Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Am Ostersonntag, den 20. April 2003, wurde Laura Katharina Westenfelder in Liedolsheim getauft. Ihre Eltern haben einen Vers aus der Bibel ausgewählt, der sie durchs Leben begleiten soll. Es ist Psalm 91,11:
"Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen."
Das klingt doch gut – oder? Laura ist Gott so wichtig, dass er seine Engel beauftragt, auf sie zu achten!

In der Ostergeschichte, die an diesem Sonnatg im Gottesdienst gelesen wurde, kommt auch ein Engel vor. Bei Markus (16,5) heißt es ganz schlicht: „ein Jüngling...der hatte ein langes weißes Gewand an“. Dieser Engel bringt den Frauen, die zum Grab Jesu kommen, die frohe Nachricht: „Jesus lebt. Er ist auferstanden.“

Aber wo sind heute denn die Engel?
Oft wird von Engeln gesprochen.
Da gibt es zum Beispiel die sogenannten "Gelben Engel" des ADAC; sie helfen, wenn jemand eine Panne mit dem Auto hat.
Andere reden von Schutzengeln, die einen beschützen sollen vor allerlei Gefahren. Besonders liebe Kinder werden von Erwachsenen auch schon mal „Engel“ genannt. Am häufigsten kann man Engeln in der Weihnachtszeit, in Ton, auf Geschenkpapier und Postkarten sehen.

Laura bekommt die Taufkerze
Aber sind das die Engel, die der Taufspruch meint? So ein Wesen mit goldenen Flügeln und einem leuchtend weißen Gewand?
Engel sind in der Bibel Wesen, die Gott und die Menschen miteinander verbinden.
nach der Taufe

So erscheinen manchmal Engel den Menschen im Schlaf, um ihnen eine Botschaft von Gott auszurichten. Oder Engel besuchen jemanden, um ihnen eine Nachricht zu überbringen. Engel kommen auch zu Menschen, die nicht mehr weiterwissen, die Trost und Hilfe brauchen. Dabei können dann auch Wunder geschehen, um ihnen zu helfen.

Engel ist das griechische Wort für Bote in der Bibel. Gott schickt uns seine Boten. So bringen Engel uns Gott greifbar nahe.
Lauras Taufspruch, drückt die Gewissheit der Nähe Gottes aus. Es ist ihm nicht egal, was mit und aus Laura wird. Er will sie bewahren. Leider heißt das nicht, dass sie dann automatisch von allen Krankheiten verschont bleibt oder für immer nur glücklich sein wird. Es bedeutet, dass Gott bei Laura bleiben möchte, Ihr Leben lang, damit sie den Sinn des Lebens finden kann.

Pfarrer Boch wünschte Laura, dass sie es später glauben kann, dass Gott es gut mit ihr meint.
Mit Gott als Begleiter gelingt das Leben.
 
 
          Seitenanfang
   
  
Ev.Landeskirche