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| Am 14. Juni 2008 kamen Dominik Heidt und Annina, geb.
Scheer mit einer großen Festgemeinde in die Kirche,
um vor Gott den Beginn ihrer Ehe zu feiern. |
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Nachdem Annina und Dominik am Donnerstag
auf dem Standesamt in Liedolsheim ihre Ehe vor dem
Gesetz geschlossen haben, wollten die beiden in
der Kirche auch vor Gott zueinander „Ja“
sagen. Sie haben darum gebittet, daß er sie
beide in ihrem gemeinsamen Leben beschützt
und bewahrt.
Festliche Orgelmusik erklang als das Brautpaar in
die Kirche einzog.
Es ist ein schöner Grund zum Feiern, wenn zwei
Menschen in Liebe zueinander gefunden haben. Selbstverständlich
ist das nicht. Manches muss geschehen, damit zwei
sich finden können und die Liebe zueinander
entdecken. Pfarrer Boch mutmaßt, dass die
Heimatverbundenheit von Dominik ein wichtiger Faktor
war, der das Paar zueinander finden lies. Denn obwohl
er in Stuttgart studierte und arbeitete zog es ihn
am Wochenende immer wieder hierher nach Liedolsheim.
Die Liebe braucht aber mehr. Allein das hier-Sein
reicht nicht aus. Es fehlte die richtige Gelegenheit,
um einander nicht nur zu sehen, sondern auch näher
kennenzulernen. An Fasching vor drei Jahren ist
dies dann geschehen – und nun kürzte
Pfarrer Boch ab – es ging sehr schnell. Die
Liebe hat Sie zueinander hingezogen. |
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"Lasst
uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern
in Tat und Wahrheit. "
Diese Worte aus dem 1. Johannesbrief haben sich beide
als Trauspruch ausgewählt.
Diese Worte sollen sie in ihrem gemeinsamen Leben begleiten.
In Ihrer Traubibel ist der Vers etwas moderner übersetzt
als bei Luther. Dort steht: Lasst uns einander lieben:
nicht mit leeren Worten, sondern mit tatkräftiger
Liebe und in aller Aufrichtigkeit.
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| Johannes hat in diesem
kurzen Vers wichtige Gedanken zur Liebe in einfache
Worte gefasst. Natürlich braucht die Liebe
Worte der Liebe, Worte der Zuneigung. Die Sprache
hilft uns Anteil zu geben an dem, was uns bewegt.
Und nicht nur am Beginn eines gemeinsamen Weges
als Liebes- oder Ehepaar, tut es einfach gut, immer
wieder die Liebe auch mit Worten zu bekennen. Wir
brauchen das – aber Worte allein reichen eben
nicht aus. Schon bald spürten Annina und Dominik
deutlich, dass sie zusammen gehören. In ihnen
wuchs die Sehn-sucht, mehr miteinander zu teilen
als nur ein paar Stunden an den Wochenenden. Es
blieb so wenig Zeit, um einander zu entdecken. |
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Obwohl sie beide eigentlich recht unterschiedlich sind
in ihrer Art, obwohl sie verschiedene Hobbys haben –
fühlten sie eine tiefe Verbundenheit, die immer stärker
wurde je länger sie miteinander als Liebespaar unterwegs
waren. Dann kam die Chance für Dominik zum beruflichen
Wechsel nach Karlsbad. Er hat die Chance ergriffen, und
so stand dem gemeinsamen Leben nichts mehr im Wege und
die beiden sind zusammengezogen.
Da in der Liebe nicht alles in traditionellen Bahnen verlaufen
muss, und beide eigentlich wussten, dass sie bald heiraten
möchten, ergriff nicht Dominik, sondern Annina die
Initiative und fragte ihn im Mai letzten Jahres, ob sie
heiraten wollen, wußte Pfarrer Boch zu berichten. |
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Wer liebt, gibt sich selbst einem
anderen hin, er öffnet sich, macht sich verletzlich.
Wer liebt gibt ein Stück seiner selbst für
einen anderen auf und verzichtet auf einen Teil
seiner selbst, um einem anderen Menschen Anteil
an ihm zu geben. Ein Teil des eigenen Willens, der
eigenen Freiheit, einen Teil der eigenen Möglichkeiten
müssen aufgegeben werden, um in der Gemeinsamkeit
größere Möglichkeiten und neue Erfahrungen
zu gewinnen. Das ist mit Worten allein nicht möglich.
Ihr habt es ja selbst erlebt: obwohl ihr nicht immer
einer Meinung seid, obwohl Ihr zum Teil unterschiedliche
Vorstellungen habt, erfüllt es Euch mit Glück,
beieinander zu sein, und ihr empfindet den jeweils
Anderen als Bereicherung für Euer Leben, meinte
Pfarrer Boch.
Wo die Liebe einen Menschen ganz erfaßt, fließt
ihre Kraft in sein Handeln am und für den geliebten
Menschen ein. Eine Liebe, die nicht in Taten der
Liebe zum Ausdruck kommt, bleibt letztlich ohne
Wirkung und wird langsam aber sicher erkalten.
Neben den Worten und Taten braucht die Liebe aber
auch Wahrheit, braucht Aufrichtigkeit – wo
sich die Falschheit in die Liebe einschleicht, -
meist durch kleine Notlügen im Alltag –
da können selbst die größten Beteuerungen
der Liebe schon bald zum leeren Geschwätz werden.
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| Wo dies aber ans Licht kommt, ist die Enttäuschung
groß und die Verletzungen wiegen schwer. Liebe lebt
davon, daß sie ehrlich und wahrhaftig geschieht.
Wahrhaftige Liebe braucht keine Fassade. Wo immer Menschen
sich ehrlich und offen in Liebe begegnen, können
sie sogar die Schrullen und Eigenarten des anderen mit
den Augen der Liebe betrachten. Sie können sogar
ab und zu heftig miteinander streiten, ohne, dass die
Liebe davon Schaden nimmt. Auch die Erfolge des einen
wecken im anderen keine Eifersucht, sondern er freut sich
mit. |
Es ist wie im Sport: in einer Volley-ball-Mannschaft
reicht es nicht aus, dass gute Spielerinnen oder
gute Spieler versammelt sind.
Das gleiche Ziel muss verfolgt und gemeinsam für
dieses Ziel gearbeitet werden. Wenn jeder nur danach
schaut, wie er einen Punkt landen kann, wird die
Mannschaft nicht siegen können. Es gilt, miteinander
die Fähigkeiten aller zu nutzen, um Punkte
zu landen und am Ende gemeinsam den Sieg zu feiern.
Gott selbst ist in seiner Liebe zu uns Menschen
nicht beim Lippen-bekenntnis stehen geblieben: Seine
Liebe hat ihn in die Welt getrieben. In Jesus Christus
hat Gott selbst sich hingegeben aus Liebe zu uns.
Er hat mit uns das Leben geteilt und |
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ist für uns am Kreuz gestorben. Sein Tod und
seine Auferstehung eröffnen uns neues Leben. Befreit
von der Schuld, die uns gefangen halten will, können
wir leben als freie Menschen. Im Glauben an Jesus Christus
bekommen wir schon jetzt Anteil an der neuen Schöpfung.
Pfarrer Boch sagte: "Mit Gottes Liebe ist es wie
mit der Liebe zwischen Euch beiden, liebes Hochzeitspaar.
Wir können sie uns nicht verdienen, wir können
sie nicht einklagen, sondern sie wird uns geschenkt.
In guten und in schweren Zeiten könnt Ihr auf Gottes
tatkräftige und wahrhaftige Liebe zählen.
Wo eure Liebe abzukühlen droht, bekommt sie durch
seine Liebe neues Feuer. Wo eure Liebe zu zerbrechen
droht, kann Gott sie durch seine Liebe wieder stark
machen.
Lebt miteinander und mit Gott, wozu Euer Trauspruch
Euch ermuntert: Lasst uns nicht lieben mit Worten noch
mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit."
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Für Gäste der Hochzeit gibt es eine Bildergalerie
deren Adresse im Gästebuchbeitrag "Schön
war es" auf der Hochzeitswebsite zu finden ist. |
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