Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

 

„Ich schenke dir (m)ein Licht“

die Kinder der Kindergärten Für einen besonderen Gottesdienst am 3. Advent hatten sich die Kinder der beiden Kindergärten Sternschnuppe und Schwalbennest vorbereitet.
Wenngleich der Höhepunkt eines jeden Weihnachtsspiels die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem ist, so sind doch die Wege der einzelnen Betrachter dorthin ganz verschieden.
Die Hauptperson in diesem Krippenspiel war denn zunächst auch ein Hirte, der sich mit vier Lichtern auf den Weg machte, um ein Schaf zu suchen, das die Herde verlassen hatte.
Bei seiner Suchaktion begegnete er zunächst aber einem Dieb, der – wohl ohne reiche Beute gemacht zu haben – ein ziemlich erbärmliches Leben führte. Um dieser dunklen Gestalt ein wenig zu helfen, schenkte er ihm eines seiner Lichter, denn er war überzeugt, dass ihm bei der Suche nach seinem verlorenen Schaf die restlichen drei noch genügend Helligkeit spenden.
Auf seinem weiteren Such-Weg kam er zu einer Höhle, in der er allerdings nicht das gesuchte Schaf vorfand, sondern einen Wolf, der überdies noch an seiner Pfote verletzt war. Auch mit ihm, der normalerweise ja der Erzfeind von Schafen ist, hatte er Erbarmen und schenkte ihm spontan eines seiner Lichter.
Weiter ging die Suche und bei seinem Streifzug durch eine große Stadt stieß er auf einen Bettler. Und obwohl Hirten nun nicht gerade zu den wohlhabenden Leuten gehören, so fehlt es ihnen doch meist nicht an Essen und Trinken und an passender Kleidung und deshalb gab er eines seiner vier Lichter nun auch diesem „heruntergekommenen“ Menschen, um ihm zu helfen.
Schließlich führte ihn sein Weg nach Bethlehem und zu seiner Überraschung fand er im Stall neben Ochs und Esel auch sein Lamm wieder, das sich ebenfalls an der Krippe Jesu niedergekauert hatte. Hier verschenkte er nun sein letztes Licht, wohl in der Überzeugung, dass man in der Nähe Jesu kein eigenes Licht mehr benötigt.
ein Hirtenjunge verschenkt Licht
Es war beeindruckend, mit welcher Hingabe die drei-bis sechsjährigen Darsteller diese Geschichte spielten, während eine der Mütter gleichzeitig den entsprechenden Text dazu las.
Es bedurfte keiner ausführlichen Predigt mehr durch Pfarrer Boch, denn der Inhalt des Spiels gab allen Anwesenden genügend Denkanstöße. Deshalb bedankte sich Pfarrer Boch herzlich sowohl bei den Kindern, die zu diesem Spiel noch passende Lieder sangen als auch bei den Erzieherinnen, die das Spiel eingeübt und für die entsprechende „Verkleidung“ der Spieler gesorgt hatten. Dieser Dank kam auch in einem kräftigen Applaus zum Ausdruck.
Bleibt die Aufforderung an die Leser dieser Zeilen, nicht nur, aber vor allem in dieser Weihnachtszeit etwas von ihrem Licht an Bedürftige zu verschenken.
Karl-Heinz Lang
 
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