Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Leben, Sterben, Tod

Unser Leben ist vergleichbar mit einem Weg. Viele Stationen finden sich zwischen Geburt und dem Ende des sichtbaren Lebens, dem Tod.
Christen glauben, dass sie ihr Leben von Gott haben.
In Psalm 139 spricht der Beter das aus: "Du hast mich bereitet im Mutterleib". (Vers13) Christen glauben auch, dass Gott die Zeit kennt, die sie für ihren Lebensweg zur Verfügung haben. Auch hier spricht unser Beter in Psalm 139: "Alle Tage stehen in deinem Buch." (Vers25)
Ja, bei Gott steht unsere Zeit. Diese Zeit ist für jeden Menschen eine ganz einmalige und persönliche Zeit. Kein Leben gleicht dem anderen.
Die Stationen eines Lebensweges haben unterschiedliche Zeiten und Dauer.
Für uns Menschen ist es schwer zu verstehen, warum es bei dem einen Menschen ein Weg mit vielen Beschwernissen ist und es bei einem anderen weniger Hindernisse, Stolpersteine, Sackgassen oder Abschiede gibt. Warum ein Mensch alt uns lebenssatt stirbt und manche Menschen schon in jungen Jahren. oder bevor das Leben überhaupt erst richtig begann, dieses Leben wieder verlassen. Warum manche Menschen in ihrem Leben von schweren Krankheiten verschont sind und andere viel leiden müssen. Auch davon spricht der Beter im Psalm 139: "Wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!" (Vers 17)
Wenn sich Gott letztendlich in vielem verborgen hält und wir auf viele unserer Fragen novh keine Antwort erhalten, lässt er uns doch in wichtigen Dingen, die unser Leben, unser Sterben und unseren Tod betreffen, nicht im Unklaren.
Gott hat sich in Jesus Christus gezeigt. Wir haben einen "Brief", aus dem wir Wegweisung erhalten - die Bibel.
Gott hat klare Vorstellungen davon, wie wir Menschen miteinander umgehen sollen, wie wir uns auf den Lebenswegen begleiten, stützen, tragen sollen.
Eine Weisung lautet: "Einer trage des andern Last".
Es ist Gott somit nicht gleichgültig, wie die Schwere eines Lebens zu bewältigen ist: Wir Menschen sollen aufeinander acht haben. Dort, wo einer Hilfe nötig hat, sollen andere eintreten. Gott möchte, dass wir geben und nehmen. Keiner soll nur geben oder nur nehmen.
Die christliche Gemeinde wird immer wieder darüber nachdenken müssen, was die Menschen brauchen und wie dieses Gebot Jesu Christi zu erfüllen ist.

Evi Oberacker

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