Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Orgelklänge und Flötentöne begrüßten die Festbesucher bei der Feier der Diamantenen Hochzeit von
Hilda und Karl Bolz, am 10. November 2007 in der Kirche.
das Jubelpaar „Lobe den Herrn meine Seele und, was in mir ist, seinen heiligen Namen, lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ – mit diesem Lobvers aus Psalm 103 begrüßte Pfarrer Boch alle ganz herzlich zu diesem Dankgottesdienst.
Beim 60- jährigen Ehejubiläum ist es die „Diamantene Hochzeit“.
Bei Diamanten denken wir unwillkürlich an den großen Wert dieser Steine, an ihre Schönheit, aber auch daran, dass sie dauerhafter sind als Gold und Silber, meinte Pfarrer Boch.
“Gott segne euch!“ – für den einen heute nicht mehr als ein frommer Spruch, der wenig Bedeutung hat, für den anderen haben diese drei Worte größte Bedeutung für das eigene Leben. Für das Jubiläumspaar, war und ist die Nähe und das Geleit Gottes unverzichtbar – auch für Ihr Leben als Ehepaar.
Einen sehr bekannten Trauspruch hatte Pfarrer Püschel dem Paar bei der Hochzeit mit auf den gemeinsamen Weg gegeben. Es sind Worte aus der Schöpfungsgeschichte, ganz am Anfang der Bibel.
“Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.“
Auch heute gehören diese Worte Gottes zu den Kerntexten der kirchlichen Trauung.
„Ich will ihm eine Gefährtin machen, an seine Seite“ – so formuliert Pfarrer Boch den Trautext bei Hochzeiten. Beim Jubelpaar könnte man die Worte des Trauspruches umdrehen und würde ziemlich genau die Situation treffen, in der Ihre Liebe damals wachsen durfte, sagte Pfarrer Boch.
Als schon bald nach dem Krieg, im Jahr 1946 Ihr erster Mann, und der Vater Ihrer ältesten Tochter starb, hat Frau Bolz tatsächlich einen Gehilfen gebraucht, der Ihr als junge Witwe mit kleinem Kind mit Rat und Tat zur Seite steht. Einer, der bereit war, mit der Frau sofort eine kleine Familie zu haben.
Musik bereichert den Gottesdienst
In Ihrem Mann Karl fand Sie diesen Gefährten. Gemeinsam die Lasten zu tragen, gemeinsam das Schöne und Leichte zu genießen, das macht das Leben in der Ehe aus. Die Eheleute waren einander Gefährtin und Gefährte und sind es bis heute.
im Festgottesdienst Darüber hinaus haben Sie den an ihrer Seite, der Sie in diese Welt gestellt hat. Gott selbst, der uns in Jesus Christus als Mensch begegnet ist, er hat Ihnen damals bei Ihrer Trauung im Segen seine Nähe versprochen. Sie durften beide die Erfahrung machen, dass man dort, wo man sich auf ihn verlässt und seinem Segen vertraut, dass man dann auch Kraft bekommt, um die Lasten zu tragen, die einem auferlegt sind. In Jesus Christus liegt die Quelle einer Kraft die uns stark macht und mutig. Auf diesem Fundament können Ehepartner ihren Weg mit allen Freuden und mit allen Lasten, mit allem Leichten und allem Schweren, im Vertrauen auf Gottes begleitende Nähe gehen.
Heute sagen Sie vor Gott auch „Danke“ füreinander. Danke für den jeweils anderen, dessen Liebe Ihnen geschenkt wurde., meinte Pfarrer Boch.
Wenn man mit offenen Augen und wachem Herzen zurückblickt, kann man erkennen, wie viel einem geschenkt wurde und wie viel man selbst von dem an andere weitergeben konnte, was Jesus einem geschenkt hat.

Möge Gott selbst, der Sie beide bis heute hierher geführt, auch weiter führen an all den Tagen, die er Ihnen hier
auf Erden noch schenken wird und darüber hinaus bis in seine Ewigkeit, wünschte Pfarrer Boch dem Diamanthochzeitspaar.
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