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Am Sonntag Judica, dem 13. März
2005, wurden 35 Konfirmandinnen und Konfirmanden
in unserer Kirche eingesegnet.
Mit dem "Ja", das die Jugendlichen an
diesem Tag sprachen, drückten sie ihr Vertrauen
zu Gott aus. Vor der vesammelten Gemeinde bekannten
sie sich zum Glauben und bekräftigten das,
was ihnen in der Taufe zugesagt wurde. |
| Dort sagt Gott dem Getauften
zu, dass er auf seiner Seite steht und Gutes für
sein Leben im Sinn hat. Zwei der Konfirmanden, Lisa
und Sebastian Sommer, wurden im Rahmen des Festgottesdienstes
getauft. Was die anderen zeitlich versetzt erlebten,
geschah für sie gleichzeitig. Die schon früher
getauft wurden, bestätigten in ihrer Konfirmation
die Taufe und sagten "Ja" zu einem Leben
mit Gott. |
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| In der Schriftlesung hörte die Gemeinde Worte
aus dem Matthäusevangelium. Jesus hat häufig
Erfahrungen oder Gegenstände aus dem alltäglichen
Leben benutzt, um den Menschen deutlich zu machen
was Gott mit ihrem Leben zu tun hat oder wie Christen
ihr Leben gestalten können und sollen. "Salz
der Erde" und "Licht der Welt" sind
Vergleiche die jeder versteht. Salz haben alle im
Haus, das brauchen wir jeden Tag. Ohne Salz ist
das Essen geschmacklos. Auch Kerzen gibt es in jedem
Haushalt und dass eine Kerze in einen Leuchter und
nicht unter einen Eimer gehört, weiß
schon jedes Kind. |
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In diesem Gottesdienst benutzte Pfarrer
Boch auch einen Gegenstand aus dem Alltag, um aufzuzeigen,
was für ein Leben als Christ wichtig ist. Ein
Arbeiter (Ralph) rollte den Vorderreifen eines Traktors
herein. Als erstes fiel das dicke Profil auf, obwohl
es sich schon um ein älteres Modell handelte.
Ohne solch ein grobes Profil wäre er auf dem
Acker nicht zu gebrauchen. Pfarrer Boch meinte,
auch wir Christen brauchen Profil, aber was ist
christliches Profil? Vertrauen
gehört dazu, sich im Leben auf Gott zu verlassen.
Zeigen wohin wir gehören, auch wenn es manchmal
schwieriger ist als im Strom mitzuschwimmen. Mut
gehört dazu, auch Neues zu wagen.
Liebe, die den freundlichen Blick auf die
Mitmenschen richtet und bereit ist, sich für
andere einzusetzten, ist dabei.
Hoffnung als Gegengewicht gegen unsere Sorgen,
Angst und Trauer, gehört zu einem christlichen
Profil.
Habt ihr Profil gewonnen, in den Monaten der Konfi-Zeit?,
so fragte Pfarrer Boch die Jugendlichen und forderte
sie auf darüber nachzudenken und dies selbst
zu bewerten.
Was weiter auffällt und eng mit dem Profil
zusammenhängt sind die Spuren
die ein solcher Reifen auf Wegen und Feldern hinterlässt. |
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| Dazu muss er aber aus seiner Scheune herausrollen und
dahin fahren wo er gebraucht wird. Wo hinterlassen wir
Christen unsere Spuren?, fragte Pfarrer Boch die Gemeinde.
Sicher gibt es Beispiele großer Menschen wie Martin
Luther, Dietrich Bonhoeffer und manch anderen. Aber wie
ist das bei uns, bei mir und dir? |
Welche Spuren hinterlassen wir in
unserem überschaubaren Lebensbereich, in der
Familie, in der Schule oder bei Begegnungen mit
Menschen die uns nicht so liegen? Spuren, eher unscheinbar,
aber dennoch erstebenswert sind Freundlichkeit,
Ehrlichkeit und Offenheit, Bereitschaft zur Versöhnung.
Wenn wir schon dem Krieg in der großen Welt
nur ohnmächtig zuschauen können, so sollten
wir in unserer kleinen Welt Frieden halten. Ohne
harmonie-süchtig zu sein für ein friedvolles
Miteinander einstehen. |
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Bei allem sollen wir unsere eigenen
Defizite und Beschränkungen erkennen und daran
arbeiten.
Pfarrer Boch sagte, dass auch diese Konfirmandengruppe
ihre Spuren bei ihm und Ralph Schmidhuber hinterlassen
haben. Durch Fragen die gestellt wurden, oder durch
die Art und Weise wie die Jugendlichen miteinander
umgegangen sind. Manchmal sind die Spuren nicht
so leicht zu entdecken, oder verwischen schnell
wieder, wenn die Regenschauer des Alltags darüber
gehen. Aber ohne die Spuren der Christen wäre
unsere Welt ärmer und kälter, meinet Pfarrer
Boch. |
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Das dritte was uns der Reifen lehren
kann, er braucht im Gebrauch Luft. Sonst könnte
er das Gewicht gar nicht tragen. Ein Reifen dem
die Luft ausgeht, kommt nicht weit. Immer mehr Menschen
haben nicht die nötige Luft, nicht den langen
Atem, um ein weiter vor ihnen liegendes Ziel zu
erreichen. Es braucht Ausdauer und Geduld um auf
etwas zu warten, etwas sich entwickeln zu lassen.
Alles soll möglich sofort passieren, Fast-Food,
schnelles Essen, kurze Beziehungen, gleich und sofort.
Unsere Zeit ist kurzatmig geworden und in der Hektik
ist das Wesentliche vom Unwesentlichen nicht mehr
zu unterscheiden. Wir brauchen frische Luft.
Einen mit Luft gefüllten Reifen nennt man PNEU.
Das kommt vom griechischen Wort Pneuma und die Bibel
versteht darunter Geist - Gottes Geist ist die Luft
die uns atmen lässt. Diese Frischluftzufuhr
können wir in der Gemeinschaft mit anderen
Christen bekommen. Für Konfirmanden kann das
auch die Christenlehrgruppe sein.
Pfarrer Boch kam noch ein vierter Gedanke als er
über den Reifen nachdachte. Ein Reifen ist
nur ein Teil eines Ganzen. Allein kann er nichts
bewegen aber im Zusammenspiel aller Teile ist er
unentbehrlich. Auch für Christen ist die Gemeinschaft
wichtig um etwas zu bewegen. |
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Pfarrer Boch drückte seine Hoffnung aus, dass die
Jugendlichen in der Konfirmandenzeit eine Ahnung davon
bekommen haben, dass die Konfirmation nicht ein Schlusspunkt
sondern ein Doppelpunkt ist. Die Sache von Jesus geht
auch heute weiter und wir alle haben nichts davon verstanden,
wenn wir als Christen nur im Ersatzteillager vor uns hinschlummern.
Jesus hat gesagt: "Ihr seid das Salz der Erde. Ihr
seid das Licht der Welt!"
Pfarrer Boch meinte, dass er heute sagen könnte:
"Ihr seid der Reifen, der mit seinem Profil Spuren
Gottes in unserer kurzatmigen Welt hinterlässt." |
| Pfarrer Boch sprach im Verlauf des
Gottesdienstes die Konfirmandinnen und Konfirmanden
nochmals direkt an und blickte dabei auf die gemeinsam
verbrachte Zeit zurück. Wir haben miteinander
gearbeitet, gelacht, wir hatten Spaß miteinander
und haben uns manchmal auch gegenseitig geärgert,
so Pfarrer Boch. Um alle Fragen zu bearbeiten war
die Zeit zu kurz, darum forderte er die Jugendlichen
auf, dranzubleiben am Glauben. Durch das "Ja"
zum Glauben bekommt der vor ihnen liegende Weg eine
neue Perspektive. Gott fragt nicht nach dem was
auswendig gelernt wurde, er achtet auf das was im
Herzen lebendig ist. Pfarrer Boch gab seiner Hoffnung
Ausdruck, dass sich die Jugendlichen immer wieder
gern an diesen Tag erinnern und dies ihnen hilft
am |
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| Glauben festzuhalten, in guten und in schweren Tagen
und auch dann wenn gerade nichts besonderes geschieht.
Auch Mitglieder des Kirchengemeinderats wandten sich im
Verlauf des Gottesdienstes an die Konfirmandinnen und
Konfirmanden um sie zu ermutigen bei der Gemeinschaft
der Christen zu bleiben und Gott zu vertrauen. An die
Eltern und Paten und an die gesamte Gemeinde gewandt baten
sie um Unterstützung für die Jugendlichen. |
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