Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Vor 60 Jahren, am 23. Oktober 1948, heirateten Katharina und Artur Roth in der Kirche in Liedolsheim.
Mit Verwandten und Freunden konnten sie nun in einem Dankgottesdienst das seltene Fest der
Diamantenen Hochzeit feiern.
Begrüßung zu Beginn des Gottesdienstes

Worte des Propheten Josua wurden dem Ehepaar vor 60 Jahren als Trauspruch für den gemeinsamen Lebensweg zugesprochen.

"Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen."

Prädikant Böhm sagte, dass sich in dieser langen Zeit einiges verändert hat, was bedenkenswert ist. Zunächst meinte er aber, dass in der Rückschau besonders interessant ist, wie damals alles begann, mit der Zuneigung und Liebe des Paares und was das Geheimnis einer so langen Ehe ist.

Wenn man die beiden Geburtsorte beachtet, so ist es eine besondere Fügung des Herrn, dass diese Menschen sich gefunden haben. Katharina wurde im ungarischen Hidasch geboren. Schon in jungen Jahren verlor sie ihren Vater und musste 1946 als Deutschstämmige mit ihrer Familie ihre Heimat verlassen.
Mit einem sogenannten Flüchtlingstransport kam sie nach Liedolsheim und versuchte als junge Frau hier Anschluss und Freunde zu finden.
Prädikant Böhm vermutete, dass dies bestimmt eine schwere Zeit im Leben der jungen Katharina war.

Artur Roth wurde in Liedolsheim geboren und arbeitete in der Landwirtschaft des Vaters.
Als 17jähriger wurde er 1945 zum Arbeitsdienst eingezogen und kam, anders als mancher Altersgenosse, nach dem Krieg wieder nach Hause. Dort begegneten sich die Beiden.
im Festgottesdienst
Prädikant Böhm konnte nun, zur Freude der Festgemeinde berichten, dass es eine, damals recht kostspielige Wette war, die das Paar zusammenführte. Artur wollte die schöne Kathi unbedingt nach Hause begleiten und so geschah es. Aus dem ersten Kontakt wurde mehr und so haben sich beide öfter getroffen und ihre Liebe zueinander entdeckt. Als sie dann 1948 geheiratet haben war der Start schwieriger als er es heute wäre.
Musik bereicherte den Gottesdienst Staatliche Unterstützung gab es keine und Arbeit zu finden war schwer. Die Landwirtschaft musste die Familie ernähren, die im Laufe der Zeit durch drei Söhne anwuchs. Als diese größer waren, fand Frau Roth eine Anstellung im Kernforschungszentrum, wohin auch ihr Ehemann wechseln konnte. So konnten sie ein Haus bauen und auch manche Reise unternehmen.
Prädikant Böhm betonte, dass es wichtig und richtig ist, bei der Rückschau auf all das Erreichte, den Dank an den dreieinigen Gott nicht zu vergessen. Es war Gottes Wille dass sich die Beiden gefunden haben und wenn sich auch im Laufe der Jahre manches gewandelt hat, so sind sich beide noch so nahe wie damals.
Prädikant Böhm wünschte dem Jubelpaar, dass sie noch einige Zeit zusammen unter Gottes Schutz verbringen können und Gott seinen Segen auf das Paar, ihre Söhne mit Frauen, den 4 Enkeln und dem Urenkel lege.
nach dem Festgottesdienst
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