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| Am 17. Mai 2008 feierten Philippine und Johann Zeitler
ihr 50jähriges Ehejubiläum – und mit ihnen
Freunde und Verwandte. Zugleich dankten sie Gott, der
sie auf dem Lebensweg begleitet und sie gut geführt
hat. |
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Vor 50 Jahren war es Pfarrer Püschel, der
das Paar traute und ihnen einen Bibelvers aus dem
Buch Josua mit auf den gemeinsamen Lebensweg gegeben
hat.
In Josua 1,9 sagt Gott:
„Siehe,
ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt
seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht,
denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem,
was du tun wirst.“
Dieses Wort spricht Gott selbst zu Josua als dieser
vor die große Aufgabe gestellt wird, als Nachfolger
des Mose, das Volk ins verheißene Land zu
führen.
Wir sind nicht Josua, niemand unter uns. Bevor das
Goldhochzeitspaar, vor den Traualtar trat, musst
es keinen Weg durch die Wüste bestehen –
wie damals das Volk Israel.
Aber in einem gleichen Sie dem Nachfolger des großen
Volksführers Mose. Wie Josua damals stehen
Sie nach so langer Zeit an einem wichtigen Punkt
Ihres Lebens. |
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| Pfarrer Boch wußte zu berichten,
dass es schöne Erlebnissen, aber auch manch Schweres
in der zurück-liegenden Zeit gab. Die Anfänge
Ihrer Liebe waren damals schon sehr romantisch. Es fing
damit an, dass Herr Zeitler ein Mädchen von 16 Jahren
bei der Heimfahrt von der Arbeit gesehen hat. Das Mädchen
ging ihm dann nicht mehr aus dem Sinn. Er erkundigte sich
nach ihr und hat die Initiative ergriffen. 54 Jahre ist
das nun her, dass Sie beide sich beim Tanzen näher
kennenlernten. Die Musik, das Singen lag Ihnen beiden
schon damals am Herzen. Schon bald wurde der angehende
Schwiegersohn auch von der Mutter der Braut ins Herz geschlossen,
und die beiden konnten Heiratspläne schmieden. |
Wenn beide heute zurück denken
an die Anfänge ihrer Ehe, dann erinnern Sie
sich an die arme Zeit damals. Mit wenigen Mitteln
konnte die Familie 1956 ein Haus bauen, bevor 1958
Hochzeit gefeiert wurde.
Vieles, was heute selbstverständlich ist, war
damals unvorstellbar. Das junge Paar musste sich
zusammenraufen, um den Alltag mit seinen Herausforderungen
zu bewältigen. Als dann die Tochter Liane zur
Welt kam, war es gut, dass die Oma da war, um die
Kleine zu betreuen. Doch die Zeiten wurden besser.
„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost
und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze
dich nicht, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir
in allem, was du tun wirst.“
Diese Zusage Gottes hat das Ehepaar begleitet, in
guten Tagen und in schweren Stunden; hieraus haben
Sie Kraft geschöpft und neue Zuversicht gewonnen.
Pfarrer Boch machte dem Jubelpaar Mut, dass sie
auch in der vor ihnen liegenden |
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Zeit daraus Kraft schöpfen können,
wenn Fragen quälen wie: Was wird nun mit uns? In
welche Richtung können wir gehen? Indem Sie auf Gottes
Zusage horchen, wird neuer Mut wachsen.
Sie haben es schon erfahren: Wir sind geborgen in Gottes
Hand, können behütet leben im Sturm unserer
Welt. |
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Gott lässt die Seinen nicht fallen.
Er trägt uns, sogar wenn wir uns von ihm verlassen
fühlen. Diese Gewissheit prägt und verändert
unser gesamtes Leben. Leidenswege bleiben nun nicht
mehr nur Straßen, auf denen wir uns einsam
und verlassen fühlen:
Gott begleitet uns auch dort; er geht mit uns. So
werden die Augenblicke, in denen unsere Pläne
zerbrechen erträglicher: Gottes Liebe baut
Neues aus den Trümmern unseres Alltags. Er
geht mit uns in die Zukunft. Er ermöglicht
uns Neuanfänge, so wie er seinen Sohn aus der
Macht des Todes befreite.
Pfarrer Boch meinte, wenn das Jubelpaar, von seinem
Leben erzählt, leuchtet solche Bewahrung auf,
denn sie wissen, dass wir diese Bewahrung nicht
unseren eigenen Bemühungen verdanken oder den
vielen Absicherungen. die wir in unser Leben einbauen;
sie lösen sich ja allzu schnell in nichts auf
und platzen wie ein Luftballon.
Unsere sicheren Schritte in die ungewisse |
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Zukunft sind vielmehr ein kostbares Geschenk. Darum
konnten sie fröhlich feiern. Denn es ist gewiss,
dass auch heute gilt, was Gott vor 50 Jahren zusagte:
„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und
unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich
nicht, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem,
was du tun wirst.“
Der Festgottesdienst wurde durch Wortbeiträgen von
Familienangehörigen und den Liedern "Die Macht
der Liebe" und "Die Rose", solistisch von
Hauke Lemberg vorgetragen, bereichert. |
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