Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

"Gott dient uns", unter diesem Aspekt hat die Konfirmandengruppe des Jahrgangs 2003/2004 sich Gedanken zum Gottesdienst gemacht. Mit Pfarrer Boch, Ralf Schmidhuber und einigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern haben sie auf der Konfirmandenfreizeit manches dazu erarbeitet und dies am Sonntag Laetare, dem 21.März 2004, der Gemeinde vorgestellt.
zu Beginn des Gottesdienstes Da der Kirchenraum in Liedolsheim von seiner Bauweise zwar gemütlich ist aber für die Besucher auf der Empore ungünstige Sichtverhältnisse bietet, wurde das Vorgetragene in bewährter Weise wieder auf eine Leinwand übertragen, so dass alle das Geschehen verfolgen konnten.
Gleich zu Beginn wurde von Konfirmanden in einem fortlaufenden Anspiel die Kritik vieler Menschen am Gottesdienst ausgedrückt.
Während der Konfirmandenfreizeit hatten die Jugendlichen zu diesem Thema Menschen interviewt. Dies wurde dann im Gottesdienst eingespielt und auch hier wurden Besucher mit den Fragen konfrontiert: Besuchen Sie den Gottesdienst und aus welchem Grund oder warum nicht?
Pfarrer Boch erläuterte die einzelnen Elemente der Gottesdienstliturgie und die Konfirmandinnen und Konfirmanden machten dies mit Bildern, Liedern und Gesprochenem greifbar. So waren zum Bußgebet Bilder gemalt worden, die ausdrückten, was den Beter als Schuld belastet. Gott hat in seinem Wort gesagt, dass Schuld die wir einsehen und vor ihm ausbreiten, vergeben wird. Der Zuspruch der Vergebung, die Gnade Gottes, wurde auch bildlich festgehalten. Gott ist gnädig
Gedanken zum Glaubensbekenntnis Das Singen spielt im Gottesdienst eine wichtige Rolle.
Im Lied finden Bitten, Klagen und auch das Lob ihren Ausdruck. Der Kritikpunkt hier waren die alten Lieder. Einige Konfirmandinnen stimmten neue Lobpreislieder an, die mit dem bewährtem Liedgut eine bunte klangliche Mischung ergeben.
Das Bekenntnis des Glaubens an Gott ist in unser ganzes Leben eingebettet und ist die Grundlage eines Gottesdienstes. Darin drücken Christen aus, was der Grund ihres Glaubens und ihrer Hoffnung ist.
Die frühen Christen hatten ein gemeinsames Erkennungszeichen, das zugleich das Glaubensbekenntnis beinhaltet. Die Buchstaben im Wort Fisch, ICHTHYS, bedeuten: JESUS CHRISTUS, GOTTES SOHN, RETTER.
Wie die Konfirmandinnen und Konfirmanden das Glaubensbekenntnis verstehen, haben sie mit eigenen Worten der Gemeinde vorgetragen.
Als Predigttext waren Verse aus dem 2. Kapitel des Jakobusbriefes gewählt. Darin geht es um ein vorurteilsfreies, gerechtes Handeln dem Nächsten gegenüber. Die Predigt war zweigeteilt. Der erste Teil wurde von einer Konfirmandengruppe gestaltet. Sie hatten in Rauenberg eine Fotostory zusammengestellt, in der deutlich wurde, dass es nicht richtig ist, jemand aufgrund eines anderen Erscheinungsbildes auszugrenzen. Die eingespielten Bildszenen wurden durch das gesprochene Anspiel zum Leben erweckt. Der Predigttext wurde so anschaulich in unsere heutige Zeit übertragen.
Ralph Schmidhuber griff die gemachten Aussagen noch einmal in einer Kurzpredigt auf. Wer heute nicht die angesagte Kleidermarke trägt oder das neueste Auto fährt, erlebt oft Ausgrenzung. Das Gebot: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, wird dabei missachtet.
Wer von uns möchte aber selbst ausgegrenzt werden?
Im Anspiel wurde deutlich, dass es eine Möglichkeit gibt, aufeinander zu zugehen. Da haben sich manche an früher erinnert und daran, wie unangenehm es ist wenn andere einem links liegen lassen. Sie haben den Schritt gemacht, raus aus dem Gewohnten, rein ins Neue.
Herr Schmidhuber forderte die Zuhörer auf nachzudenken, wo sie kleine Spitzen im Alltag finden und Menschen unterschiedlich behandeln aufgrund des Aussehens oder des Standes. Es ist schwer und erfordert oft Mut aus dem Gewohnten auszubrechen. Letztendlich ist dies aber für ein gutes Miteinander unerläßlich.
Ralph Schmidhuber lobte das gut umgesetzte Anspiel der Konfirmanden und sprach die Hoffnung aus, dass die positive Wende im Spiel, Wirklichkeit im Leben dieser jungen Menschen werden möge.
Ralph Schmidhuber
die Flötengruppe
Musikalisch wurde der Gottesdienst nicht nur durch Lobpreislieder mit Gitarrenbegleitung und von der Orgel begleitete Lieder der Gemeinde bereichert. Auch eine Flötengruppe trug mit einem Instumentalstück zur Ausschmückung bei.
Eine ihrer Mitflötistinnen ist unter den Konfirmandinnen und mit dem Spiel wurde so die Verbundenheit ausgedrückt.
 
Verena
 
Timo
am Ende des Gottesdienstes  
 
Pfarrer Boch dankte am Schluß des Gottesdienstes noch allen ehrenamtlichen Helfern, besonders denen die auch bei der Freizeit dabei waren. Einige konnten dem Fotoapparat ausweichen, aber auch ihnen gilt an dieser Stelle nochmals der Dank.
 
Barbara
"Sendung und Segen", so wird der dritte Teil des Gottesdienstes genannt. Im Fürbittegebet wurde die Welt im großen und kleinen vor Gott gebracht und nach dem Schlußlied "Bewahre uns Gott" verabschiedeten Pfarrer Boch und Ralph Schmidhuber die Gemeinde mit dem Segen Gottes.
Als Zeichen der Verbundenheit legten die Besucher ihre Hand auf die Schulter des Nachbarn.

Das heilige Abendmahl werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien, Freunden und der Gemeinde am nächsten Samstag Abend im Gemeindehaus feiern. Der Einsegnungsgottesdienst ist am Sonntag Judica in unserer Kirche.
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