Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Quasimodogeniti, das heißt wie die neugeborenen Kindlein. Der Sonntag am 27. April 2003 trägt diesen Namen und an diesem Tag wurden zwei Kinder, Esdras Adjiri und Annika Dörr, im Gottesdienst getauft.
Esdras wird getauft

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Pfarrer Boch hatte die Taufansprache wieder als Brief verfaßt, damit die Kinder, die heute noch zu klein sind die Tragweite des Geschehens zu erfassen, später seine Worte selbst nachlesen können.
Er verglich die Taufe mit einer Tür, die Gott für uns zu einem neuen Leben öffnet. Einem Leben in seiner Nähe.

Für viele Menschen ist der Glaube an Gott nicht mehr als eine Phantasie, sie glauben ohne ihn auskommen zu können und belächeln es, wenn jemand von der Liebe Gottes redet.
Im Taufspruch, den Esdras Eltern für ihn aussuchten, wird aber von einer engen Verbindung zwischen Gott und den Menschen gesprochen. In Jesaja 12 Vers 2 steht:
"Ja, Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen."
Hier spricht einer, der die Tür durchschritten hat, die Gott ihm öffnete und bekräftigt, dass er Gott glauben und vertrauen will.

Am Tag der Taufe sagen die Eltern und Paten stellvertretend JA zu diesem Glauben. Sie versprechen die Kinder auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen von Gott und seiner Liebe zu erzählen. Später muss jeder selbst die offene Tür entdecken und durchschreiten. Ein Leben gelingt nur dann richtig, wenn wir eng mit dem verbunden sind, der uns geschaffen hat.

Wir Menschen leben oft so, als würde es Gott nicht geben. Wir machen Fehler und laden Schuld auf uns. Darum ist Gottes Sohn in die Welt gekommen und für uns am Kreuz gestorben. Aber er ist nicht im Tod geblieben. Vor einer Woche haben wir am Ostersonntag seine Auferstehung gefeiert. Das Leben hat gesiegt und Gott hat uns die Tür zum Leben geöffnet, weil er uns liebt. Im Taufspruch den Annikas Eltern für sie ausgewählt haben Hören wir von dieser Liebe:

"Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen."
So steht es im 1. Johannesbrief 4, Vers 12.

Diese Liebe Gottes macht uns fähig auch andere zu lieben.
In der Taufe sagt Gott Annika und Esdras seine Liebe zu. Um diese Zusage zu begreifen ist es gut viel von und über Gott zu erfahren. Dazu kann man Eltern, Paten, den Pfarrer oder Menschen aus der Gemeinde fragen.
In der Bibel wird von Gott und seinem Sohn Jesus Christus erzählt.

Annika wird getauft
Wir alle in der Gemeinde hoffen, dass Esdras und Annika später einmal selbst Erfahrungen im Glauben machen und durch die von Gott geöffnete Tür gehen werden. Wir wünschen ihnen, dass Gottes Liebe in ihrem Leben Raum gewinnt, denn nur Gott gibt das Leben, das sich wirklich lohnt.
die Taufkerzen wurden entzündet

Pfarrer Boch entzündete an der Osterkerze die Taufkerzen. Das Leuchten der Kerzen erinnert uns daran, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um unser Leben hell zu machen.

Pfarrer Boch wies darauf hin, dass Jesus seine Jünger und damit auch uns, dazu ermutigt Kinder zu taufen. In Matthäus 28 lesen wir:

"Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

 

Pfarrer Boch segnete die Kinder, Eltern und Paten. Er sprach ihnen Gottes Beistand auf dem gemeinsamen Weg zu.
Annika nach der Taufe Esdras nach der Taufe
 
   
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