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Zu einem Dankgottesdienst
kamen Hannelore und Walter Schultheis anläßlich
ihres 50 jährigen Ehejubiläums
am 25.07.2009 in unsere Kirche in Liedolsheim. |
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Am 25. Juli 1959 haben Sie beide
in Karlsruhe vor Gott zueinander „Ja“
gesagt und haben seinen Segen für ihren gemeinsamen
Lebensweg erbeten. Am Festtag dankte das Jubelpaar
mit Familie und Freunden Gott dafür, dass
sie auf ihrem Lebensweg begleitet wurden und baten
ihn um seinen Segen für Hannelore und Walter
Schultheis.
Angefangen hat damals alles – wie sollte
es auch anders sein – in einer Bäckerei.
Nachdem Herr Schultheis, Ihre Lehre abgeschlossen
hatte, arbeiteten er zunächst in Ettlingen
und dann auch in Karlsruhe in einer Bäckerei
in der Marienstraße. Dort war die damals
19-jährige Hannelore Drach beschäftigt
und wie es mit der Liebe eben so ist. Zwischen
ihr und dem etwas älteren Gesellen hat es
– wie man heute sagen würde –
gefunkt.
Aus den Funken des Anfangs entstand mehr und schon
bald haben die beiden beschlossen, Ihr Lebenshaus
gemeinsam als Ehepaar weiterzubauen.
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Am 25. Juli 1959 wurden die beiden von Pfarrer Oest
– der zuvor hier in Liedolsheim Pfarrer gewesen
war – in Karlsruhe getraut. Als Trautexte wurden
von ihm die Konfirmandensprüche der Brautleute gewählt:
Der Trauspruch von Hannelore Drach aus Offb 3,20
"Siehe, ich stehe an der
Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören
wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen
und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir."
Und der Konfirmandenspruch von Walter Schultheis aus 1.
Korinther 3,11:
„Einen anderen Grund kann
niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Christus
Jesus.“ |
Beide Texte haben
etwas mit Räumen oder Gebäuden zu tun.
Da ist zum einen das Bild von der Tür, an
die Jesus anklopft. Die Tür des Herzens können
wir dahinter ebenso sehen, wie die Tür des
Lebenshauses, die geöffnet werden soll, damit
der Herr des Lebens darin Raum gewinnen kann.
Der Vers von Paulus aus dem 1. Korintherbrief
erinnert uns daran, dass jedes Gebäude und
auch jedes Lebenshaus, ein festes Fundament braucht,
auf das man bauen kann. Ehepaar Schultheis, muss
man darüber nichts sagen. Sie haben Erfahrung
darin, wie wichtig es ist, dass ein Betrieb auf
einem guten Fundament steht, um über lange
Zeit der Familie und den Angestellten das nötige
Auskommen zu bieten. Mehr als 30 Jahre haben Sie
die Bäckerei geleitet bis Sie am Ostersamstag
1994 aus gesundheitlichen Gründen aufgehört
haben. Auch das Leben braucht - im übertragenen
Sinne – eine Basis, damit es gelingen kann.
Wer mit offenen und wachen Augen in die Welt schaut,
wer auch tiefer blickt und wer erkannt hat, dass
wir allein
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| im Vertrauen auf Gott den festen Grund
für ein gutes und gelingende Leben finden, der weiß:
Was wir sind und was wir tun ist allein auf Jesus Christus
und seinem Tun für uns begründet. Er, der für
uns am Kreuz gestorben ist, damit wir Hoffnung haben über
den Tod hinaus, er ist der Eckstein, der Grundstein auf
dem unser Leben gründet. |
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Kein Mensch, kein Staat,
keine Kirche begründet unser Sein und Tun.
Mit allem, was wir haben und sind stehen wir allein
auf dem, der Jesus Christus heißt. Er hat
am Kreuz von Golgatha alles getan, damit wir leben
können.
Von uns wird nicht mehr und nicht weniger verlangt,
uns diesem Grund anzuvertrauen, unser Leben darauf
zu bauen und uns immer wieder daran zu erinnern:
was wir sind und tun, gründet allein auf Jesus
Christus.
Wenn das Ehepaar Schultheis zurückblickt, dann
werden Sie feststellen, dass Sie Ihr Leben nicht
nur gut gegründet haben, sondern dass diese
Lebenserfüllung Ihnen auch immer wieder geschenkt
wurde.
Auch wenn es nicht immer leicht für Sie war,
auch wenn es Schweres durchzustehen gab, wie zum
Beispiel den Tod ihres Sohnes gleich nach der Geburt,
so durften Sie dennoch viel Gutes in Ihrem Leben
erfahren durch Ihre Tochter und deren Familie, durch
Ihre Enkelin Maren, durch die Freude am Singen im
Bäckergesangverein, dem Herr Schultheis, schon
38 Jahre angehört, durch Menschen, die Ihnen
als Freundinnen und Freunde |
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verbunden sind, und nicht zuletzt durch
die Kirche und die Gemeinschaft der Glaubenden.
" Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an.
Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür
auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl
mit ihm halten und er mit mir."
Hier kommt dann auch der andere Trauvers ins Spiel.
Ehepartner, die ihr gemeinsames Leben auf den Grund
des Glaubens gebaut haben, leben nicht nur in ihrer
Zweisamkeit und in der Gemeinschaft ihrer Familie, sondern
sie gehören auch in Gemeinschaft der Glaubenden,
gehören zur Kirche Jesu Christi, die überall
dort sichtbar wird, wo Menschen miteinander Gottesdienst
feiern, Gottes Wort hören und gemeinsam Glauben
leben.
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… zu dem werde
ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten
und er mit mir.
In der Feier des heiligen Abendmahls erleben wir
die Nähe des Gekreuzigten und Auferstanden
Herren, erfahren Gemeinschaft mit anderen Christen
und dürfen schmecken und erleben, wie gut
es Gott mit uns meint. Nicht nur Ehepartner brauchen
diese Vergewisserung des Glaubens immer wieder.
Jeder Mensch braucht den Zuspruch der Vergebung,
die Ermutigung durch Gottes Wort und die spürbare
Nähe des liebenden Gottes.
Wenn man sieht, wieviele Häuser schon nach
kürzerer Frist als 50 Jahren, baufällig
geworden sind, so ist es ein wirklich guter Grund
zum Danken, dass Ihr gemeinsames Lebenshaus schon
50 Jahre überdauert hat. Der Rückblick
auf das, was war, auf manche Bewahrung, auf das
Glück, das Sie erleben durften, auf die Menschen,
die ihnen im Lauf ihrer Ehe wichtig waren und
bis heute sind, all das gibt Grund dazu, dass
Sie heute so fröhlich diesen Tag feiern können. |
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Pfarrer Boch sagte am Schluß des
Festgottesdienstes: "Jesus Christus selbst, der Grund
ihres Lebens erinnert immer wieder daran: auch diese Ehe
ist nicht Ihr eigenes Werk, Sie sind heute nicht hier,
weil Sie so stolze Menschen sind, die selbst dafür
gesorgt haben, dass sie solange zusammen sind, sondern
Sie sind hier, weil Sie vertraut haben. Weil sie sich
einander anvertraut haben und gemeinsam dem vertrauen,
der Ihnen Ihr Leben und Ihre Liebe geschenkt und bewahrt
hat. Einen andern Grund kann niemand legen als den, der
gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Der Segen Gottes,
den Sie vor fünfzig Jahren hier erhalten haben, der
konnte zum Zuge kommen.
heute blicken Sie darauf zurück und können sagen:
ja, es war gut, diesem Grund zu vertrauen. Für unser
Leben, für unsere Ehe und Familie" |
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