Evangelische Kirchengemeinde Liedolsheim

Im anderen Gottesdienst, am 11. Dezember 2005, dem 3 Advent, wurden Elisa Schröer und Frederik Klein getauft.
Wenn Kinder getauft werden, dann geschieht dies weil Jesus den Auftrag dazu gab.
In der Bibel lesen wir in Matthäus 28: "Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."
Die Eltern und Paten versprachen, dass sie den Kindern Geschichten der Bibel
erzählen, sie in die Gemeinschaft der Christen hinein nehmen und ihnen durch ihre Liebe Gottes Liebe spürbar machen.

Für Frederik haben seine Eltern einen Taufspruch aus 4. Mose 6, Verse24-26 ausgesucht:

"Gott segne dich und behüte dich; Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Gott hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden."

Dieser Segensspruch wird schon viele Jahrhunderte im jüdischen und im christlichen Gottesdienst verwendet.
Bei der Taufe wird dem Täufling die Hand auf den Kopf gelegt und ein Segen dazu gesprochen. Wo Menschen im Namen Gottes gesegnet werden, geschieht dies im Glauben, dass Gott seine heilbringende und lebensspendende Segenskraft wirken lässt.

Frederik wird getauft
In zwei Wochen, an Weihnachten, feiern wir, dass Gott seinen Sohn in die Welt geschickt hat, um uns von Schuld und Sünde zu befreien. Es ist fast nicht zu begreifen, dass sich der große Gott klein macht um uns ein neues Leben mit ihm zu ermöglichen. Die Wirkungen dieser Tat werden durch die Taufe und den Glauben zuteil.
Elisa wird getauft

Am Ende des Taufspruches heißt es: "und gebe dir Frieden." Wo Gott seinen Segen gibt, schenkt er Liebe und Frieden. In der Sprache des Alten Testaments heißt Frieden "Schalom". Dies meint mehr als unser deutsches Wort Frieden. Es heißt Frieden zwischen Menschen und Völkern und darüber hinaus Glück, Wohlergehen, im Einklang miteinander sein, ein ungestörtes Verhältnis haben.

Die Taufe und der Segen Gottes haben Auswirkungen auf den Gesegneten und auf andere. Das wird im Taufspruch von Elisa deutlich. Ihre Eltern wählten Vers 2 aus 1. Mose 12. Dort heißt es:

"Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein."

Wer von Gott gesegnet wir, kann selbst für andere zum Segen werden und kann ihnen Gottes Liebe und seinen Frieden weitergeben. So wie Gott damals Abraham gesegnet hat, so segnet er in der Taufe Elisa und Frederik, auf dies können wir uns verlassen.
So können sie später einmal auch anderen Menschen von der Zusage erzählen, die Gott in der Taufe macht: "Du gehst deinen Weg nicht allein, ich, der Vater im Himmel, bin mit dir."
Pfarrer Boch wünschte den Täuflingen, dass sie Gottes Segen und seine Wirkungen in ihrem Leben spüren können und lernen Gott fest zu vertrauen. Er wünschte, dass sie später einmal selbst ein Ja zu diesem Glauben an den dreieinigen Gott sagen. Dann werden sie merken, etwas Besseres als unter Gottes Segen zu leben, kann ihnen gar nicht passieren.
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