|
|
| Am 9. August 2008 feierten Susan Crocoll,
geb. Müller und Timo Crocoll in einem Gottesdienst
ihre kirchliche Trauung. Zwar reicht rechtlich gesehen
die standesamtliche Trauung, aber eine Hochzeit braucht
mehr als die Bestätigung durch den Standesbeamten,
meinte Pfarrer Boch. Gottes Segen für Ehe und Familie
werden im Festgottesdienst erbeten.. |
 |
Als Trautext haben sich die beiden ein Wort aus
dem alttestamentlichen Buch Ruth, im ersten Kapitel,
die Verse 16 und 17 ausgesucht. Dort lesen wir:
"Wo du hingehst,
da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe
ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott
ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch,
da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir
dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden."
Ruth verspricht ihrer Schwiegermutter in diesen
wenigen Worten nicht mehr, aber auch nicht weniger
als dass sie zu ihr halten möchte ganz gleich,
was kommt:
Zusammen sein, zusammen durch das Leben gehen, miteinander
den gemeinsamen Weg suchen und aneinander festhalten:
das haben beide auf dem Standesamt öffentlich
bekannt und bekräftigten dies in der Kirche
vor der versammelten Gemeinde. |
|
| Vor fünf Jahren im Frühjahr 2003 haben sich
beide kennengelernt, angefreundet, und manches miteinander
unternommen. Nach einiger Zeit sind die beiden dann ein
Liebespaar geworden, wußte Pfarrer Boch. Liebe kann
man nicht machen, Liebe kann uns erfassen und zieht uns
unwillkürlich zum Anderen hin. |
In einer wahren Gemeinschaft zwischen Mann und
Frau, sieht man etwas hindurch leuchten, das mehr
ist, als einzelne Personen.
In einer ehelichen Gemeinschaft kann etwas aufleuchten,
von dem Plan, den Gott, der Schöpfer mit uns
Menschen hat: er möchte, dass wahres Menschsein
sich verwirklicht, dass Gegensätze überwunden
werden. Dann können Menschen erkennen, was
es heißt, wenn Leid und Elend, Not und Sorgen
zurückgelassen werden.
Dies ist zu spüren in den Momenten, in denen
man sich vom Partner, von der Partnerin angenommen
und geliebt weiß und sich als voll-ständiger
Mensch fühlen darf.
Solche Momente durften beide |
 |
|
| schon erleben: als Timo für Susan da war in schweren
Zeiten, oder wenn Susan Timo ohne Worte versteht, wenn
sich beide Ehepartner nach einem Streit wieder versöhnen
können oder wenn die beiden sich über Maximilian
freuen und staunen über das, was er in ihr gemeinsames
Leben hineingebracht hat. |
 |
Dies ist die gleiche
Gemeinschaft, die Gott mit uns Menschen haben möchte,
zu der er uns einlädt und die er uns verspricht,
wenn er uns auffordert, ihm zu vertrauen. Ruth drückt
es so aus: "Dein Gott ist mein Gott."
Möge Euch das auch gelingen, dass der Glaube
an den lebendigen und liebenden Gott, Eure Ehe durchdringt,
dass Ihr seine Nähe spürt und ihn mit
einbezieht in Eure Entscheidungen, wenn es um Euren
Weg als Ehepaar und als Familie geht, dass Ihr seine
Nähe sucht, nach ihm fragt – nicht nur
in schweren Zeiten, sondern an jedem Tag, dass Ihr
spüren könnt, dass ER gute Wege für
Euch hat und dass Ihr diese Wege findet und gehen
könnt.
Diesen Segen Gottes wünschte Pfarrer Boch dem
Brautpaar.
Beide werden gewiss nicht immer auf Wolke Sieben
sein können – dazu sind sie auch viel
zu realistisch. Es wird auch in Zukunft finstere
Täler geben, Zeiten, die für beide nicht
einfach sind. Die eine oder andere Krise haben sie
schon überstanden und wissen um die Tücken
der Zweisamkeit. Wenn zwei sich schon 5 Jahre kennen,
schon mehr als vier Jahre zusammen sind, zwei Jahre
zusammen wohnen, ein Haus gebaut und ein gemeinsames
Kind haben – dann haben sie hoffentlich schon
gelernt, wie man mit schwierigen Situationen, mit
Meinungsverschiedenheiten und unterschiedlichen
Auffassungen umgehen kann. |
|
| Wichtig ist, dass sie wissen, dass sie auf einem festen
Fundament stehen: auf ihrer Liebe zueinander und auf der
festen Überzeugung, dass sie miteinander in guten
wie in schweren Zeiten ihren Weg als Ehepaar gehen, und
in der Gewissheit des Glaubens, dass Gott da ist, um ihnen
auf ihrem Weg zur Seite zu stehen. |
 |
Wo Menschen miteinander als Ehepartner unterwegs
sind, machen sie die Erfahrung, dass sie manches,
was ihre Liebe zueinander beeinflusst, nicht selbst
steuern können und nicht in der Hand haben.
So können zum Beispiel Trauer oder Krankheit
das Leben schwer machen, aber auch Misstrauen oder
enttäuschte Hoffnungen können die Liebe
bedrohen.
"Gottes Segen auf Eurer Ehe wird auch Euch
beiden, zwar nicht grundsätzlich vor allen
Gefahren bewahren, aber der Segen Gottes gibt Euch
ein Fundament, auf das Ihr immer zurück könnt,
einen Anker, an dem Ihr Euch festmachen könnt,"
sagte Pfarrer Boch.
Gottes Segen beinhaltet die Zusagen, dass beide
Namen bei ihm nicht vergessen werden, und das Leben
einen Sinn hat, ein Ziel bekommen hat.
Sich daran festmachen zu dürfen, daran glauben
zu dürfen – und das heißt ja nichts
anderes, als Gott vertrauen, dass er mein Leben
in der Hand hält, das ist eine große
Gnade.
Um diese Gnade geht es auch bei einer Trauung, bei
der bewussten Entscheidung, in Zukunft nicht mehr
allein, sondern als Gemeinschaft im Vertrauen auf
Gott unterwegs sein zu wollen. |
|
Die Gemeinschaft des Ehepaares wurde auch
schon erweitert durch den Sohn Maximilian. Er verbindet
beide auf ganz besondere Weise und lässt sie auf
ganz lebendige Weise Gottes Schöpfermacht spüren
Das Brautpaar wurde nach dem Festgottesdienst von vielen
Gratulanten erwartet. |
|
|