Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ - wie der Wochenspruch aus Psalm 103 von Gutem erzählt, so tun dies auch die Bibeltexte die bei Taufen gelesen werden.
Am 12. September 2004 brachte Familie Gutmann ihren Sohn Julius Friedrich und
Familie Götting ihren Sohn Frederik Anselm zur Taufe in den Gottesdienst.
Pfarrer Boch liest Bibeltexte zur Taufe Es ist richtig, dass die Taufe ein wichtiger Schritt im Leben ist, aber in der Kirche wird vor allem getauft, weil Jesus den Auftrag dazu gab.

„Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Diese Verse aus Matthäus 28 zitierte Pfarrer Boch ebenso wie Worte aus einem Brief den Paulus an die Galater schrieb.
Er erzählt davon, welche Veränderungen Glaube und Taufe in einem Menschen zu Folge haben:
"Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus."
Die besondere Bedeutung dieser Botschaft können die kleinen Täuflinge jetzt noch nicht begreifen. Darum hatte Pfarrer Boch die Taufansprache wieder in Briefe gefaßt, damit sie später selbst nachlesen können, was bei ihrer Taufe gesagt wurde.
An den Anfang seiner Ansprache stellte Pfarrer Boch ein Gedicht von Peter Klever der vom Wachsen des Glaubens erzählt und zu dem Entschluss kommt:

.... ich will erfahrungen machen mit gott und seinen zusagen - sagt der glaube

Für viele Menschen ist Gott nicht mehr als eine Vorstellung, aus dem Reich der Phantasie. Sie belächeln es, wenn jemand von der Liebe Gottes und von seinem Glauben redet.
Musikalisch wurde der Taufgottesdienst mit demStreichquartett
G-Dur 1. Satz Presto von Wolfgang Amadeus Mozart ausgeschmückt. Dabei spielte auch die älteste Tochter von Familie Götting mit.
Im Taufspruch, den die Eltern von Frederik für ihn wählten wird ganz anders von Gott gesprochen. In Psalm 5,13 steht:
„Wer dir treu bleibt, den beschenkst du mit Frieden und Glück, den umgibst du mit deiner schützenden Liebe.“
Derjenige, der vor vielen hundert Jahren dieses Gebet gesprochen hat, hat die Tür durchschritten, die Gott ihm geöffnet hat; für ihn ist der Glaube, das Vertrauen auf Gott eine Wirklichkeit, die ihn Gottes Liebe erfahren lässt.
Frederik wurde getauft Die Geschichten von Gott und uns Menschen, die in der Bibel zu finden sind, erzählen uns von diesem Leben mit Gott. Weil er uns geschaffen hat, kann das Leben nur dann richtig gelingen, wenn wir eng mit unserem Schöpfer verbunden sind. Wir Menschen leben aber oft so, als ob es Gott nicht gäbe. Wir machen Fehler, wir laden Schuld auf uns und entfernen uns immer mehr von Gott. Die Bibel nennt das Sünde.
Weil Gott uns aber liebt, möchte er uns helfen, dass unser Leben gelingen kann.
Darum ist er in Jesus selbst in die Welt gekommen und für unsere Sünde gestorben. Durch seine Auferstehung wurde die Tür zum ewigen Leben geöffnet.
Damit wir mutig und gelassen das Leben in die Hand nehmen können, beschenkt er uns mit vielen guten Gaben. Von Frieden und Glück haben wir gehört.
Der Taufspruch von Julius erzählt uns von weiteren „Geschenken“ Gottes. Im 2. Timotheusbrief 1,7 steht:
„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Julius wurde getauft

All das und noch viel mehr, sagt Gott Julius und Frederik in der Taufe zu. Pfarrer Boch ermutigte dazu in die Bibel hineinzuschauen. Dort findet man noch viel mehr von Gottes Zusagen.
Pfarrer Boch wünschte den Kindern, dass Gottes Liebe durch die Liebe der Eltern für sie spürbar wird und dass sie es erfahren: ein Leben mit Gott ist das einzige Leben, das sich wirklich lohnt.

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes predigte Herrn Wirtz zum Thema des Wochenpsalmes 103.

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