückwünsche erhielt das Brautpaar nach dem Festgottesdienst, bevor beide mit ihrer besonderen Hochzeitskutsche zur anschließenden Feier wegfuhren.
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