Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Vera und Martin Seith wurden am 15.September 2001 in unserer Kirche getraut. Ihr Trauspruch sind Verse aus dem Buch Rut, die sie zu ihrer Schwiegermutter spricht:
Pfarrer Boch begrüßt das Brautpaar . "Wo du hingehst, da will ich auch hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das. Der Tod muss mich und dich scheiden."
Das Brautpaar hat sich diese Verse bewußt ausgesucht. Es gibt vergleichbares in ihrer Situation. Volk und Kultur in denen Beide aufgewachsen sind, sind verschieden. Die Braut entstammt der russisch-orthodoxen Kirche, der Bräutigam der evangelischen Kirche. Vielleicht bestehende Unterschiede möchten sie zu einem neuen gemeinsamen verknüpfen. Vertrauen ist in der Zeit des Kennenlernens gewachsen
Wir brauchen Menschen bei denen wir auch in der Fremde geborgen sind. Glücklich ist, wer Menschen hat bei denen er in guten wie in bösen Tagen zu Hause sein kann.
Als Rut diese Worte sprach war nicht klar, wie ihre Zukunft aussehen wird. Am Ende schaut sie zurück und merkt, sie wurde gesegnet. Pfarrer Boch sagte dem Ehepaar zu, heute im Vertrauen auf Gott nach vorne zu schauen.
Die beiden Kirchen, in denen sie aufgewachsen sind, schöpfen aus dieser Quelle ihre Kraft. Auch die Liebe zweier Menschen braucht Gottes Hilfe. Die Nähe eines Menschen kann vieles bewirken.
Menschliche Liebe wird niemals vollkommen sein, aber wahre Liebe kann einander vergeben. Gott versteht etwas von Liebe. Der Weg seines Sohnes ans Kreuz war ein Weg der Liebe. An Ostern hat Gott seinen Segen gegeben, damit die Liebe nicht beerdigt wird.
Liebe ist das oberste Gebot Gottes.
Der Glaube kann das Paar davor bewahren, zu vergessen was über allem Gutem dem Leben einen Sinn gibt.
Die Liebe ermöglicht auch, dass Raum zwischen den Partnern bleiben kann. Sie soll nicht zu Fesseln werden. Wie bei einer Gitarre, jede Saite hat ihren eigenen Raum und trotzdem erklingen alle zum gleichen Lied.
Das Brautpaar wechselt die Ringe
Die Festgesellschaft Pfarrer Boch wünschte dem Brautpaar, dass sie ihre Liebe jeden Tag aus Gottes Hand nehmen. Auch sie sollen später einmal zurückblicken und sehen, unser Leben wurde von Gott gesegnet.
           
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