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"Vergiß es nie, dass Du lebst
war keine eigene Idee ..." dieses Lied von Jürgen
Werth sang die Gemeinde
am 7. November 2004, dem drittletzten Sonntag des Kirchenjahres,
zu Beginn der Taufe von Lia Hacker. |
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Der Glaube verändert einen Menschen. Im
Galaterbrief sagt Paulus: "Denn ihr alle,
die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus
angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier
ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann
noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus
Jesus."
Dieser Gedanke der Veränderung tritt oft
hinter dem Gedanken an den Wunsch nach Schutz
durch Gott zurück. Der Segen, der bei der
Taufe zugesprochen wird, ist aber nicht alles.
Segen zusprechen kann jeder Glaubende auch bei
anderen Gelegenheiten. Wichtig in der Taufe ist
die Zusage Gottes und die Antwort des Täuflings
darauf. Heute ist Lia noch zu klein und die Eltern
und Paten treten stellvertretend für sie
ein.
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Später muss diese Antwort des Glaubens aber auch
von ihr kommen, vielleicht in der Konfirmation.
Damit sie einmal nachlesen kann, was an diesem Tag gesagt
wurde, hatte Pfarrer Boch die Taufansprache für Lia
wieder in einen Brief geschrieben. |
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Der Taufspruch, den die Eltern von Lia für
sie ausgewählt haben, steht in Psalm 103,
Vers 13:
"Wie sich ein Vater über
Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über
die, die ihn fürchten."
Auf den ersten Blick scheint es nicht zusammen
zu passen, dass hier von Gottes Erbarmen erzählt
wird und gleichzeitig sollen wir diesen Gott fürchten.
Sollen wir Angst vor Gott haben, so fragte Pfarrer
Boch. Der Vers beginnt aber mit dem Hinweis -
wie ein Vater. Wie ein guter Vater, oder eine
gute Mutter barmherzig und liebevoll mit ihren
Kindern umgehen, so ist auch Gott. Er liebt uns
von ganzem Herzen und möchte, dass wir ihm
vertrauen und glauben.
Viele Menschen können dies nicht verstehen.
Gott ist für sie nur eine Vorstellung, eine
Phantasie.
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Sie belächeln es, wenn jemand von der Liebe
Gottes redet. Gott bleibt ihnen fremd und unerreichbar.
Diese Menschen erkennen nicht, wenn es Gottes Barmherzigkeit
war, die etwas gelingen lies.
Gott zu fürchten hat nichts mit Angst oder
Furchtsamkeit zu tun, so meinte Pfarrer Boch. Es
heißt, zu glauben, dass Gott lebendig ist
und uns geschaffen hat, dass er der wahre Herr über
die Welt ist. Mit diesem Glauben kann man die Spuren
Gottes im Leben erkennen.
Das Wasser, das in der Taufe über den Kopf
des Täuflings gegossen wird, steht dafür,
dass alles was uns von Gott trennt, abgewaschen
wird. Und es ist Zeichen für das neue Leben,
das uns Gott in seinem Sohn Jesus Christus geschenkt
hat.
Die Taufkerze soll nicht einfach eine nette Beigabe
zur Taufe sein, erklärte Pfarrer Boch, sie
soll an Jesus Christus erinnern, der als das Licht
in die Welt gekommen ist, um Dunkles im Leben hell
zu machen. Wer an ihn, als den Sohn des lebendigen
Gottes glaubt, kann Vergebung von Schuld und Belastung
erfahren. |
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| Um Gottes Zusagen zu begreifen gibt es noch viel für
Lia von und über Gott zu erfahren. Dabei werden ihr
die Eltern und Paten zur Seite stehen. Die ganze Gemeinde
kann ihnen dabei bei vielen Gelegenheiten helfen. |
Heute ist Lia noch zu klein um zu begreifen
was in der Taufe geschieht. Erfahrungen, die ihr
die Liebe Gottes und seine Barmherzigkeit spürbar
werden lassen, wünschte ihr Pfarrer Boch.
Dann kann sie selbst auf Gottes Liebe antworten
und glauben, was der Taufspruch ihr zusagt:
"Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der HERR über die, die ihn
fürchten."
Und sie wird sich über das Eingangslied
zu ihrer Taufe freuen, weil sie dies nachempfinden
kann:
DU bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine
Laune der Natur, ganz egal ob du dein Lebenslied
in Moll singst oder Dur, du bist ein Gedanke Gottes
- ein genialer noch dazu -
Du bist Du, das ist der Clou, ja du bist du. |
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