|
|
Am Samstag den 15. November 2003 feierten
wir in der Kirche einen Gottesdienst in dem
Chiara Ann-Elen Seith, Lilli Sophie Roth, Lena Sophie
Liebchen und Jendrik Nico Seitz im Namen Gottes
getauft wurden. |
Zu Beginn des Taufgottesdienstes sang die Gemeinde
aus dem Gesangbuch das Lied 590. Dort heißt
es in Vers 5:
"Gott nimmt das Kind beim Taufen in die Gemeinde
auf. In Jesu Christi Namen beginnt sein Lebenslauf."
Von Jesus wird uns aus der Bibel berichtet, dass
er ausdrücklich dazu aufforderte die Kinder
zu ihm zu bringen.
Bei Markus im 10. Kapitel lesen wir:
Sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre.
Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber
Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen:
Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret
ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich
Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich
Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird
nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte
die Hände auf sie und segnete sie. |
 |
Bei Gott finden wir das, was wir zum
Leben brauchen, darauf können wir vertrauen.
Der Taufspruch von Chiara aus Psalm 36,10 unterstreicht
das noch einmal. Dort sagt ein Beter zu Gott:
Bei dir ist die Quelle des
Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
In Lillis Taufspruch aus 4. Mose 6,24+25 wird ein
Wunsch ausgesprochen:
Der Herr möge dich
reich beschenken und dich bewahren und dich beschützen!
Freundlich blicke er dich an und wende dir seine
Liebe zu. |
|
 |
Noch bevor wir selbst sprechen können,
sagt Gott ein "JA" zu uns, seine Liebe
gilt jedem Menschen.
Diese Aussage brachte auch das zweite Lied deutlich
zum Ausdruck. Dort heißt es im Vers 3 der
Nummer 211:
"Eh wir entscheiden Ja und Nein, gilt schon
für uns: gerettet sein: Dank sei dir, dass
das Heil der Welt nicht mit uns selber steht und
fällt."
Schon bei der Geburt hat Gott auch zu Chiara,
zu Jendrik, zu Lena und Lilli gesagt: „Ja,
du sollst leben. Ich habe dich gewollt, ich habe
dich lieb.“ - Christinnen und Christen glauben
daran, dass jeder Mensch vor Gott einen unschätzbaren
eigenen Wert hat, einen Wert, der nicht von dem
abhängig ist, wie wir uns selbst einschätzen
und achten oder wie andere uns beurteilen und
bewerten.
Unsere Täuflinge sind heute noch recht klein:
Lilli ist seit gestern ein halbes Jahr alt, fast
genau 5 Monate ist es her, dass Jendrik zur Welt
kam, Chiara ist etwas mehr als 4 Monate alt, und
Lena ist mit knapp 2 ½ Monaten die jüngste.
|
|
Täglich lernen die vier
Neues. Bald werden sie auf allen vieren krabbeln,
dann werden sie versuchen, zu laufen. Bis sie dies
einmal können wir noch einige Zeit vergehen
und sie werden oft hinfallen. Aber sie werden es
immer wieder versuchen.
Das möchte uns Jesus an den Kleinen zeigen.
Ihren Mut, immer wieder anzufangen trotz aller Enttäuschung,
aller schmerzhaften Erfahrung.
So sollten auch wir Erwachsenen sein, Menschen die
nicht aufhören anzufangen.
Und Kinder lehren uns Vertrauen. Jesus erinnert
daran: Gott ist nicht nur stark und mächtig,
Er ist unser Vater im Himmel. Ihm können wir
vertrauen, er enttäuscht nicht.
Der Taufspruch, den Lena Sophies Eltern ausgesucht
haben, erzählt uns davon, dass wir auf die
schönen Dinge achten sollen, die Gott uns geschenkt
hat. In Psalm 32, Vers 8 sagt Gott:
Ich will dich unterweisen
und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst, ich
will dich mit meinen Augen leiten.
Pfarrer Boch wies darauf hin, dass man hier etwas
von der Güte und Freundlichkeit spürt,
die Gott uns allen schenkt. |
 |
|
 |
Gott schenkt uns an manchen Tagen tolle Sachen,
aber wir übersehen sie. Den Tag leben, das
können wir von Kindern lernen. Sie sind auf
ständiger Entdeckungsreise. Sie sehen genau
hin. Können stehen bleiben und fasziniert
einem Schmetterling zusehen, der Nektar aus einer
Blüte saugt.
Frere Roger von Taizé sagt: „wir
müssen im Heute Gottes leben.“ Nicht
der Vergangenheit nachhängen oder Sehnsucht
nach der Zukunft haben - ganz gegenwärtig
sollen wir leben hier in dieser Welt, wir sollen
das tun, was heute dran ist und sollen uns dabei
der Nähe Gottes gewiss sein.
In Jendriks Taufspruch aus Psalm 91, Vers 11
heißt es:
Er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
Jeder und jede von uns ist Gott so wichtig, dass
Gott seine Engel beauftragt uns zu begleiten und
zu bewahren. Wir hoffen, unsere vier Täuflinge,
können das von Gott so annehmen. Können
es glauben, dass Gott für sie Gutes im Sinn
hat. |
|
Gott will unsere Täuflinge einen guten Weg durchs
Leben führen. Doch dazu müssen sie es lernen,
ihm zu vertrauen. Wir, die Erwachsenen, die Eltern, die
Paten und die ganze Gemeinde sind aufgefordert, ihnen
dabei zu helfen.
Pfarrer Boch sprach am Ende seiner Predigt die Hoffnung
aus, dass diese Vier ihr Vertrauen in den himmlischen
Vater niemals verlieren, und dass sie einst selbst „Ja“
zu ihrer Taufe und damit „Ja“ zu einem Leben
mit Gott sagen können. |
|
|
| |
| |
|
|