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Die kirchliche Trauung
von Jeannine Garnatz, geb. Forst und Georg Garnatz fand
am 17. Juli 2010 in der Evangelischen Kirche Liedolsheim
statt. |
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Pfarrer Boch begrüßte
die Familien des Brautpaares, die Freunde und alle
die von nah und fern gekommen waren um diesen Festgottesdienst
zu feiern.
Nachdem Jeannine und Georg schon im Dezember 2009
auf dem Standesamt vor dem Gesetz ihre Ehe geschlossen
haben, wollten die beiden an diesem Tag hier in
der Kirche auch vor Gott zueinander „Ja“
sagen.
Sie wollten ihn darum bitten, dass er sie beide
– gemeinsam mit ihrem Sohn Yann – als
Familie begleitet und bewahrt. |
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Als Trautext haben sie sich einen der
klassischen Texte ausgesucht, die oft als Lesung in
einer kirchlichen Trauung auftauchen. Worte, die man
sich gerne am Anfang der Ehe zu Herzen nimmt. In Kolosser
3,13-15 heißt es:
„Ertragt euch gegenseitig
und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen
hat. Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist
das Band, das alles zusammenhält und vollkommen
macht. In Euren Herzen herrscht der Friede.“
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Pfarrer Boch meinte,
dass er das Paar nicht zu ermahnen braucht, im
Sinne von „Streitet nicht miteinander, und
seid bereit, einander zu vergeben, selbst wenn
ihr glaubt, im Recht zu sein ...” - Ihr
kennt Euch doch schon so lange, da müsstet
Ihr ja wissen, wie man miteinander umgeht.
Jeannine, war 13 als sie sich kennen gelernt haben.
Ab dem Jahr 2000 haben sie dann sogar gegenüber
in der Kirchfeldstraße gewohnt, da sieht
man sich öfter und da kann man näher
zusammen kommen. Jedoch war damals der Gedanke
noch weit entfernt, einmal zu heiraten. |
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| Bald schon ergab sich die Gelegenheit,
in der Rathausstraße einzuziehen. Doch da haben
sie Georgs Oma mit aufgenommen und sie, bis zu ihrem Tod
im Dezember 2008, ein Jahr lang betreut. Das war für
ein junges Pärchen keine leichte Aufgabe und keine
leichte Zeit. |
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Wo die Zeiten für
zwei Liebende schwer werden, beweist sich, ob ihre
Liebe tragfähig genug ist. „Ertragt euch
gegenseitig“ bedeutet etwas Positives –
den anderen auch dann noch lieben und ertragen,
wenn die Dinge mal ganz anders laufen als erwartet.
Auch dann zueinander stehen, wenn es schwer wird
im Alltag, im Beruf, in der Familie. Apropos Familie:
es hat gar nicht so lange gedauert, da war ihr Sohn
unterwegs. Seit er ins Leben getreten ist, hat sich
auch die Beziehung zueinander verändert. |
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Nun tragen beide nicht nur Verantwortung für
sich selbst und ihr Miteinander, sondern auch für
ihr Kind. Auch das war ein Grund, im Dezember 2009 die
Ehe miteinander zu schließen und mit der heutigen
Trauung auch vor Gott zueinander „Ja“ zu
sagen.
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In der Ehe steht nicht
mehr das ICH im Vordergrund, sondern das WIR. Das
ist aber nur der Anfang. Damit ist es noch nicht
getan. Jetzt geht es erst richtig los. Auf dieser
Grundlage gilt es, den Alltag zu gestalten. Das
ist das Eigentliche. Und weil die Liebe nicht nur
ein schönes Wort ist oder ein schönes
Gefühl ist, wird Paulus hier sehr konkret und
praktisch. Er beschreibt, wie sich die Liebe im
Alltag erweisen soll:
„Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander,
wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat.“ |
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| Mit Gottes Liebe hält unser Leben zusammen, er
trägt uns, er hält uns und er lässt uns
die wesentlichen Seiten des Lebens kennen lernen. Dieses
Leben ist dann nicht vollkommen, ist gewiss nicht allezeit
nur glücklich. Aber dieses Leben gibt Glück
und Lebensfreude, auch in Enttäuschung und Schmerz.
Es wird vollkommen durch die Liebe, die alles trägt,
zusammenhält und überdauert. Am Ende des Trauverses
heißt es: „In Euren Herzen herrscht der Friede.“
Dieser Friede Gottes bindet uns zunächst einmal ganz
fest an Jesus selbst, und an die Menschen, die zu ihm
gehören und zu denen auch wir gehören. Dafür
können wir dankbar sein. Pfarrer Boch wünschte
dem Brautpaar, diese Grundlage der tiefen Gewissheit der
Gnade und der Vergebung Gottes, wo einer dem andern Gnade,
Annahme, Liebe und Vergebung gibt. Das geschieht durch
die Liebe Gottes, die das Band ist, das alles zusammenhält
und vollkommen macht. So wird der FRIEDEN Gottes auch
ihr gemeinsames Leben bestimmen. |
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