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Am
2. September 2000 wurden Melanie und Marcus Barth in
unserer Kirche getraut.
An diesem Tag fing es gegen Mittag leider an zu regnen
und so säumten Menschen mit bunten Regenschirmen
den Weg zur Kirche.
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Am
Turmeingang wurde das Brautpaar von Pfarrer Boch empfangen
und in die Kirche geleitet.
In der Bibel lesen wir: "Gott ist die Liebe".
Wo immer es Liebe zwischen Menschen gibt, ist Gott im
Spiel - ganz gleich ob uns das bewußt ist, oder nicht.
Die Liebe, die wir zu anderen empfinden, hat ihren Grund
in der Liebe Gottes zu uns, zu seinen Geschöpfen.
Deshalb ist es gut, wenn ein Hochzeitspaar Gott mit
hinein nimmt in seine Ehe, wenn die beiden Partner ihm
Raum geben, damit Gottes Liebe ihre Liebe zueinander
immer wieder stärken und erneuern kann.
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Das
Spiritual "O Happy Day" erklang zum Beginn
des Festgottesdienstes, gesungen durch die Mitglieder
von "The Vocal section". Mit weiteren Liedern,
"She's always a woman to me" und "Ich
fühl' wie du", wurden musikalische Akzente gesetzt.
Worte
aus Psalm 103 sprach Pfarrer Boch als Gebet:Lobe den
HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen
Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht,
was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde
vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben
vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade
und Barmherzigkeit, Der HERR hat seinen Thron im Himmel
errichtet, und sein Reich herrscht über alles. Lobet
den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft!
Lobe den HERRN, meine Seele! Amen.
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Die
Heirat bedeutet oft für einen der beiden Partner,
Vertrautes aufzugeben, manchmal die Heimat zu verlassen.
Pfarrer Metthias Boch ging in seiner Traupredigt darauf
ein, dass es beim Hochzeitspaar so verlaufen ist. Marcus
hat seine vertraute Umgebung, seinen Arbeitsplatz, seinen
alten Freundeskreis verlassen, um hier in Liedolsheim
zusammen mit seiner Frau das gemeinsame Leben zu gestalten.
Durch die Entscheidung hier gemeinsam zu wohnen, hat etwas
begonnen , was das bisheriges Leben gründlich auf den
Kopf gestellt hat. An der Kreuzung des Weges, wo beide
sich getroffen haben, wurde ein neuer, ein gemeinsamer
Weg eingeschlagen.
Die alten Worte aus der jüdischen Weisheitsliteratur die
sich das Brautpaar als Trauspruch gewählt hat, ist als
Motto für ihre Ehe hier hilfreich.
Im Alten Testament im Buch des Predigers Salomo lesen
wir folgende Zeilen: "Zwei sind allemal besser dran
als einer allein. Wenn zwei zusammenarbeiten, bringen
sie es eher zu etwas. Wenn zwei unterwegs sind und hinfallen,
dann helfen sie einander wieder auf die Beine. Wer aber
allein geht und hinfällt, der ist übel dran, weil niemand
ihm helfen kann." |
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Vor
dem Trauversprechen las Pfarrer Boch noch einige Stellen
aus der Bibel zur Ehe.
Im ersten Buch der Bibel lesen wir, wie Gott von Anfang
an Mann und Frau füreinander geschaffen hat: Gott der
Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein
bleibt. Ich will ihm eine Gefährtin machen an seine
Seite.
In der Ehe schließen Mann und Frau einen Bund miteinander
und gehören ein Leben lang zusammen; denn Jesus sagt
im Evangelium: "Gott, der im Anfang den Menschen geschaffen
hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: Darum wird
ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seiner
Frau hängen und die zwei werden ein Fleisch sein. So
sind sie nun nicht mehr zwei, sondern eins. Was Gott
zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden."
(Mt 19,4-6)
Über die Liebe von Menschen zueinander schreibt der
Apostel Paulus im Brief an die Römer: Freut euch mit
den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Habt einerlei
Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen,
sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet
euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses
mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann.
Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen
Frieden.
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| Bei
einer Hochzeit bekommt man viele Geschenke und auch von
der Kirchengemeinde bekam das Brautpaar etwas - eine Bibel.
Dieses Buch soll die Partner in Ihrer Ehe begleiten -
und wenn Sie drin lesen, werden sie entdecken, es ist
nicht nur ein Buch zum Lesen sondern auch ein Buch zum
Leben. Viel Freude damit, wünschte Pfarrer Boch. |
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