Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Ganz unterschiedliche Anlässe prägten den Gottesdienst am 26. Oktober 2003. Es waren zum einen zwei Taufen. Darum begrüßte Pfarrer Boch besonders die beiden Tauffamilien: Familie Beuschlein mit Ooy Katharina und Familie Rothe mit Sebastian.
Darüber hinaus erlebten wir in diesem Gottesdienst den Verkündigungsteil auf ganz andere Weise. Die Theatergruppe “Why not” und Pfr. Schnell aus Forchheim legten uns mit dem Stück “Samariter heute” das Gleichnis vom barmherzigen Samariter auf moderne Weise in einem Theaterstück aus.
Pfarrer Boch bei der Tauffrage
In der Bibel gibt es eine sehr eindrückliche Geschichte, in der Jesus uns deutlich macht, wie Gott die Kinder am Herzen liegen. Im Markusevangelium im 10. Kapitel wird uns erzählt:
"Sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie."
Ooy Katharina wird getauft Pfarrer Boch hatte die Taufansprachen wieder in Briefen aufgeschrieben, damit die Kinder später selbst nachlesen können, was bei ihrer Taufe ihnen zugesagt wurde.
Im Taufspruch, den die Eltern von Ooy Katharina ausgesucht haben, hören wir davon, dass Gott uns auf unserem Lebensweg begleiten möchte. Es ist ein Wort von Jesus aus dem Matthäusevangelium:

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Ja, das hat Jesus, allen versprochen. Er wird da sein - immer. Er will Ooy Katharina, und auch Sebastian nahe sein auf ihrem ganzen Lebensweg. ER will sie mit seiner Liebe umhüllen an jedem Tag und will ihnen zeigen, wie ihr Leben gelingen kann.
Wenn wir dazu den Taufspruch anschauen, den Sebastians Eltern aus dem Buch der Psalmen ausgewählt haben, wird uns das noch einmal verdeutlicht. In Psalm 91,11 steht:

„Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“

Gott hat die Menschen, seine Kinder, so lieb, dass er seinen Engeln die Anweisung gibt, sie zu behüten und bewahren auf ihren Wegen bei Tag und bei Nacht.

Gott steht uns bei und stärkt uns den Rücken. Er tut dies manchmal einfach dadurch, dass er uns neue Kraft, neue Hoffnung und neuen Mut schenkt, oder er tut es, indem er uns Menschen zur Seite stellt, die helfen, die ein gutes Wort zur richtigen Zeit geben oder einfach zur richtigen Zeit da sind und manchmal sind darunter auch Engel – Boten Gottes, Wesen aus seiner unsichtbaren Welt, durch die Gott auch in unserer Welt wirkt.
Sebastian wird getauft
die Taufkerzen werden angezündet Das Leuchten der Taufkerze ist ein Symbol für das Licht, das Jesus in das Leben jedes Menschen bringen möchte. Denn er selbst hat gesagt:
„Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Auch das Leben von Ooy Katharina und Sebastian will er mit seinem Licht hell machen, daran soll die Taufkerze immer wieder erinnern.

Zur Taufe sang die Gemeinde das Lied:
Ein KInd ist angekommen, EG 590.
In Vers 5 heißt es dort:
Gott nimmt das Kind beim Taufen in die Gemeinde auf. In Jesu Christi Namen beginnt sein Lebenslauf.

Familie Rothe hatten wir es zu verdanken, dass an diesem Tag die Bläser des Hochstetter Posaunenchors mit ihren Instrumenten spielten. Bevor Familie Rothe nach Liedolsheim zogen, gehörten sie beide zu den aktiven Bläsern in Hochstetten und haben ihrem Chor auch nach dem Umzug nach Liedolsheim die Treue gehalten.

Posaunenchor Hochstetten
nach der Tauf von Sebastian Wer sich auf Gott verlässt, wird merken: ER hat Gutes mit mir vor. Das bleibt auch dann gültig, wenn man das vielleicht nicht immer gleich erkennen kannst.
So wie die Eltern sich gefreut haben, als sie Ooy Katharina und Sebastian, endlich in die Arme schließen konnten, so freut sich Gott darüber, wenn wir ihm vertrauen.
Wenn der Pfarrer im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes drei mal Wasser über den Kopf gießt, und die Täuflinge in seinem Namen segnet, dann bietet Gott ihnen damit ein neues Leben an, ein Leben im Glauben an ihn. Durch die Taufe gehören auch sie zur Gemeinschaft der Menschen, die ihm vertrauen.
Am Tag der Taufe sagten Eltern und Paten an Stelle der Täuflinge „Ja“ zum Glauben an Gott.
Sie, Pfarrer Boch und mit ihnen die ganze Gemeinde wünschen Ooy Katharina, und Sebastian, dass sie es selbst lernen, Gott ganz fest zu vertrauen, dass sie mit ihm rechnen und dass sie ihn und seine Engel gerne auf ihrem Lebensweg zur Seite haben.
Ooy Katharina mit Eltern und Paten
 
 
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