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| In einem besonderen Festgottesdienst, am Donnerstag
den 27. Januar 2005, wurde Andreas Ritschel getauft. Viele
Freunde von Andreas waren an diesem Abend in die Kirche
gekommen, um ihre Freude darüber auszudrücken,
dass er sich entschieden hat, seinen Lebensweg im Glauben
an Jesus Christus zu gehen. |
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Andreas konnte in der Taufe die Zusage, dass Gott bei ihm sein will, sichtbar
und spürbar erfahren. Schon längere
Zeit ist Andreas ein Besucher unserer Gottesdienste
und Mitarbeiter im CVJM, aber an diesem Abend
wurde er auch offiziell in die Kirchengemeinde
aufgenommen.
Als Lesung für den Taufgottesdienst hatte
Pfarrer Boch Worte aus Galater 3 ausgesucht, in
denen Paulus von der verändernden Kraft des
Glaubens und der Taufe spricht:
"Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes
Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr
auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht
Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau;
denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.
Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr
ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung
Erben."
Hier macht in wenigen Sätzen eine gewaltige
Botschaft deutlich, dass wir vor Gott als seine
Kinder geliebt und angenommen sind.
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| Für Andreas und alle die ihn länger oder kürzer
begleitet haben, war endlich der große Tag da, so
meinte Pfarrer Boch. Viele von den Freunden die im Gottesdienstraum
versammelt waren, hatten Anteil daran, dass in Andreas
der Glaube an Gott gewachsen ist und er sich zur Taufe
entschlossen hat. |
| Pfarrer Boch erinnerte in seiner Ansprache
an den kleinen Glaubenskurs, den er und Ralph
Schmidhuber für interessierte Gemeindeglieder
vor einigen Monaten durchgeführt haben. Dort
waren es oftmals die Nachfragen von Andreas die
dazu führten, tiefer in die Bibel einzusteigen.
Er hat den Glauben hinterfragt und die richtigen
Fragen gestellt. Für Pfarrer Boch ist es
ein Wunder, dass Andreas heute ja zum Glauben
und zur Taufe gesagt hat. Dies konnte geschehen
weil er nicht aufgehört hat zu suchen und
zu fragen und Gott dabei näher kam.
Der Taufspruch, der Andreas an diesem Abend zugesprochen
wurde, steht im Johannesevangelium, Kapitel 6,
Vers 68. Dort wird davon berichtet, dass die Jünger
sauer auf Jesus waren, weil sie nicht ihre Erwartungen
erfüllt sahen. Jesus fragte sie, ob sie ihn
verlassen möchten.
Da antwortete ihm Simon Petrus:
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| "Herr, wohin sollen wir
gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben
geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes."
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Andreas hat erkannt, was Petrus erkannt hat und
Gott hat diese Erkenntnis geschenkt.
Gott freut sich über Jeden und Jede die auf
seine Liebe mit Liebe antworten. Jesus ist dabei
die Tür zum Leben, einen anderen Weg gibt es
nicht. Andreas hat selbst andere Wege gewagt und
hat diesen einen Weg gewählt und erkannt, das
ewige Leben ist eine kostbare Perle.
Glauben können wir nicht lernen, wir können
zwar in der Bibel forschen aber Jesus öffnet
uns die Augen für das was Sinn gibt und zum
Ziel führt.
Menschen die uns begleiten sind dabei Zeichen der
Liebe und des Wirken Gottes. |
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In Gottes Hand wird Andreas geborgen bleiben.
Gott hat Andreas zu uns geführt. Pfarrer
Boch sah darin auch den Auftrag Gottes an uns,
immer offen zu sein für Menschen die vielleicht
eine andere Art haben zu glauben.
Wir glauben, dass Jesus für uns gestorben
ist und darum sind wir beauftragt in der Nachfolge
zu leben, wo es uns auch hinführen wird.
Lieder wie: "Komm, jetzt ist die Zeit"
und "Freude die von innen kommt" bereicherten
den Gottesdienst. Dabei wurde die Festgemeinde
vom Musikteam unterstützt.
Nach der Taufe richtete Andreas noch einige persönliche
Worte an die Anwesenden. Manche wußten,
dass er in Dresden geboren wurde und dort in seinem
Elternhaus der christliche Glaube nicht thematisiert
wurde.
Seit vier Jahren wohnt er nun hier und er erinnerte
sich an eine Party zurück, bei der ihn Christian
fragte woran er glaube. Die Antwort die er damals
gab, wusste er nicht mehr. Doch heute würde
er sagen, ich war Atheist. Die Prägung durch
das naturwissenschaftliche Elternhaus erschien
ausreichend zu sein. Heute schaut er über
den Tellerrand. Die Naturwissenschaft ist dadurch
nicht uninteressanter geworden aber er hat erkannt,
es muss mehr dahinter stecken, dass ich hier stehe.
Es ist kein Zufall dass alles so kam.
Andreas berichtete davon, dass er überrascht
war, Menschen zu finden die vor Energie oft sprühten
und er fragte sich, woher kommt das? Er hat viele
als warmherzig kennengelernt und sich gefragt,
warum sind die so? |
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Dann hat ihn die Frage umgetrieben, warum Jesus
Christus? Hätte ich wo anders, in einem anderen
Kulturkreis auch zu ihm gefunden? Er wollte mehr
wissen und hat sich informiert und mit anderen Religionen
beschäftigt. Der Kerngedanke des christlichen
Glaubens, die Erlösung und Vergebung durch
Jesu Tat am Kreuz, hat ihm den Glauben an den dreieinigen
Gott näher gebracht. Er hat sich um seine Zweifel
bemüht und daran gearbeitet und das hat ihn
schließlich diesen Weg gehen lassen.
Nach Andreas´ Empfinden hat er hier eine tolle
Gemeinde gefunden - wir meinen, dass wir in ihm
einen tollen Freund und Bruder im Glauben gefunden
haben.
Zum Schluß seiner Ansprache gab Andreas seinen
Freunden den Rat in ihrem Engagement nicht immer
alles toppen zu wollen, sondern an dem auch festzuhalten
was da ist. |
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| Der Segen des dreieinigen Gottes, von
Pfarrer Boch allen zugesprochen, beendete den Festgottesdienst. |
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